Salzburger Festspiele

"Overkill": Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden. - © apa

Salzburger Festspiele

Overkill oder Zufriedenheit?

Salzburg. (pat) Die Salzburger Festspiele sind soeben zu Ende gegangen. Das Direktorium vermeldete eine Rekordsaison mit 290.000 Besuchern an 14 Spielorten und 93 Prozent Gesamtauslastung. Für Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) ist damit bereits das Limit überschritten. Jüngst sprach er von einem "Overkill" und einer "Ermüdung der... weiter




"Wir haben vieles richtig gemacht": Intendant Alexander Pereira und Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler bei der Abschluss-Pressekonferenz der diesjährigen Salzburger Festspiele. - © apa/Neumayr/MMV

Salzburger Festspiele

Rekordverdächtig

  • Trotz Rekordumsätzen ist offen, ob Budgetrahmen eingehalten werden kann.

Salzburg. Folgt man Verdis Diktum, wonach der Kassenreport der einzig wahre Gradmesser für Erfolg sei, weil es dabei nicht um Meinung, sondern um Tatsachen gehe, dann gehen die diesjährigen Salzburger Festspiele tatsächlich als ziemlich erfolgreich durch. Bei der Abschluss-Pressekonferenz hat das Direktorium erste Zahlen bekanntgegeben: 286... weiter




Simon Rattle nahm sich der Zwischentöne an. - © epa/del Real

Salzburger Festspiele

Von den kleinen und großen Lebenstragödien7

Nach und nach sind sie heuer mehr geworden in Salzburg, die Berliner Philharmoniker: Am Beginn stand der Auftritt eines kammermusikalischen Stoßtrupps, des Scharoun Ensembles. Die Salzburg Foundation hatte an zwölf Gegenwartskomponisten (darunter Olga Neuwirth) Kompositionsaufträge vergeben. Jedes Werk stand in Zusammenhang mit jeweils einem der... weiter




Riesige Kulisse, wenig Opern-Feeling: Javier Camarena als Belmonte und Desiree Rancatore in der Rolle der Konstanze. - © apa/B. Gindl

Entführung aus dem Serail

TV-Event oder große Oper?13

  • Die "Entführung aus dem Serail" im Salzburger Hangar-7

Macht ein populärer Energydrink-Erzeuger, Flugzeugnarr, Formel-1-Betreiber, Mediensammler - sprich Traumverwirklicher - jetzt also in Oper. Und zwar in Fernsehoper. Was für eine Festspieldemokratie. Schatzi, bringst du bitte noch das Popcorn mit? Des umherstreifenden Kritikers Traum ward wahr: Homeoffice endlich auch für Opernrezensenten... weiter




Salzburger Festspiele

Wo Musik klingende Brücken baut1

Das West Eastern Divan Orchestra bestehend aus jungen Musikern aus Israel und den arabischen Ländern gehört zu den regelmäßigen Gästen der Salzburger Festspiele. Ein Konzert von Musikern, deren Heimatländer sich ansonsten nicht immer friedlich gesonnen sind, ist immer ein politisches Manifest, besonders heuer mit einem klug zusammengestellten... weiter




Salzburger Festspiele

Ein gutes Tier ist dieser Roboter

Zuletzt haben die Salzburger Festspiele den Nouveau cirque entdeckt. Aurélien Bory heißt der französische Illusions-Theatermacher, "Compagnie 111" sein Unternehmen. Was sie mit "Sans Objet" wollen: Sie erzählen davon, dass eine High-Tech-Maschine einerseits viel Faszination auf Menschen ausübt, andrerseits zur Gefahr werden kann... weiter




An Meistersingern - hier ein Bild aus Richard Wagners Oper - herrschte in Salzburg heuer erneut kein Mangel. Nicht jedem Projekt mit ihnen war freilich Erfolg beschieden. - © apa/Barbara Gindl

Musik

Goldkehlen und Streithähne1

  • Der Salzburger Sommer bescherte vor allem: enorm viel Musik. Und Zank.

Salzburg. Wer von den Salzburger Festspielen nur aus der Ferne hört, könnte womöglich auf eine merkwürdige Idee kommen. Auf die Idee nämlich, dass es sich bei diesem Edelfestival in Wahrheit eher um eine Catcher-Bühne für verbale Raufbolde handelt. Der Finanz-Fight zwischen Alexander Pereira und dem Kuratorium ist vorbei? (Der expansionsfreudige... weiter




Salzburger Festspiele

Die Format-Frage des Salzburger Festspiel-Theaters

(hai) Was wäre, wenn . . ? Wenn Matthias Hartmann Nestroys "Lumpazivagabundus" im Schnörkelstilrahmen des Landestheaters zeigen hätte dürfen - und Michael Thalheimer Schillers Schlachtenszenen im riesigen Salzstadel von Hallein? Dort wäre es nicht nötig gewesen, "Die Jungfrau von Orleans" auf solitäres Steh- und Sprechtheater einzudünnen... weiter




Emotionale Durststrecken im Treibhaus: Gerald Finley im Zentrum als schallmächtiger Don Alfonso. - © Michael Pöhn

Salzburger Festspiele

Sternstunde der Belanglosigkeit5

  • "Così fan tutte" als denkbar öder Ausgangspunkt für einen neuen Da-Ponte-Zyklus.

Am Mittwochabend, während der Premiere von "Così fan tutte", trug sich Folgendes von Bedeutung in Salzburg zu: In der Hofstallgasse wurde während der Pause demonstriert. Musiker des SWR Sinfonieorchesters protestierten gegen die geplante Zusammenlegung ihres Klangkörpers mit dem Radiosinfonieorchester Stuttgart... weiter




Salzburger Festspiele

Kulman droht Pereira mit Klage in Fairness-Streit

Eine Auseinandersetzung zwischen Salzburgs Festspielintendant Alexander Pereira und Sängerin Elisabeth Kulman droht nun zu eskalieren. Die Sängerin stellt rechtliche Schritte wegen Rufschädigung in den Raum, nachdem Pereira gesagt hatte, die Mezzosopranistin verdiene bei den Festspielen 1000 bis 1500 Euro mehr als bei anderen Auftritten... weiter




Gewinnerprojekt des Young Directors Project 2013: "Romeo und Julia". - © Wolfgang Kirchner

Der irakisch-belgische Regisseur Mokhallad Rasem gewinnt den Young Directors Award in Salzburg

Wovor Shakespeare sich drückte

  • Vier ungleiche Produktionen eines etwas beliebigen Theater-Jahrganges.

"Entleinwandisierung", was für ein schönes Wort! Ob wir es den Deutsch-Übertitlern verdanken oder ob es sich auf Tschechisch auch so geschraubt anhört? Eine junge Dame sagt’s, gleich in einer der ersten Szenen. Sie nörgelt kurz darüber, dass sich viele Theatergruppen heutzutage nicht an ihnen gemäßen Stücken abarbeiten... weiter




Salzburger Festspiele

Die lange, aber lohnende Rückkehr des Tobias1

"Lesen Sie nichts über das Werk. Es ist alles falsch," schickte Nikolaus Harnoncourt dem Konzert in der Felsenreitschule voraus. "Da müssen Sie sich versenken, einlassen. Das ist nicht leicht zu hören. Aber wenn Sie es hören, spüren Sie auch etwas." Der Dirigent sollte recht behalten was Haydns frühes Oratorium "Il ritorno di Tobia" betrifft: Seine... weiter




Cecilia Bartoli (r.) und Rebeca Olvera begeistern bei der Neuauflage der Bellini-Oper. - © Hans Jörg Michel

Cecilia Bartoli

Feurige Direktorin2

Die Flöte hat an ihrem Solo im "Casta Diva" seit Pfingsten ordentlich geübt. Auch sonst ist jetzt im Orchester La scintilla, der Originalklang-Crew von der Zürcher Oper, vieles intakt, was bei der Premiere von Bellinis "Norma" bei den Salzburger Pfingstfestspielen noch etwas disparat wirkte. An so manches hat man sich ja erst gewöhnen müssen: vor... weiter




"Schneewittchen" gar nicht märchenhaft: Pauline Acquart und Marion Suzanne im stummen Spiel. - © La Nouvelle Compagnie

Theaterkritik

Das Pferd war cool

Armes "Schneewittchen"! Die Salzburger Festspielmacher haben Dich abgeräumt wie einen Christbaum im Februar. Kein gesprochenes Wort ist Dir geblieben, obwohl Du und Deinesgleichen, nämlich die Märchen, die heiligen Urformen mündlicher Geschichtenüberlieferung seid. Und arm gemacht auch das Publikum im Alter von sechs plus, Ihr locker gedirndelte... weiter




Alexander Pereira

Rabl-Stadlers Warnung für Pereira nur "Unkenrufe"2

Salzburg. Für den Intendanten der Salzburger Festspiele ist alles in Ordnung - außer, dass er meint, Krötenlaute zu hören. Die Einschätzung der Festspielpräsidentin und kaufmännischen Geschäftsführerin Helga Rabl-Stadler, die Festspiele könnten mit einem Defizit zu Ende gehen, bezeichnet Alexander Pereira nämlich galant als "Unkenrufe"... weiter




Jonas Kaufmann und Anja Harteros. - © APAweb/EPA/NEUMAYR

Premiere

Wo Pinien noch Pinien sind

"Don Carlo" ist eigentlich eine Oper über Männerfreundschaft. Natürlich auch über die Liebe. Wie es sich für eine tragische Oper gehört über die unerfüllte. Über die Unmöglichkeit der Liebe zwischen den Geschlechtern und zwischen Vater und Sohn. Und eine Oper über die Tragödie, die daraus für ganze Nationen erwächst... weiter




Jonas Kaufmann und Anja Harteros. - © Monika Rittershaus

Musikkritik

Große Stimmen, große Gesten bei Don Carlo2

Der Salzburger "Don Carlo" hält, was er verspricht. Mit allen Vor- und Nachteilen. Regiealtmeister Peter Stein inszeniert Giuseppe Verdi im Jubiläumsjahr traditionell als Kostümdrama mit großer Geste, viel Handwerkskunst, aber ohne Überraschungen - sofern sich das in der zweiten Pause der Premiere im Großen Festspielhaus beurteilen ließ... weiter




Musikkritik

Mit heller Klarsicht

Es ist eigentlich ein reines Bravourstückerl. Und es überraschte auf dem Programm des Radio Symphonieorchesters Wien. Doch Orchesterchef Cornelius Meister zeigte in der Salzburger Felsenreitschule, dass Smetanas Ouvertüre zur Oper "Die verkaufte Braut" weit mehr als das ist. Zumindest in Händen des richtigen Orchesters: ein fein gewobenes Stück... weiter




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Schutzbundstellung auf der Ennsleite.

"Der Heldenkanzler" von Benjamin Swiczinsky. Seit 1890 betrachtete die Arbeiterschaft den Maiaufmarsch als ihr Recht.



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