Cornelius Obonya will kein Jedermann mehr sein. - © APAweb, BARBARA GINDL

Salzburger Festspiele

Zum letzten Mal den Jedermann

  • Cornelius Obonya gibt die Traditionsrolle mit Ende der Festspiele nach vier Spielzeiten ab.

Salzburg/Wien. Cornelius Obonya hat genug vom "Jedermann": Nach vier Spielzeiten in der Titelpartie des Hofmannsthal-Klassikers wird der 47-Jährige seine Rolle zurücklegen. "Das ist meine letzte Saison", unterstrich der Schauspieler in einem Pressegespräch in Salzburg. Das Traditionsstück hatte am Samstagabend seine heurige Premiere - wegen Regens... weiter




Klare Sicht auf Probleme, fordert Konrad Paul Liessmann ein. - © Robert Newald

Interview

"Kunst lässt Unerträgliches genießen"31

  • Philosoph Konrad Paul Liessmann hält nächste Woche die Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele. Ein Gespräch.

"Wiener Zeitung": In Großbritannien siegen die Brexit-Befürworter, in den USA könnte Donald Trump bald Präsident sein, und in Österreich hat der FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat bei der Wahlwiederholung Chancen. Schlägt in schwierigen Zeiten die Stunde der Welterklärer? Beobachten wir einen Siegeszug des Rechtspopulismus... weiter




Muss sich bis Herbst entscheiden, ob sie auch nach 2017 Präsidentin der Salzburger Festspiele bleiben will: Helga Rabl-Stadler. - © Salzburger Festspiele, Luigi Caputo

Salzburger Festspiele

"Ein Epizentrum des Besonderen"2

  • Helga Rabl-Stadler startet in ihre 22. Saison als Präsidentin der Salzburger Festspiele - Resümee und Ausblick.

Salzburg. Vorzeitig scheidende Intendanten, interimistische Lösungen, Chefs mit Zweitjobs: Die vergangenen Jahre waren recht unstet für die Salzburger Festspiele. Die Konstante dabei hieß Helga Rabl-Stadler, Festspiel-Präsidentin seit 1995. Ein Gespräch über 22 Jahre Salzburg, Luxusprobleme, finanzielle Herausforderungen und den doppelten Neustart... weiter




Starker Tobak statt Wohlfühlpremiere: Regisseur Peter Konwitschny klagt in "Die Eroberung von Mexico" eine materialistische Gesellschaft an - und damit auch das Festspielpublikum. - © apa/Barbara Gindl

Festspiel-Bilanz 2015

Kreative Krisenbewirtschaftung1

  • Wie waren sie, die Salzburger Festspiele? In der Königskategorie Oper jedenfalls ein Erlebnis - trotz schwieriger Verhältnisse.

"Jedes Ding hat seine Zeit", singt die Marschallin im "Rosenkavalier". Der Opernhit von Richard Strauss darf freilich als Ausnahme von der Regel gelten. Die Komödie über ein Alt-Wien, das es so nie gab, wird selber nie alt, und sie demonstriert diese Unverwüstlichkeit regelmäßig bei den Salzburger Festspielen... weiter




Nachlese 2015

Suizid beim Hornsignal

  • Giuseppe Verdis "Ernani" konzertant bei den Salzburger Festspielen.

Im Wettbewerb ums verquerste Libretto der Operngeschichte mischt Verdis "Ernani" ganz vorne mit. Donna Elvira liebt den "Banditen" (in Wirklichkeit: vom aragonesischen König Carlo um die Kronprinzen-Stellung gebrachten) Ernani und muss sich gegen zwei Lover (den König und den Adeligen Silva) erwehren... weiter




Noblesse: Krassimira Stoyanova als Feldmarschallin (rechts), auch heuer umworben von Sophie Koch als Octavian. - © apa/Barbara Gindl

Nachlese 2015

Zarte Triebe10

  • Der Salzburger "Rosenkavalier" ist zurück - und vor allem gesanglich ein Ereignis.

(irr) Mitunter darf man auch einmal einen Tenor ignorieren. Der Schönklangprotz im morgendlichen Salon der Frau Marschallin hat nämlich interessante Konkurrenz bekommt. Sieh an: Am Katzentisch drängt der Herr Ochs auf Lerchenau einem Notar ein Papier auf, der wehrt sich, der Grobian aber insistiert, bis der Doktor den Wisch in Augenschein nimmt... weiter




Ein Triumph: HK Gruber dirigierte die "Dreigroschenoper" mit Max Raabe (l.). - © Salzburger Festspiele/Borrelli

Nachlese 2015

So jung ist Weills Musik

  • Eine Wiedergutmachung: "Die Dreigroschenoper", originalgetreu in Salzburg.

Der Vergleich macht sicher: wenn schon "Dreigroschenoper", dann mit der Musik von Kurt Weill. Und zwar so und nicht anders gespielt wie am Samstag in der Felsenreitschule vom Ensemble Modern unter HK Gruber. Die Salzburger Festspiele hatten ja - eine große Ausnahme - von der pingelig über die Originalgestalt der Musik wachenden Weill-Foundation die... weiter




Nachlese 2015

Ein Prachttenor und eine leidende Charlotte4

Bei den Salzburger Festspielen ergänzt Jules Massenets "Werther", mit dem Libretto nach Goethes "Die Leiden des jungen Werther", das durchwachsene Opernprogramm. Piotr Beczała interpretiert die Titelpartie, für die er vom Publikum am Samstagabend gefeiert wurde. Er stattet den poetischen Schwärmer mit frei strömendem... weiter




Bunte Mord- und Mori-Taten: Michael Rotschopf (Mitte) als Macheath. - © apa/Barbara Gindl

Nachlese 2015

Bilder verniedlicht, Musik weichgespült6

  • Bert Brechts "Dreigroschenoper" in falscher Façon bei den Salzburger Festspielen in der Felsenreitschule.

Der landläufige Jammer über zu viel "Regietheater" klagt originalgetreue Harmonien und wohltemperierte Weltsichten ein, die unter Dekonstruktionshämmern bersten. Was aber, wenn schon das Original den schönen Schein zerstören will, welcher den Klassenkampf wegblendet, und wenn der Dichter Brecht (in "Trommeln in der Nacht"... weiter




Pathos auf der Polsterbank:Anna Netrebko und Francesco Meli. apa/Neumayr/MMV

Nachlese 2015

Ein Sängerfest samt und sonders3

  • Wiederaufnahme des "Trovatore" in Salzburg mit Anna Netrebko und Francesco Meli.

"Und ich lebe noch!" - Ein Freudenschrei ist es wahrlich nicht, den der Graf Luna am Ende von "Il trovatore" loslässt. Seinen Feind hat er eben ermorden lassen - und danach erfahren, dass es sein Bruder war; seine Angebetete hat sich gleichzeitig vergiftet. Und dann ist da noch die Zigeunerin Azucena: Die verhöhnt den Unglücksraben nach Kräften... weiter




Mit Leidensdruck und Spitzennoten: Jonas Kaufmann und Adrianne Pieczonka. - © Reuters

Nachlese 2015

Florestan will in die Grube10

  • Der neue Salzburger "Fidelio": musikalisch fruchtbar, szenisch eine Möglichkeit.

Jonas Kaufmann! Salzburg verzehrt sich nach ihm. Längst sind alle "Fidelio"-Aufführungen ausverkauft; die "Suche Karte"-Zettel wachelten am Dienstag vergebens vor der Premiere. Kaufmaniacs wissen: Im nächsten Sommer wird ihr Idol hier schmerzlich fehlen. Umso sehnlicher will man den bärtigen Beau heuer sehen... weiter




Star des neuen "Fidelio" der Salzburger Festspiele: Jonas Kaufmann als Florestan (im Bild mit Adrianne Pieczonka als Leonore).  - © APAweb / REUTERS, Leonhard Foeger

Nachlese 2015

Im Seelenkerker5

  • Pausenkritik: Erste Eindrücke von Claus Guths Neuproduktion von Beethovens "Fidelio".

Die Verfechter der sogenannten "Werktreue" wird es entsetzen: Sogar Beethoven hat sich nicht viel aus der haargenauen Umsetzung seines "Fidelios" gemacht - jedenfalls nicht, was die Dialoge betraf. Anlässlich einer Prager Aufführung beschied der Komponisten-Titan brieflich: "Macht mit dem Text, was ihr wollt... weiter




Rüdiger Safranski hält am Sonntag die Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele. - © Foto: Peter-Andreas Hassiepen

Interview

"Hochkultur unter Kulturschutz stellen!"9

  • Rüdiger Safranski über Barock, die "Kränkung der Zeit" und das Überdurchschnittliche als Ärgernis.

"Wiener Zeitung": Herr Safranski, Sie sind in einem protestantischen Milieu aufgewachsen, wollten ursprünglich sogar die Luther-Theologie studieren. Wie geht es Ihnen da in Salzburg mit den üppigen Barockkirchen? Rüdiger Safranski: Gerade wegen des Gegensatzes liebe ich das Barock. Gegenüber dem kargen Protestantismus ist es die schönere... weiter




Nachlese 2014

Salzburger Festspiele schließen mit einem Plus

Salzburg. Die Salzburger Festspiele erweisen sich auch heuer als wirtschaftlich erfolgreich. Wie das Direktorium am Donnerstag bekanntgab, waren die 266 Vorstellungen zu 93 Prozent ausgelastet. Bis zu seinem Ende am letzten Augusttag wird das Festival von rund 271.000 Besuchern frequentiert worden sein... weiter




"Der Rosenkavalier", inszeniert an einer Zeitenwende - den Festspielen steht eine bevor. - © apa/Barbara Gindl

Nachlese 2014

Ausklang in Harmonie3

  • Alexander Pereira verlässt die Salzburger Festspiele nach einem respektablen Sommer - Eine Analyse

Jahr für Jahr, wenn die Salzburger Festspiele auslaufen, spitzen Kulturkritiker ihre Feder zur finalen Pflichtübung. Dann gilt es, ein bündiges Urteil über rund sechs Wochen Kulturaufkommen zu verkünden. Es ist dies ein Ritual, das auch einmal hinterfragt werden darf. Führt das Maßnehmen an einem solchen Programm-Massiv nicht zwangsläufig zu... weiter




Konzertkritik

Ein echtes großes Klavierkonzert für die Festspiele2

Zum Doyen reicht’s altersmäßig noch nicht, aber Wolfgang Rihm ist in jedem Fall eine Instanz im Komponieren unserer Tage. Man weiß, wo man ihn verlässlich antrifft: Er ist ja nicht nur Urlaubsgast im Austragshäusl der Postmoderne, sondern hat es zum festen Wohnsitz gewählt. Ein Festival (die Salzburger Festspiele) und zwei Orchester (das... weiter




Große Gesten vor Alten Meistern: Anna Netrebko und Plácido Domingo in Salzburg. - © apa/Barbara Gindl

Nachlese 2014

Lange Nacht des Opernmuseums

  • Der gehypte Salzburger "Trovatore" hält nur in einem Punkt Wort: Anna Netrebko singt grandios.

Natürlich ist es nicht einfach. Wie soll man eine Oper inszenieren, deren Schauerromantik an ein Groschenheft erinnert? In der eine Zigeunerin ein Kind umbringen will, aber in ihrem Blutrausch - ups! - das eigene verbrennt? Keine Frage: Der "Trovatore" ist ein Problemfall. Genau genommen ist er es aber erst durch seine Partitur: Weil Giuseppe Verdi... weiter




Armageddon in Kleinkunst: Christoph Krutzler, Sven Dolinski, Peter Mati und Laurence Rupp spannen in Karl Kraus "Die letzten Tage der Menschheit" einen Bogen bis zum Zweiten Weltkrieg. - © Georg Soulek

Nachlese 2014

Des Kaisers altes Kleid8

  • "Die letzten Tage der Menschheit" in Salzburg als Koproduktion mit dem Burgtheater.

Historischer Phantomschmerz vier Stunden lang. Österreich hat 100 Jahre nach dem Beginn des Weltkriegs sein widerständigstes Nationaldrama endlich auf seine Staatsbühne gestemmt. Die Premiere bei den Salzburger Festspielen im Landestheater adelte der Herr Bundespräsident durch seine Anwesenheit. Ab September sind die "Letzten Tage der Menschheit"... weiter




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Titelbild einer NS-Propagandabroschüre zum Einsatz ausländischer Zwangsarbeiter in Deutschland, 1943.