Salzburger Festspiele

Festspiele

Salzburger Festspiele schließen mit einem Plus

Salzburg. Die Salzburger Festspiele erweisen sich auch heuer als wirtschaftlich erfolgreich. Wie das Direktorium am Donnerstag bekanntgab, waren die 266 Vorstellungen zu 93 Prozent ausgelastet. Bis zu seinem Ende am letzten Augusttag wird das Festival von rund 271.000 Besuchern frequentiert worden sein... weiter




"Der Rosenkavalier",  inszeniert an einer Zeitenwende - den Festspielen steht eine bevor. - © apa/Barbara Gindl

Analyse

Ausklang in Harmonie3

  • Alexander Pereira verlässt die Salzburger Festspiele nach einem respektablen Sommer.

Jahr für Jahr, wenn die Salzburger Festspiele auslaufen, spitzen Kulturkritiker ihre Feder zur finalen Pflichtübung. Dann gilt es, ein bündiges Urteil über rund sechs Wochen Kulturaufkommen zu verkünden. Es ist dies ein Ritual, das auch einmal hinterfragt werden darf. Führt das Maßnehmen an einem solchen Programm-Massiv nicht zwangsläufig zu... weiter




Konzertkritik

Ein echtes großes Klavierkonzert für die Festspiele2

Zum Doyen reicht’s altersmäßig noch nicht, aber Wolfgang Rihm ist in jedem Fall eine Instanz im Komponieren unserer Tage. Man weiß, wo man ihn verlässlich antrifft: Er ist ja nicht nur Urlaubsgast im Austragshäusl der Postmoderne, sondern hat es zum festen Wohnsitz gewählt. Ein Festival (die Salzburger Festspiele) und zwei Orchester (das Gustav... weiter




Festspiel-Bilanz

Salzburgs Schauspiel: Falsch verteilte Gefechtsfelder

Schauspielsommer unter dem Titelbalken Erster Weltkrieg. Doch die Gefechtsfelder - im US-Militär heißen sie "theater" - waren falsch verteilt. In der Riesenhalle in Hallein machte sich "Forbidden Zone" als fotorealistischer Dekorationsrausch breit. Dabei wären die rührenden Versuche von Frauen, sich in Europa und Amerika der Kriegsfurie Giftgas... weiter




Konzertkritik

Ein Vormittag zum Strauss-Schwelgen

  • Die Wiener Philharmoniker unter Gustavo Dudamel in Salzburg.

Alle vier Sätze von René Staars üppigem Orchesterstück "Time Recycling" haben irgendwie mit der Zeit zu tun: Der erste sogar mit der Ur-Zeit, nein noch früher: mit der Entstehung des Weltalls. Solches machte sich gestisch kräftig zwischen Tondichtungen von Richard Strauss in den beiden Wochenend-Matineen der Wiener Philharmoniker unter Gustavo... weiter




Konzertkritik

Der Mezzo-Engel ist leider Mätresse des Königs1

(kriech) Es gehört zum guten Ton, am "Troubadour" wegen des wenig stringenten Librettos herumzumäkeln. Was tut man dann mit Gaetano Donizettis "La Favorite"? Sie zählt zum absolut Dümmlichsten, was im 19. Jahrhundert auf die Opernbühne gekommen ist. Doch wer denkt an so etwas, wenn Elina Garanča und Juan Diego Flórez für die beiden Hauptrollen... weiter




Tragbar, aber schwer erträglich: der Mini-Golem. - © apa/Barbara Gindl

Theaterkritik

Updates für Golem

  • Theatermacherin Suzanne Andrade bei den Salzburger Festspielen.

Falls dem Besucher die Stimme des Golem bekannt vorkommt, liegt er richtig: Ben Whitehead, der dem leicht gebückt trottenden Lehmmännchen seine Stimme leiht, war auch Synchronsprecher bei Ardman Animations, nämlich als Wallace: "No cheese, Gromit?" Die englische Theatermacherin Suzanne Andrade und der Trickfilmer und Animations-Spezialist Paul... weiter




Konzertkritik

Ein Drittel Liebesrausch4

  • Daniel Barenboim mit einem gestutzten "Tristan" in Salzburg.

Einen so warmen Empfang sieht man selten: Als das West-Eastern Divan Orchestra am Donnerstag vor seinen Pulten Stellung bezog, brandete ein nicht enden wollender Beifall auf. Er galt - vorerst - aber wohl nicht so sehr der Kunst: Das Orchester, das Daniel Barenboim 1999 gegründet hat, ist gleichermaßen mit israelischen und arabischen Musikern... weiter




Pflück dir ein Briefchen: Elisa Plüss holt Feldpost, Max Simonischek (Don Juan) ist ihr auf den Fersen. - © apa/Barbara Gindl

Theaterkritik

Toter Mann auf Eis serviert2

  • "Don Juan kommt aus dem Krieg" von Horváth bei den Salzburger Festspielen.

Am Anfang fällt der weiße Vorhang. Neun Frauen, in Linie an der Rampe, fangen die leichte Ballonseide auf, raffen sie zusammen zu einer Rolle. Als Chor tirilieren sie sogleich in acht Strophen von Schillers Soldaten-Glorie in "Wallensteins Lager": "Wohlauf Kameraden auf’s Pferd . . ." Dazu klemmen sie den textilen Schlauch in den Schritt und... weiter




Der Startenor als "Il Conte di Luna" Anfang August bei der Fotoprobe zu Verdis Oper "Il Trovatore" im Grossen Festspielhaus. - © APAweb / APA, Barbara Gindl

Salzburger Festspiele

Placido Domingo musste drei Vorstellungen absagen

  • Domingos Part in der Oper "Il Trovatore" übernimmt Artur Rucinski.

Salzburg. Wegen einer Erkrankung kann Startenor Placido Domingo bei den diesjährigen Salzburger Festspielen nicht mehr den "Conte di Luna" in der Oper "Il Trovatore" singen. Er musste die Vorstellungen am 18., 21. und 24. August absagen, wie die Festspiele am Sonntag mitteilten. An seine Stelle tritt der polnische Tenor Artur Rucinski... weiter




Kreuzbieder: Georg Zeppenfeld zeigt als König Beharrungsvermögen, Julia Kleiter als Emma Bußfertigkeit. - © apa/Barbara Gindl

Opernkritik

Schöner Stehen3

  • Schuberts "Fierrabras" verbreitet bei den Salzburger Festspielen gediegene Langeweile.

Der Ordnungsruf folgt prompt. "Schweig, Rasender!", wird der Ausländer gemaßregelt. Sein Verbrechen? Fierrabras, Titelheld aus Franz Schuberts Ritteroper, hat soeben seine Liebe zur Tochter von Karl dem Großen eingestanden. Für einen gefangenen Mauren am Hof des Feindes macht das natürlich keinen schlanken Fuß... weiter




Dorothea Röschmann singt bei den Salzburger Festspielen die Florinda. - © Foto: Jim Rakete

Franz Schubert

Nur eine Problemoper?2

  • Schubert gilt als schlechter Opernkomponist. Sein "Fierrabras" wurde dennoch mehrfach ausprobiert, jetzt auch bei den Salzburger Festspielen.

Wenn von einem der in seiner Stellung unangefochtensten Klassiker in einem Genre, von Ausnahmen abgesehen, praktisch unaufgeführt ist, stellt man sich unweigerlich die Frage: Sollte er darin am Ende versagt haben? Ist das das Brachland zwischen den grünenden Feldern? Der verdorrte Baum im Paradies? Die Lieder Ludwig van Beethovens... weiter




Große Gesten vor Alten Meistern: Anna Netrebko und Plácido Domingo in Salzburg. - © apa/Barbara Gindl

Opernkritik

Lange Nacht des Opernmuseums

  • Der gehypte Salzburger "Trovatore" hält nur in einem Punkt Wort: Anna Netrebko singt grandios.

Natürlich ist es nicht einfach. Wie soll man eine Oper inszenieren, deren Schauerromantik an ein Groschenheft erinnert? In der eine Zigeunerin ein Kind umbringen will, aber in ihrem Blutrausch - ups! - das eigene verbrennt? Keine Frage: Der "Trovatore" ist ein Problemfall. Genau genommen ist er es aber erst durch seine Partitur: Weil Giuseppe Verdi... weiter




Konzertkritik

Rat der Altersweisen2

  • Von Dohnányi dirigierte Bruckner in Salzburg.

Es sind Schwergewichte an Jahren, in deren Hände Alexander Pereira die wesentlichsten Werke im Bruckner-Symphonienzyklus legt. Herbert Blomstaedt wurde kürzlich 87, Bernard Haitink hat seinen 85er knapp vor sich, Christoph von Dohnányi, der am Pult des Philharmonia Orchestra die "Neunte" anführte, hat diesen runden Geburtstag gerade vor sich... weiter




Nicht nur Stoyanova, die scheinbar vertraute Staatsopernkraft, läuft hier zur Höchstform auf. Es begeistert und überrascht vor allem der Ochsauf Lerchenau. Eigentlich wollte Strauss seine Oper ja nach ihm benennen. - © APAweb, Barbara Gindl

Salzburger Festspiele

Im Konversationsrausch

  • Der Salzburger "Rosenkavalier", eine musikalische Sternstunde.

"Der ‚Rosenkavalier‘ ist ein Konversationsstück", hat Franz Welser-Möst vorab gesagt. "Wenn die Musiker den Text nicht verstehen, ist das musikalische Spiel mit den Worten unmöglich." Im Großen Salzburger Festspielhaus hat der Dirigent darum eine Art Lauschangriff gestartet: Der Orchestergraben ist bis zum Anschlag hochgefahren; eine Extrastufe... weiter




Wüstes Heimkehrerdrama: Ernst Tollers "Hinkemann" mit Jonas Anders (li) in der Titelrolle und Daniel Christensen. - © Sebastian Hoppe

Theaterkritik

Lachen, morden, erhängen

  • Das Salzburger Young Directors Projekt eröffnet mit Ernst Tollers packendem "Hinkemann".

Das hat ja nicht gut gehen können im katholischen Bayern: Ernst Toller (1893 - 1939) war für ultrakurze Zeit als Mitglied der Münchner Räterepublik eine Art politischer "Betriebsunfall". Vielleicht war er das ja auch als Theaterdichter und wird deshalb kaum mehr beachtet. Im Gedenkjahr für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs ist das Heimkehrerdrama ... weiter




Salzburger Festspiele

Klingendes Kaleidoskop der Kriege

(irr) Programmheft? Leider! Schon zehn Minuten vor Beginn gibt es keine mehr; angeblich zu wenige gedruckt. Das verärgert nicht nur, weil man annehmen möchte, dass die Salzburger Festspiele über eine bessere Logistik verfügen als etwa ein Studentenfest. Vor allem aber: Der Liederabend von Anna Prohaska... weiter




Kämpferin für eine friedlichere Welt: Jenny König als Claire Haber. - © apa/B. Gindl

Salzburger Festspiele

Frauenopfer1

  • Katie Mitchells Anti-Kriegs-Drama "The Forbidden Zone" geriet phrasenhaft.

Lassen sich Kriege ein für alle Mal verhindern? Kann es eine friedliche Welt geben, oder gehört das befohlene Abschlachten untrennbar zum Menschsein? Mit diesen ewigen Menschheitsfragen beschäftigt sich Katie Mitchells jüngste Inszenierung "The Forbidden Zone", die nun im Rahmen der Salzburger Festspiele uraufgeführt wurde... weiter




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