Palliativversorgung

"Auf dem Rücken der Sterbenden"2

  • Die Caritas fordert einen Rechtsanspruch auf Hospizbetreuung und Palliative Care - die Finanzierung soll aus einer Hand erfolgen.

Wien. Auf eine gewisse Art hat Burgl Baustädter Glück. "Ich lebe ohne Angst, ich fühle mich bereit für den Weg, der vor mir legt", sagt sie. Das können nicht viele in ihrer Situation von sich behaupten. Denn Burgl Baustädter ist unheilbar an Krebs erkrankt, die Prognose ist denkbar schlecht. Im vergangenen Juli wurde bei ihr ein nicht operabler... weiter




Das Sterbehilfe-Verbot ist richtig, hat aber in der Verfassung einer westlichen Demokratie nichts verloren, sagt Borasio. - © Stanislav Jenis

Palliativmedizin

Plädoyer fürs Sterben lassen27

  • Gian Domenico Borasio, Pionier der Palliativausbildung in Europa, über die das Lebensende und die Notwendigkeit einer besseren Ärzteausbildung.

"Wiener Zeitung": "Es gibt erstaunlich viele Parallelen zwischen Geburt- und Sterbevorgang. Beide laufen in den meisten Fällen am besten ab, wenn sie durch ärztliche Eingriffe möglichst wenig gestört werden", schreiben Sie in Ihrem Buch "Über das Sterben". Wie sieht die Realität aus? Gian Domenico Borasio: Sowohl bei der Geburt als auch beim... weiter




Stiefkind Palliativ- und Hospizversorgung. - © Foto: Fotalia/Robert Kneschke / Quelle: Hospitz Österreich

Palliativmedizin

Ein Lehrstuhl muss her3

  • Sterbehilfe-Diskussion geht für Experten in falsche Richtung: Sie fordern bessere Ausbildung und Rechtsanspruch auf palliativmedizinische Betreuung.

Wien. Sein Leben lang hat der Mann davon gesprochen, dass er selbst entscheiden will, wann er geht. Dann, im Alter, als eine Infektion seinen ohnehin schon von Metastasen gequälten Körper erwischte, hat er sich für Antibiotika und ein Weiterleben entschieden. Es ist eine von vielen Geschichten, wie sie Angehörige... weiter




Der ideale Tod. Die meisten wollen daheim sterben, ohne Schmerzen, umsorgt von Angehörigen und einer professionellen Pflegekraft. Die Realität sieht oft anders aus. - © Karen Kasmauski/Science Faction/Corbis

Palliative Care

Wie wir sterben wollen3

  • Die meisten wollen zu Hause sterben, nur 30 Prozent gelingt das - Zeit für eine Debatte.

Wien. Wir werden sterben. Alle. Ausnahmslos. Kaum ein Thema betrifft so viele Menschen - und kaum ein Thema wird dermaßen totgeschwiegen. Dabei muss sich jeder über kurz oder lang vor allem mit der Frage auseinandersetzen, wie er sterben will. Abgesehen von der umstrittenen Überprüfung einer Verankerung des Sterbehilfeverbots in der Verfassung... weiter




Weitere drei Jahre bleibt die Wiener Juristin Christiane Druml die Vorsitzende der Bioethikkommission. - © Stanislav Jenis

Sterbehilfe

Warnung vor einer "Pflicht zu leben"4

  • Die wiederbestellte Chefin der Bioethikkommission über Sterbehilfe, schwule Adoptiveltern und Hendln ohne Gene.

"Wiener Zeitung" : Der Bundeskanzler hat gesagt, er sei persönlich gegen ein Sterbehilfeverbot in der Verfassung. Trotzdem soll die Bioethikkommission die Frage prüfen. Ist die Kommission ein Verschubbahnhof für Wahlkampfideen? Christiane Druml: Ich sehe uns nicht instrumentalisiert. Das Thema ist geradezu geschaffen für die Bioethikkommission... weiter




Herta St. und Anna B. wohnen seit rund einem Jahr im Kolping-Haus Favoriten und sind froh, nicht allein zu sein. - © Stanislav Jenis

Pflege

Idealismus als Schlüssel3

  • Kolping-Haus in Favoriten will mit neuem Palliativ-Team Vorreiter sein.

Wien. Niemand soll alleine sterben müssen - darüber ist sich das neue Palliativ-Team des Kolping-Hauses in Favoriten einig. Ein Jahr lang wurde an einem Konzept gearbeitet, wie man alte Menschen am besten betreut und begleitet. Die Hälfte aller Mitarbeiter hat bereits eine interdisziplinäre Palliativschulung absolviert... weiter




Laut Bienstein braucht es 20 Prozent Akademiker in der Pflege. - © Visual Mozart/ImageZoo/Corbis

Pflege

"Nicht zu Mord verpflichten"

  • Pflegewissenschafterin Christel Bienstein fordert Attraktivierung der Pflege.

Wien. Noch immer sind die Angehörigen die größte Gruppe unter den Pflegenden. Das wird sich aber radikal ändern, was zur Folge hat, dass die Personalknappheit in der Pflege sich weiter verstärkt. Der "Zukunft der größten Berufsgruppe im österreichischen Gesundheitssystem" widmet sich das Pflege-Management-Forum 2014, das von 27. bis 28... weiter




Ein selbstbestimmtes Ende ist vor allem auch für Angehörige eine Belastung. - © fotolia/Callahan

Sterbehilfe

Nur endlich tot5

  • Autorin Emmanuèle Bernheim beschreibt den geplanten Tod ihres Vaters.

"Das bin nicht mehr ich." Das ist ein Satz, den nicht wenige Angehörige hören, wenn ein Familienmitglied einen Schlaganfall gehabt hat oder eine andere folgenreiche Erkrankung. Wenn Vater oder Mutter, Großmutter oder Großvater plötzlich nichts mehr selbst machen können, wenn Menschen, die ihr Leben lang selbstbewusst selbständig waren... weiter




zurück zu Dossiers


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Keine Entspannung im Osten
  2. Leere in Vordernberg
  3. Flüchtlinge im Plastikmeer
  4. Schicksale im globalen Massensterben
  5. "Man muss es aushalten, dass einige wenige mehr haben"
Meistkommentiert
  1. Ukrainische Truppen laufen zu Separatisten über
  2. Europas Verteidigung
  3. "Man muss es aushalten, dass einige wenige mehr haben"
  4. Buhlen um Chinas Gunst
  5. Hypo mit Hyper-Verlust

Werbung




Die Grünen, die sich auch als Antikorruptionspartei positionieren, enthüllen ihre Plakate - einmal gegen krumme Geschäfte ...

Francesca Woodman, Untitled, Rome, Italy, 1977–1978/2006
Schwarz-Weiß-Silbergelatineabzug auf Barytpapier. 22.04.2014: Chen Qingzu steht inmitten seiner 5.000 Büstenhalter, die er seit 20 Jahren sammelt. Der 56-jährige Chinese hat kein erotisches, sondern ein gesundheitliches Ziel: Er fordert mehr Bewusstsein für Brustkrebs.

Mal Ungeheuer, mal erotischer Verführer. Vampire und Vampirinnen haben viele Gesichter. Auf den Philippinen zeigen die Ultragläubigen, was wirkliches Leid bedeutet. Einige religiöse Fanatiker lassen sich mit diesen zentimeterlangen Nägeln kreuzigen.

Werbung