Riccardo Chailly im Kreis seiner Musiker. - © Salzburger Festspiele/Borrelli

Konzertkritik

Drei Italiener in Paris

  • Die Filarmonica della Scala bei den Salzburger Festspielen.

Die Filarmonica della Scala di Milano startete gemeinsam mit ihrem Chefdirigenten Riccardo Chailly am Montag in Salzburg ihre Europatournee mit Werken dreier italienischer Komponisten, die mit ihren in Paris entstandenen Werken die Geschichte der Pariser Opéra geprägt haben. Im ersten Konzertteil erklangen die einzigen beiden symphonischen Werke... weiter




Konzert-Kritik

Es sind auch schon Hausherren gestorben3

Es braucht schon grandiose Verrenkungen des Programmheft-Schreibers, um irgendetwas Verbindendes zwischen Mozart (Klavierkonzert Es-Dur KV 482) und Bruckner (Sechste Symphonie) zu destillieren. Wie kommt man nur von Es-Dur nach A-Dur? Das Problem beim "Philharmonischen" am Wochenende bei den Salzburger Festspielen war... weiter




Cecilia Bartoli als reife Maria. - © Salzburger Festspiele/S. Lelli

Musical-Kritik

Marias Rückblicke5

  • Salzburger Festspiele: Publikum feiert "West Side Story".

Um die moderne Romeo-und-Julia-Adaptierung - nach Jerome Robbins’ Idee von Arthur Laurents, Stephen Sondheim mit der Musik von Leonard Bernstein - hatte Cecilia Bartoli an Pfingsten ein durchdachtes, abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Die Produktion wurde ins Sommerprogramm übernommen und entpuppte sich von Anfang an neben der... weiter




Konzertkritik

Samt und Halbseide

  • Das Cleveland Orchestra in Salzburg.

Halb im Scherz sagte Richard Strauss einmal, er könne auch ein Krügerl Bier in Töne setzen. Das hat er glücklicherweise nicht gemacht. Dafür hat Strauss das Familienglück komponiert - und das war wohl auch keine echte Herausforderung für ihn. Der Schaum in der "Sinfonia domestica" steht ungefähr gleich hoch wie im Bierglas... weiter




Die künstlerische Bilanz der Salzburger Festspiele 2016 ist eher problematisch. - © Sbg. Festspiele/Luigi Caputo

Salzburger Festspiele

Nur wenig edle Tropfen1

  • Durchwachsen kann man den Salzburger Festspieljahrgang 2016 kaum nennen. Eher nur schwach.

Salzburg. Zugegeben: Die Umstände, unter denen die diesjährigen Salzburger Festspiele zustande gekommen sind, waren nicht gewöhnlich. Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und Schauspiel-Chef Sven-Eric Bechtolf zeichnen nach dem Vorjahr auch für den Sommer 2016 verantwortlich. Letzterer auch als künstlerischer Gesamtplaner... weiter




Konzertkritik

Stupendes Kopftheater

  • Pianist Arcadi Volodos bei den Salzburger Festspielen.

Es kann ja gar keinen Programmhefttext geben zu Schumanns Klaviermusik, ohne dass die Dichternamen E. T. A. Hoffmann oder Jean Paul fielen. Aber: Lassen sich die literarischen Wahlverwandtschaften von Robert Schumann auch hörend greifen? Keine Frage: Arcadi Volodos bringt seine Hörer ohne Umschweife auf die richtigen literarischen Fährten... weiter




- © Salzburger Festspiele/Ruth Walz

Opernkritik

Vergnügen in Serie

  • Heiter, aber musikalisch mittelprächtig: "Le nozze di Figaro" in Salzburg.

Und dann blamiert er sich wieder, der Herr Musiklehrer. Im Rausch der Gefühle hat er ein Poststück völlig verkannt. Leider: Der anonyme Liebesbrief im Dienstbotenzimmer war keine Einladung des schönen Cherubino an ihn. Was Basilio schmerzhaft spät einleuchtet. Davor fasst er sich ein Herz, springt den hübschen Jüngling an - und rutscht an ihm... weiter




Opernkritik

Plácido Domingo macht die Kurtisane zur Nonne6

Plácido Domingo, der alte Fuchs, weiß, wie er sich einschätzen kann und was er sich (noch) zutrauen darf. Die Rolle des Eremiten Athanaël in Massenets "Thaïs" gehört dazu, obwohl sie für den Sänger kaum eine Minute zum Durchschnaufen bereit hält. Immer steht Athanaël in der ersten Reihe, ist er damit beschäftigt, Thaïs... weiter




Konzertkritik

Was der Narr so alles singt

Roger Quilter (1877-1953) und Gerald Finzi (1901-1956) hat das Urteil der Geschichte erbarmungslos getroffen: kein Stellenwert in der Musikhistorie! Aber in Sachen Shakespeare-Vertonungen lässt sich bei beiden Lohnendes aufspüren. Thomas Hampson baut in seine Liedprogramme ja gerne Komponisten des englischen Sprachraums ein... weiter




Die Salzburger Festspiele versuchten die Auferweckung von "Der Ignorant und der Wahnsinnige" (v.l.n.r): Barbara de Koy, Sven-Eric Bechtolf, Annett Renneberg, Christian Grashof. - © Ruth Walz/Festspiele

Salzburger Festspiele

Mit Lichtzauber in die Finsternis7

  • Wieder bei den Salzburger Festspielen: "Der Ignorant und der Wahnsinnige" von Thomas Bernhard.

Nur acht Seiten stark das Programmheft 1972 zu "Der Ignorant und der Wahnsinnige". Die Eintrittskarte steckt noch drinnen. 200 Schilling, indextreu umgerechnet 57,60 Euro, für den denkbar exklusivsten Kunstgenuss! Denn nach der Premiere untersagten Thomas Bernhard und Claus Peymann jede weitere Darbietung von "Der Ignorant und der Wahnsinnige"... weiter




Salzburger Festspiele

Vom Barock und anderen heilen Welten

Es gab eine Zeit, da war Richard Strauss vorne dran. Ziemlich weit vorne sogar dann, wenn es galt, zurückzuschauen. Davon zeugt die Orchestersuite "Der Bürger als Edelmann", die Riccardo Muti und Wiener Philharmoniker vor Bruckners "Zweiter" an diesem Wochenende in Salzburg hören ließen. Die Rückschau in bessere Zeiten lag um 1920 in der Luft (von... weiter




Stauraum der Ideen: Piotr Becza a (links oben) in einem bilderprallen, dennoch langwierigen "Faust" in Salzburg. - © apa/Barbara Gindl

Opernkritik

Des Plunders Kern1

  • Letzte Opernpremiere in Salzburg: Gounods "Faust" als rätselhafte Dekor-Orgie - mit einem überragenden Piotr Beczała.

"Und wofür standen jetzt die Kugeln?" - "Für den Tod." - "Hm. Wahrscheinlich." Gespräche wie dieses waren am späten Mittwochabend keine Seltenheit. Im Großen Festspielhaus war soeben die Premiere von Gounods "Faust" zu Ende gegangen, und diese letzte Neuproduktion des Salzburger Opernsommers bescherte dem Publikum en masse rätselhafte Schauwerte... weiter




Meint es gut mit den Musikern und dem Publikum: Barenboim, im Kreise des West-Eastern Divan Orchestra. - © Salzburger Festspiele/Borrelli

Konzertkritik

Ein besserer Mensch werden mit Mozart und Wagner

  • Dirigent Daniel Barenboim gastierte zwei Tage mit dem West-Eastern Divan Orchestra in Salzburg.

Ob jemand, der Mozart spielt, wirklich gescheiter wird, darüber streiten die Wissenschafter: Viele halten den sogenannten "Mozart-Effekt" ja für eine aufgelegte Scharlatanerie. Aber dass man ein besserer, ein viel besserer Mensch sogar wird - das wenigstens sollte außer Zweifel stehen. Also hat Daniel Barenboim, der Philanthrop aus Leidenschaft... weiter




Konzert

Für die Erhellung sorgt er allein

Ob die Festspiele das, was sie sich bei einem Sokolov-Konzert an Beleuchtung sparen, direkt aufs Gagenkonto des Pianisten überweisen? Das auf Kerzenlicht-Schummrigkeit zurückgeschraubte Ambiente gehört zu den Ritualen der Abende mit Grigory Sokolov. Für Erhellung sorgt allein er. Bei Sokolov werden im Großen Festspielhaus seitlich weitere... weiter




Konzert

Pomp in Tönen

  • RSO Wien mit Skrjabin und Rachmaninow in Salzburg

Es gibt Werke, die man so oft gehört hat, dass sie einem zum Halse raus hängen. Das Zweite Klavierkonzert von Rachmaninow steht ganz weit oben auf dieser Liste. Andere tun eben das schon beim ersten Hören, ja noch bevor der Schlusssatz erreicht ist. Dazu gehört Alexander Skrjabins Symphonie Nr. 2 in c-Moll... weiter




Konzert

Sternstunde des Wissens um einander

  • Salzburger Festspiel: Zubin Mehta und die Wiener Philharmoniker.

"Mit 25 Jahren hatte er bereits die Wiener und die Berliner Philharmoniker sowie das Israel Philharmonic Orchestra dirigiert." Das schreibt sich so einfach hin in der Biografie. Zubin Mehta ist mittlerweile 80 - eine Zeitspanne, für die das Wort Geschichte wohl angebracht ist. Ein nettes Apercu dazu lieferte Präsidentin Helga Rabl-Stadler... weiter




Ildebrando D‘Arcangelo und Carmela Remigio. - © apa/Gindl

Salzburger Festspiele

Von Menschen und Koffern2

  • Wiederaufnahme des Salzburger "Don Giovanni" - szenisch mäßig, doch hinreißend dirigiert.

Spät, aber doch kommt nun Leben in das hölzerne Einheitsbühnenbild. 2014 hatte Regisseur Sven-Eric Bechtolf im Haus für Mozart einen Don Giovanni vorgestellt, der in einem Mittelding aus Hotel und Bordell weibert. Zwar hat Bechtolf, noch heuer Übergangs-Intendant in Salzburg, diese mäßige Kreativleistung für die aktuellen Festspiele nicht... weiter




Salzburger Festspiele

Hüpfen, springen, totentanzen

Lamentiert wird in der Barockmusik nicht wenig: zum Beispiel aus Liebeskummer. Aber wenn’s ans Sterben ging, gab man sich fröhlich - in der Gewissheit auf eine bessere Welt. Am Mittwoch lamentierte und frohlockte bei den Salzburger Festspielen Countertenor Bejun Mehta bei einem Kantaten-Programm... weiter




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