• vom 29.05.2017, 19:24 Uhr

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Russische Hydra




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  • Nach seiner Auslandsreise wird US-Präsident Trump in der Russland-Affäre mit immer neuen Vorwürfen konfrontiert.



Washington D.C. (dpa/afp) Nach seiner Rückkehr von einer neuntägigen Auslandsreise holt die Russland-Affäre Donald Trump wieder voll ein. Nach Medienberichten steht der US-Präsident mittlerweile unter derart großem Druck, dass er eine Art Krisenzentrum ("War Room") im Weißen Haus zur Bewältigung der wachsenden politischen und juristischen Herausforderungen plant. Ziel sei es, der nicht abreißenden Serie schädlicher Enthüllungen im Zusammenhang mit Kontakten seines Wahlkampflagers zu Russland aggressiver entgegenzutreten. Eine geplante Großkundgebung in Iowa sagte Trump ab.

Jüngste Hiobsbotschaft für Trump sind Berichte, nach denen Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner im Dezember einen geheimen Kommunikationsdraht zum Kreml vorgeschlagen haben soll. Zudem könnte bereits in den nächsten Tagen der vom US-Präsidenten entlassene FBI-Chef James Comey vor einem Kongress-Ausschuss aussagen. Dabei geht es um die Frage, ob Trump versucht hat, die Untersuchung von Kontakten seines Wahlkampflagers zu Russland zu hintertreiben.

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Heer an Anwälten für Trump
Um der Skandal-Hydra Herr zu werden, soll Trumps Team von Privatanwälten ausgeweitet und sein Kommunikationsteam neu organisiert werden - der "Washington Post" zufolge wahrscheinlich mit einer gestutzten Rolle für den bedrängten Pressesprecher Sean Spicer.

Der Zeitung zufolge denkt Trump auch daran, besonders offensiv auftretende ehemalige Wahlkampfmitarbeiter zurückzurufen. Diskussionen mit ihnen über die Einrichtung eines "War Rooms" - Strategiezentrums in Krisenzeiten - seien im Gange.

Zu den jüngsten Berichten über Kushner schwieg sich das Weißen Haus zunächst aus. Trump startete aber schon gleich am Sonntag Früh - wenige Stunden nach seiner Rückkehr - einen neuen Angriff gegen die Medien.

Er glaube, dass vieles von dem, was angeblich durch undichte Stellen im Weißen Haus an die Öffentlichkeit dringe, fabrizierte Lügen seien, twitterte der Republikaner. Wann immer man die Wörter "Quellen sagen" in den "fake news media" sehe und keine Namen genannt würden, sei es sehr möglich, dass diese Quellen erfunden seien: "Fake News Media sind der Feind!"

Kushner soll nach Angaben der "Washington Post" im Dezember 2016 - also nach der Wahl - bei einem Treffen mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, einen geheimen Kommunikationsdraht zum Kreml vorgeschlagen haben. Die Zeitung berief sich dabei auf nicht namentlich genannte Regierungsbeamte. Quelle sollen mitgeschnittene russische Kommunikationen sein. Kisljak war dem Bericht zufolge über den Vorstoß erstaunt und informierte seine Vorgesetzten. Der "New York Times" vom Samstag zufolge schlug Kushner vor, den geheimen Kanal zur Erörterung von Syrienstrategien und anderen Fragen zu benutzen. Kushner gehörte damals dem Trump-Übergangsteam an.

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USA, Donald Trump

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Dokument erstellt am 2017-05-29 19:29:18



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