• vom 23.03.2012, 20:58 Uhr

Ostertexte

Update: 23.03.2012, 22:18 Uhr
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Auferstehung


Von Heinrich Heine

Heine zeigte sich von der Auferstehung weniger beeindruckt als Hans Memling (Das Jüngste Gericht, ca. 1470).

Heine zeigte sich von der Auferstehung weniger beeindruckt als Hans Memling (Das Jüngste Gericht, ca. 1470).Wikimedia Commons Heine zeigte sich von der Auferstehung weniger beeindruckt als Hans Memling (Das Jüngste Gericht, ca. 1470).Wikimedia Commons

Posaunenruf erfüllt die Luft,
Und furchtbar schallt es wider.
Die Toten steigen aus der Gruft,
Und schütteln und rütteln die Glieder.

Information

Heinrich Heine (1797-1856), romantischer und satirischer Dichter

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Was Beine hat, das trollt sich fort,
Es wallen die weißen Gestalten
Nach Josaphat, dem Sammelort,
Dort wird Gericht gehalten.

Als Freigraf sitzet Christus dort
In seiner Apostel Kreise.
Sie sind die Schöppen, ihr Spruch und Wort
Ist minniglich und weise.

Sie turteln nicht vermummten Gesichts.
Die Maske läßt jeder fallen
Am hellen Tage des Jüngsten Gerichts,
Wenn die Posaunen schallen.

Das ist zu Josaphat im Tal,
Da steht die geladenen Scharen,
Und weil zu groß der Beklagten Zahl,
Wird hier summarisch verfahren.

Das Böcklein zur Linken, zur Rechten das Schaf,
Geschieden sind sie schnelle.
Der Himmel dem Schäfchen fromm und brav,
dem geilen Bock die Hölle!




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-03-23 20:58:56
Letzte Änderung am 2012-03-23 22:18:43


Gebohrte und gefräste Ostereier.


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