• vom 08.08.2012, 14:30 Uhr

Olympia 2012

Update: 08.08.2012, 17:24 Uhr
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Aufholjagd blieb unbelohnt

Delle Karth/Resch segeln knapp an Olympia-Medaille vorbei



  • Platz vier trotz finalem Wettfahrtsieg.

Die Aufholjagd blieb unbelohnt. Nico Delle Karth und Niko Resch landeten auf dem undankbaren vierten Platz. - APAweb/EXPA/Johann Groder

Die Aufholjagd blieb unbelohnt. Nico Delle Karth und Niko Resch landeten auf dem undankbaren vierten Platz. APAweb/EXPA/Johann Groder

London. Es war nur eine Außenseiterchance - aber es war eine Chance. Österreichs Segel-Duo Nico Delle Karth/Niko Resch wollte am Mittwoch im olympischen Medal Race der 49er-Klasse vor Weymouth eine Aufholjagd starten und noch Bronze holen. Erstes Vorhaben gelang, zweites nur ganz knapp nicht.

Delle Karth/Resch feierten zwar einen souveränen Sieg im Medal Race, zu Bronze langte es aber nur ganz knapp nicht. Dänemark sicherte sich den begehrten Platz auf dem Treppchen, nachdem Gold an die Australier Nathan Outteridge/Iain Jensen und Silber an die Neuseeländer Peter Burling/Blair Tuke bereits vor dem Medal Race fix vergeben waren. Platz drei in der finalen Wettfahrt sicherte den Dänen Allan Nörregaard/Peter Langden Podiumsplatz um nur vier Punkte vor den Österreichern.

Fünf Boote hatten vor dem Medal Race noch Chancen auf den Bronze-Rang. Zunächst klappte für das österreichische Boot alles nach Maß, nach einem risikoreichen, aber perfekten Start segelten die Österreicher der Flotte davon, die Konkurrenzboote um Edelmetall lagen weit zurück. Dänemark war zur Hälfte des Rennens nur Siebenter.

Am Ende siegte Österreich zwar hochverdient, doch Dänemark hatte sich mit Wettfahrtrang drei hinter Österreich und Neuseeland im Gesamtklassement auf Rang drei vorgearbeitet.

"Freude und Enttäuschung"
"Freude und Enttäuschung, beides ist gleichermaßen da", sagte Delle Karth nach der Rückkehr in den Hafen. "Wir sind ein irrsinnig gutes Medal Race gefahren und haben uns in dem Rennen wirklich nichts vorzuwerfen. Wir hatten einen gewaltigen Start. Nach eineinhalb Runden, als die Briten hinter uns waren und Druck gemacht haben, habe ich schon gedacht, das halte ich nicht drei Runden aus", meinte er weiter.

Doch man habe die Briten auf Distanz gehalten. "Wir haben alles richtig gemacht. Und dann hat auf der letzten Kreuz der Däne gepokert, ist über links gefahren, wo die ganze Zeit mehr oder weniger nichts gegangen ist. Er hat es aufgeholt, das war dann nicht mehr in unserer Hand", musste der 28-jährige Delle Karth eingestehen.

Ebenso wie folgendes: "Die Enttäuschung ist groß, aber heute haben wir die Medaille nicht verloren." Nach der ersten Tonne habe er einen Überblick gehabt, aber ihm war bei den Verhältnissen mit Leichtwind klar, dass bis zur letzten Vorwind, bis ins Ziel noch immer irgendwas passieren könne." Auf der letzten Vorwind habe er es seinem Vorschoter Resch gesagt, dem ebenfalls klar war: "Dass es nicht aufgegangen ist, ist bitter. Aber die Medaille haben wir in der Serie davor verloren."

Das Duo wusste schon vor dem Rausfahren, dass es ein hartes Stück Arbeit wird und man auch auf Schützenhilfe angewiesen ist. "Wir haben uns gesagt, wir wollen die Chance wahren. Und das haben wir getan. Und jetzt wollen wir nicht zu viel Trübsal blasen", sagte Delle Karth.

Vadlau/Schimak auf 20. Endrang
Lara Vadlau und Eva-Maria Schimak beendeten die 470er-Klasse der Damen auf dem 20. und letzten Platz. In den finalen beiden Wettfahrten belegte das Duo die Ränge 10 und 19.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-08 12:48:59
Letzte Änderung am 2012-08-08 17:24:14



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