
(az) "Darling, wo warst du mein ganzes Leben lang?" fragte der 82-jährige Schauspieler Christopher Plummer in der Nacht auf Montag die Oscar-Statue, die er nach seiner knapp 60-jährigen Karriere endlich überreicht bekam - als ältester Schauspieler überhaupt. Plummer ist einer der bedeutendsten Filmschauspieler der Nachkriegszeit. Er begann am Theater, wo er die großen Shakespeare-Rollen von Hamlet bis King Lear spielte und am Broadway als Cyrano de Bergerac gefeiert wurde.
Der Durchbruch im Filmgeschäft kam mit einer Rolle, die er heute als die schwierigste seiner Karriere bezeichnet, "weil sie furchtbar und schnulzig war": Jene des Barons von Trapp in "The Sound of Music" (1965) an der Seite von Julie Andrews. Weniger sentimentale (Neben-) Rollen folgten, zuletzt in David Finchers "Verblendung". Den Oscar bekam er nun für den Film "Beginners", in dem er als alternder Vater zu seiner Homosexualität steht. Auch sein Film-Sohn Ewan McGregor sei ein "herausragender Künstler", sagte Plummer. "Ich würde meinen Award mit ihm teilen, wenn ich ein wenig Anstand hätte - aber den habe ich nicht."
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