Heute früh traf sich der Rallye Tross ca. 1 Stunde entfernt von Montpellier am Lac du Salagou, einem netten See fernab von jeder größeren Stadt. Die Umgebung rundherum glich einer Marslandschaft. Am westlichen Ufer gab es erst einmal Kaffee und landestypische Mehlspeisen zum Frühstück. Nachdem wir unseren Montpellier-Sticker aufs Auto geklebt hatten und unser Tagesziel erfahren hatten, fuhren wir los in Richtung Andorra. Da wir gestern gänzlich alleine unterwegs waren, entscheiden wir uns heute, mit den Schweizern und mit dem anderen österreichischen Team zu fahren.
Die Schweizer mussten gestern aufgrund der defekten Antriebswelle einen 4-stündigen Trip auf sich nehmen, um ein Ersatzteil zu organisieren. Nach erfolgreicher Abholung wurde das Teil in Sestriere eingebaut. Ich bin mir sicher, dass jedes andere Team schon aufgegeben hätte. In unserem Konvoi ist unser alter Mazda das einzige Auto, das noch von selbst anstartet. Alle anderen müssen angeschoben werden oder es ist notwendig, Bremsenreiniger in den Ansaugstutzen zu sprühen, während der Zündschlüssel umgedreht wird.
Wir fuhren durch idyllische, französische Dörfchen und an endlosen Alleen entlang. Das flache Weinbaugebiet, das ab und zu mit kleinen Kanälen durchzogen war, mündete dann doch recht schnell in die ersten Ausläufer der Pyrenäen. Unser nächstes Ziel hieß also Andorra. Bis zur Mittagspause haben wir es bis kurz vor Andorra geschafft. Mitten auf einem Forstweg haben wir und die zwei anderen Teams unser Lager aufgeschlagen, um gemütlich zu grillen. Unser Auto fährt wie am ersten Tag, aber das andere österreichische Team hat Probleme mit einer Zündspule, wodurch die Gasannahme extrem verzögert einsetzte.
Da wir gemeinsam fahren wollten, ging es nur langsam in Richtung Andorra. In Andorra angekommen gingen wir erst einmal Shoppen. Dort kann man zu dieser Jahreszeit auch nichts anderes machen. Nachdem wir steuerfrei Zigaretten und Alkohol gekauft hatten, konnten wir uns auf die Landschaft konzentrieren. Herzige Häuschen mit Natursteinfassaden pflastern die Passstraßen in Richtung Spanien. An der Grenze wird jedes Auto kontrolliert. Das dauert natürlich und kostet viel Zeit, aber danach geht es zügig durch Spanien. Bis die Dunkelheit eingebrochen ist. Mit ihr kam auch noch extrem dichter Nebel auf.
Da wir endlich ins Bett wollten nach dieser mühsamen Etappe, waren wir ziemlich schnell unterwegs, als plötzlich wie aus dem nichts auf der Straße eine Herde Wildpferde auftauchte. Knapp aber doch konnten wir noch bremsen. Nach dem kleinen Schock waren wir auf dem letzten Stück bis nach Vielha ziemlich vorsichtig unterwegs. Gott sei Dank fanden wir sofort ein Hotel, das noch ein Zimmer frei hatte, leider aber ohne Internet - verzeiht uns bitte, dass deswegen der Tagesbericht mit einem Tag Verspätung kommt...
Gute Nacht
Lg
Euer Rallye Team Austria
Eines vorweg! WIR HABEN ES GESCHAFFT! Wir sind erfolgreich im wunderschönen Barcelona angekommen. Aber einfach war diese Etappe nicht zu bewältigen...weiter
Heute Morgen zeigte sich Spanien von seiner schlechtesten Seite. Es regnete wie aus Kübeln, wodurch der Treffpunkt zur Übergabe der Routenvorschläge...weiter