• vom 14.10.2016, 17:36 Uhr

Stadtentwicklung

Update: 14.10.2016, 17:45 Uhr

Bezirk

Das Do-it-yourself-Grätzl




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Von Alexander Maurer

  • Trotz mangelndem Raum für Kultur und bürokratischen Hürden versuchen viele Hernalser, ihr Grätzl zu verschönern.

Das Gschwandner, ein ehemaliges Konzertlokal aus dem 19. Jahrhundert, wird nun wieder genutzt.

Das Gschwandner, ein ehemaliges Konzertlokal aus dem 19. Jahrhundert, wird nun wieder genutzt. Das Gschwandner, ein ehemaliges Konzertlokal aus dem 19. Jahrhundert, wird nun wieder genutzt.

Wien. Tanzveranstaltungen, Musikabende, Kunstausstellungen, Seminare, Workshops. Das Grand Palais Gschwandner in der Geblergasse in Hernals ist noch immer eine Traumlocation - und das, obwohl das ehemalige Konzertlokal aus dem 19. Jahrhundert viel von seinem ehemaligen Glanz eingebüßt hat. Denn saniert wurde das Gebäude bisher nicht, es gibt nicht einmal eine Heizung.

Aktuell beherbergt das "Grand Palais" das Urbanize-Festival, das nach Hamburg nun auch in Wien Stadterkundung, Bürgerinitiativen und Stadterneuerung in den Vordergrund stellt. Dass das Etablissement nicht schon längst zu einem Supermarkt umfunktioniert wurde, ist seiner jahrzehntelangen Nutzung als Lager für eine Requisitenfirma zu verdanken.


"Wir würden das Gschwandner gerne revitalisieren, in dem Haus steckt so viel Potenzial", sagt Angela Salchegger von der Gebietsbetreuung für Hernals im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Sanierungspläne in Millionenhöhe und der Denkmalschutz erschweren dieses Vorhaben allerdings. Hinzu kommen Lärmbeschwerden von Anrainern, die die jahrelange Stille in der Umgebung gewohnt sind. Dabei steht das Palais im Stil des Kabaretts Metropol nur einen Steinwurf entfernt in der gleichen Straße wie sein Schwesterngebäude.

"Raum für Kunst und Kultur immer schwieriger zu finden"
Salchegger gibt das Gschwandner trotzdem nicht auf. Denn je stärker eine Stadt wächst, desto schwieriger wird es, Raum zur gemeinschaftlichen Nutzung, für Kunst und Kultur für die immer zahlreicher werdenden Bewohnerinnen und Bewohner der Außenbezirke freizuschlagen.

Angela Salchegger und ihr Team helfen auf Ausschreibung der Stadt Wien hin, den 17. Bezirk für seine Bewohner aufzuwerten und zu erneuern. Sie kümmern sich auch um den Alsergrund und Währing, insgesamt stehen 17 Bezirke unter der Hand der Gebietsbetreuung Stadterneuerung. Das bedeutet jedoch trotz Förderungen keine uneingeschränkte Unterstützung seitens der Magistrate, deren Mühlen so langsam wie eh und je mahlen. Deutlich wird das am Beispiel einer Fassadenbegrünung in der Ortliebgasse, deren Installation Jahre dauerte und nur durch persönlichen Einsatz der Hausbewohner und des Besitzers möglich war. "Allein der Umstand, dass die Pflanze auf öffentlichem Grund sprießt und an einem Privatbau hochwächst, war ein riesiges Problem", erinnert sich Salchegger.

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Schlagwörter

Bezirk, Hernals, Grätzl, Wien, Kunst, Kultur, Raum

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2016-10-14 17:41:05
Letzte nderung am 2016-10-14 17:45:01



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