• vom 22.04.2013, 18:10 Uhr

Shakespeare

Update: 23.04.2013, 14:29 Uhr

William Shakespeare

Shakespeare auf einen Klick




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Von WZO / Christa Hager

  • Mit dem Barden surfen
  • Neue Darstellungsformen von alter Materie. Shakespeare ist auch im Web stark vertreten, Open Source Projekte laden zum Mitmachen ein. Ein Überblick.

(Bild zum Vergrößern bitte anklicken) - © Wiener Zeitung Online / Montage

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"There's magic in the web of it", ließ Shakespeare den eifersüchtigen Othello zu seiner angebeteten Desdemona sagen. Auch wenn das "web" eigentlich ein Taschentuch bezeichnet hatte: das Zitat ist nach wie vor aktuell - sofern man erlaubt, es in die Gegenwart zu übertragen. Denn magische Anziehungskraft hat das Web auch dann, wenn es um den großen Barden geht.

Rund 129 Millionen Einträge spuckt google.co.uk bei dem Stichwort "Shakespeare" aus. Darunter finden sich zahlreiche Websites, die sich mit unterschiedlicher Hingabe und mit unterschiedlichem Ausmaß dem großen Dramatiker widmen. Ihre Bandbreite reicht von der bloßen Wiedergabe der Dramen, Lebenslauf oder Bühnenaufführungen  über interaktive Plattformen bis zu Open Source Projekten für Forschung, Studium, Schule oder einfach für das private Vergnügen.



Medientransfer

Bei vielen Websites geht es vor allem darum,  die mehr als 400 Jahre alten Texte in ein vergleichsweise junges Medium zu verpacken. Dies geschieht vor allem durch interaktive Werkzeuge für Anmerkungen und Textanalysen oder sie indem Textsuche verbessert und erweitert werden. Vor allem die Open Source Projekte versprechen bei Shakespeare als Hypertext einiges - und halten vieles.

Open Source mit akademischen Anspruch

Als literaturtechnologisches Experiment bezeichnet sich das Projekt Open Source Shakespeare. Es hat einen streng wissenschaftlichen Anspruch, sie basiert auf einer Masterarbeit. Dementsprechend funktional sind ihre Seiten gestaltet, mit Konkordanz-Listen (alphabetisch geordnete Listen der wichtigsten Wörter und Phrasen, die in Shakespeares Werken vorkommen), Suchfunktionen für Charaktere, Stichwörtern, einschließlich von Sonetten und Gedichte von Shakespeare. Die Seite testet und optimiert Suchabfragen und lädt ebenfalls zum Mitmachen ein. Leider trübt das doch sehr eintönige Design die Freude an der Fülle an Informationen und Suchmöglichkeiten.

Von den Websites ohne Anspruch auf aktive Teilhabe ragen vor allem das Projekt Gutenbergmit allen Werken und einiger Sekundärliteratur sowie das Project Bartlebyheraus. Letzteres beinhaltet die 1914 erschienene Oxford Edition of the Complete Works of William Shakespeare. Als Zuckerl gibt es auf dieser Website zu jeden Stück, das man aufruft, ein Zitat daraus.

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Dokument erstellt am 2012-04-25 19:18:23
Letzte ─nderung am 2013-04-23 14:29:45




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"Ein tiefer Fall führt oft zu höherm Glück." ("Cymbeline", vierter Akt, zweite Szene)

Edwin Booth als Hamlet (Hamlet, 1870).



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