• vom 21.11.2016, 17:56 Uhr

Stadtentwicklung

Update: 21.11.2016, 21:05 Uhr

Seestadt

Seestadt 4.0








Von Alexander Maurer

  • Erweitertes Technologiezentrum soll Konzerne nach Aspern locken.

  Das Technologiezentrum "Aspern IQ" soll Anfang 2018 um mehr als die doppelte Fläche vergrößert werden.

  Das Technologiezentrum "Aspern IQ" soll Anfang 2018 um mehr als die doppelte Fläche vergrößert werden.© Kurt Kuball   Das Technologiezentrum "Aspern IQ" soll Anfang 2018 um mehr als die doppelte Fläche vergrößert werden.© Kurt Kuball

Wien. Die Donaumetropole als zentrale Industriestadt - damit ist aber nicht gemeint, dass Wien mit Fabriken zugepflastert wird. Statt rauchender Schlote träumt man von digital vernetzten Produktionssystemen der sogenannten "Industrie 4.0". Ihr Ziel ist die Verzahnung industrieller Prozesse mit Informations- und Kommunikationstechnik. Um mehr Unternehmen aus dieser Sparte nach Wien und vor allen in die Seestadt zu locken, hat die Wirtschaftsagentur Wien beschlossen, das bestehende Technologiezentrum "Aspern IQ" flächenmäßig mehr als zu verdoppeln. Zusätzlich zu den bestehenden 7000 Quadratmetern sollen nun zwei Gebäude mit insgesamt 10.000 Quadratmetern für Produktions- und Laborflächen gebaut werden, wie Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner gemeinsam mit Vertretern der Wirtschaftsagentur, der TU Wien und des IT-Giganten Atos am Montag bekanntgab.

Baustart
Anfang 2018

Baubeginn für die rund 18 Millionen Euro teure Erweiterung des Technologiezentrums ist mit Anfang 2018 geplant. Nach etwa einem Jahr Bauzeit hofft man seitens der Wirtschaftsagentur Wien, die Gebäude im Sommer 2019 in Betrieb nehmen zu können. Bei den Einrichtungen, die, wie das bereits bestehende Technologiezentrum, vom selben Architekturbüro entworfen wurden, wird besonders auf die Energieeffizienz wertgelegt. "Die Gebäude verbrauchen nicht mehr Energie, als sie selbst produzieren können", erklärt Gerhard Hirczi, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien, im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Die Energiegewinnung geschehe einerseits durch die Bauweise der Gebäude, andererseits durch Maßnahmen wie Solarpaneele. "Die Gebäude sind deshalb zwar nicht energieautark, aber in Summe ist es eine neutrale Basis", so Hirczi. Man wolle Unternehmen auf diese Art auch zeigen, dass energieeffiziente Bürogebäude auch ohne enorm hohe Kosten gebaut werden können, fügt er an.

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Die Seestadt ist bereits Heimat einiger internationaler Industrie- und Tech-Unternehmen. Neben Opel und dem Hydraulik- und Antriebshersteller Hoerbiger hat sich der größte europäische IT-Dienstleister Atos im Technologiezentrum niedergelassen. Der Konzern entwickelt vor allem Visualisierungs-, Organisations- und Kontrollhilfen für industrielle Prozesse, um ein "Zurechtfinden in der immer größer werdenden Datenflut zu gewährleisten", wie ein Sprecher der "Wiener Zeitung" erklärt. Das von Atos in der Seestadt eingerichtete europäische "Competence Center für Industrie 4.0" soll 40 neue Arbeitsplätze schaffen. Außerdem würden in den kommenden fünf Jahren insgesamt 25 Millionen Euro in die Einrichtung investiert, betont Johann Martin Schachner, Country Manager von Atos Österreich.

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Dokument erstellt am 2016-11-21 18:02:11
Letzte ─nderung am 2016-11-21 21:05:26



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