London. Der US-Amerikaner Nathan Adrian ist der etwas überraschende Sieger des olympischen Schwimm-Finales über 100 m Kraul. Der 23-Jährige distanzierte den 21-jährigen australischen Weltmeister und Favoriten James Magnussen am Mittwoch im Londoner Aquatics Centre in 47,52 Sekunden um 1/100. Bronze ging in 47,80 an den 28-jährigen Kanadier Brent Hayden. Für den 20-jährigen Franzosen Yannick Agnel blieb nach zweimal Gold und einmal Silber in 47,84 nur Rang vier.
Der ungarische Schwimm-Europameister Daniel Gyurta hat das Finale über 200 m Brust in der Weltrekordzeit von 2:07,28 Minuten gewonnen. Der 23-Jährige verbesserte die drei Jahre und zwei Tage alte bisherige Bestmarke des Australiers Christian Sprenger um 3/100. Unter dem Jubel des Publikums holte der Brite Michael Jamieson in 2:07,43 Silber, Bronze ging in 2:08,29 an den Japaner Ryo Tateishi.
Sein Landsmann Kosuke Kitajima führte das Rennen 100 m lang an, wurde aber 6/100 hinter Tateishi nur Vierter. Damit hat es der 29-Jährige wie schon über 100 m Brust verpasst, als erster männlicher Schwimmer ein olympisches Gold-Triple über eine Einzelstrecke zu holen. Diese Chance hat in London noch Michael Phelps, über 200 m Lagen und 100 m Delfin.
Nächstes Gold für China
Gold über 200 Meter Delfin holte die Chinesin Jiao Liuyang (2:04,06 Min.) vor der Spanierin Mireia Belmonte Garcia und Natsumi Hoshi aus Japan. Die 4x200-m-Kraul Staffel der Damen entschied das Quartett aus den USA (Missy Franklin, Dana Vollmer, Shannon Vreeland, Allison Schmitt) in 7:42,92 Minuten für sich. Australien landete vor Frankreich auf Rang zwei.
Soni schon im Halbfinale mit Weltbestzeit
Im Halbfinale über 200 Meter Brust fixierte Rebecca Soni in exakt 2:20,00 Minuten Weltrekord. Die US-Amerikanerin unterbot die drei Jahre davor von der Kanadierin Annamay Pierse bei der Rom-WM im Semifinale in einem Ganzkörperanzug aufgestellte, bisherige Weltbestmarke um 12/100.