Steueroasen

"Kreative Steuergebarung": Der US-Konzern Starbucks nutzt Schlupflöcher. - © reuters

EU

Steueroasen auf der Spur

  • Brüssel nimmt Steuerprivilegien in Irland, Holland und Luxemburg genau ins Visier.

Brüssel. Große Unternehmen machen sich die unterschiedlichen und meist sehr komplexen Steuergesetze in Europa gerne zunutze, um ihre Steuerzahlungen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Solche legalen Tricks sind besonders beliebt bei den multinationalen Konzernen, die ihre Gewinne innerhalb eines ausgeklügelten Geflechts aus Tochterfirmen... weiter




"Der Umfang des grenzüberschreitenden Steuerbetrugs ist skandalös, und einseitige nationale Maßnahmen werden nicht reichen, um ihn wirksam zu bekämpfen", sagte die zuständige Parlamentsberichterstatterin, die slowenische Sozialdemokratin Mojca Kleva Kekus - © APAweb/HELMUT FOHRINGER

"Skandalöser Umfang" erreicht

EU-Parlament will schwarze Liste von Steueroasen

  • Steuerlücke kostet jeden Europäer 2.000 Euro im Jahr.

Brüssel. Im Kampf gegen Steuerflucht hat das EU-Parlament die Aufstellung einer europäischen schwarzen Liste von Steueroasen gefordert. In einem rechtlich nicht bindenden, von Abgeordneten in Straßburg mehrheitlich angenommen Bericht wird auch eine einheitliche Definition von "Steueroasen" verlangt.    Nach Schätzungen der EU-Kommission... weiter




Der britische Schatzkanzler George Osborne teilte mit, dass neben den Cayman Islands, auch die Turks- und Caicosinseln, die Bermudas, Montserrat und andere Steueroasen dem Abkommen beigetreten sind. - © APAweb/Chris Harris, Pool

Steueroasen

Britische Steueroasen legen Daten offen

  • Künftig werden Namen, Adressen und Kontodaten von britischen Steuerzahlern in diesen Gebieten automatisch weitergegeben.

London. Im Kampf gegen Steuersünder wollen mehrere britische Überseegebiete in Zukunft Daten von Bankkonten und deren Inhabern an London weitergeben. Auch mit Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien soll es einen stärkeren Austausch geben, wie der britische Schatzkanzler George Osborne am Donnerstag mitteilte... weiter




Fekter lüftet Bankgeheimnis - wenn, dann nur für Ausländer, für Inländer bleibt es. - © apa

Maria Fekter

Und sie bewegt sich doch2

  • Verwirrung in Regierung um nicht abgesegneten "gemeinsamen" Brief.

Wien. Die "Eiserne Lady" des Bankgeheimnisses, Finanzministerin Maria Fekter, ist nun doch bereit, über das Bankgeheimnis für Ausländer zu verhandeln, wenn Brüssel im Gegenzug mehr Druck auf Großbritannien ausübt. Das Angebot will Fekter der EU-Kommission in einem Brief unterbreiten, erfuhr die "Wiener Zeitung" aus gut informierten Kreisen... weiter




Österreich will sich nicht in die Karten schauen lassen - doch das Bankgeheimnis gerät immer stärker ins Wanken. - © APAweb

Faymann gegen "Schnellschüsse" Fekters

Bankgeheimnis wackelt immer stärker

  • Österreich nennt Bedingungen für Mandat an Kommission.

Brüssel/Wien. Österreich macht seine Aufgabe der bisherigen Blockade bei der Erteilung eines Verhandlungsmandats an die EU-Kommission zu Gesprächen mit Drittländern über die Reform der Zinsbesteuerung von vier Bedingungen abhängig. In einem gemeinsamen Brief von Bundeskanzler Werner Faymann (S) und Finanzministerin Maria Feker (V) an... weiter




"Nicht wir sind das Problem, sondern in dem Zusammenhang ist Großbritannien die Insel der Seligen für Steuerhinterziehung und Geldwäsche", meint Fekter. - © APAweb/HELMUT FOHRINGER

Steueroasen

Fekter attackiert Großbritannien in Steuerdiskussion

  • Wie Zypern müsse auch das Vereinigte Königreich anonyme Stiftungen abschaffen.

Wien. In der Diskussion über eine Lockerung des Bankgeheimnisses attackiert Österreichs Finanzministerin Maria Fekter nun Großbritannien. Dort seien die wahren Steueroasen in der EU anzutreffen, sagte sie in Interviews der Tageszeitungen "Kurier" und "Presse" vom Donnerstag. "Wir wollen, dass die Möglichkeiten in Großbritannien... weiter




SPÖ-Finanzstaatssekretär Schieder will das Bankgeheimnis beibehalten und Schlupflöcher schließen. - © APAweb/BARBARA GINDL

Diskussionen über Bankgeheimnis

"Politik muss Sicherheit geben"

  • Staatssekretär Schieder will normale Sparer nicht verunsichern, Burgstaller für Abschaffung.

Wien. Mit der Ankündigung des Luxemburger Finanzministers Luc Frieden, über einen automatischen Informationsaustausch diskutieren zu wollen, ist auch in Österreich eine Diskussion über das Bankgeheimnis entbrannt. Vorerst wird dieses vom Finanzministerium verteidigt. Ministerin Maria Fekter hat bereits in den vergangenen Tagen klargemacht... weiter




Konto in der Schweiz?

Frankreichs Außenminister unter Druck

  • Fabius dementiert.

Paris. Frankreichs Außenminister Laurent Fabius hat den Besitz eines Kontos in der Schweiz dementiert. "Ich dementiere nachdrücklich das von der Zeitung 'Libération' verbreitete Gerücht, dass ich ein Konto in der Schweiz habe", erklärte Fabius am späten Sonntagabend in Paris. Das Gerücht sei "ohne jede Grundlage"... weiter




Die Politik Luxemburgs hat eine Vielzahl von Geldinstituten angezogen, etwa die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC). - © Foto: Bdx - Creative Commons

Bankgeheimnis

Luxemburg könnte Bankgeheimnis lockern

  • AK-Kaske für Änderungen in Österreich
  • Zickzackkurs der FPÖ

Luxemburg ist bereit, sein Bankgeheimnis zu lockern. Das erklärte Finanzminister Luc Frieden in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung . Der Politiker erklärte, sein Land wolle eine verstärkte Zusammenarbeit mit den ausländischen Steuerbehörden. In einer Reaktion unterstützte AK-Präsident Rudolf Kaske eine teilweise... weiter




In Zeiten der Krise suchen alle verstecktes Geld: Während es die einen in Steueroasen vermuten, glaubt der IWF, es durch Steueroptimierungen zu finden. - © APAweb / dpa / Boris Roessler

IWF

Steueroptimierung größeres Problem als Oasen7

  • Luxemburg zur Lockerung von Bankgeheimnis bereit.

Washington/Luxemburg. Die Ausnutzung legaler Steuerschlupflöcher richtet aus Sicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) mehr Schaden an als Steuerparadiese. Maßnahmen gegen die sogenannte Steueroptimierung seien "die Schlüsselfrage", sagte eine IWF-Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Eine Gefahr für die Finanzstabilität sieht der Fonds in... weiter




Cook-Islands - mit der Diskretion ist es jetzt vorbei. - © corbis

Offshore

Wolken über den Bahamas6

  • Wie eine abgeschiedene Pazifik-Insel vom Fischer- zum Steuerparadies wird.

Wien. In Europa liefen die wilden Yuppie-Jahre gerade an, doch auf den fernen Cook-Inseln konnte davon keine Rede sein: Anfang der 80er Jahre bestach der Archipel im Südpazifik zwar mit schönen Stränden und blauem Meer - aber das hatte man auch anderswo. Jobs für die Jungen und wirtschaftliche Perspektiven gab es keine... weiter




Entschlossen zum Kampf fürs Bankgeheimnis sind Österreichs Parteien durchaus, in einem Wahljahr umso mehr. - © dpa

Steueroasen

Eher aussichtslose Abwehrschlacht

  • Analyse: Die Regierung will für das Bankgeheimnis kämpfen. Ob dies gelingt?

Wien. Von den pazifischen Steueroasen ist es nur scheinbar ein großer Schritt zum österreichischen Bankgeheimnis. Schließlich wollen dessen Kritiker allenfalls einen graduellen, nicht jedoch einen prinzipiellen Unterschied zwischen Offshore-Steuerparadiesen und dem namenslosen Bankgebaren im schönen Land zwischen Bodensee und Neusiedlersee erkennen... weiter




Deutsche Bank

Mit Steuertricksern geraten auch Banken ins Visier

  • Experte: Schriftliche Versicherungen von Kunden sind "kein Persilschein".

Wien/Berlin. (ag/vee) Die durch "Offshore Leaks" ausgelöste Affäre um Finanzgeschäfte Wohlhabender in Steueroasen bringen zunehmend auch Banken unter Druck. Viele Finanzinstitute betreiben eine private Banking-Sparte, innerhalb der vermögende Privatkunden betreut werden. Zudem sind es gerade Großbanken... weiter




Bankgeheimnis

"Betrug an Millionen Steuerzahlern"

  • Der Steuerberater und SP-Abgeordnete Matznetter im Gespräch mit der "WZ".

Wien. (sd) Es sind nicht nur kleine Karibikinseln: Auch so manches EU-Mitgliedsland ist als Steueroase bekannt. Die EU müsse endlich reagieren und aktiv gegen Steuerbetrug kämpfen, forderte SP-Nationalratsabgeordneter Christoph Matznetter im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". "Wiener Zeitung": Offshore Leaks hat mittels Steuersünder-Liste weltweite... weiter




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16.04.2014: Die Statue Imperia in Konstanz am Bodensee (Baden-Württemberg). Sie erinnert satirisch an das Konzil von Konstanz (1414-1418). Das Konstanzer Konzil jährt sich zum 600. Mal - dieses Jubiläum wird von Ende April an ganze fünf Jahre lang in der Stadt am Bodensee gefeiert. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine spitzt sich erneut zu. Hier eine Barrikade der pro-russische Seperatisten vor dem Parlament in Slovyansk.

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<span style="font-weight: bold;">Martin Schulz</span>: Der 58-jährige Deutsche gilt als wortgewandt, streitlustig, ehrgeizig. 2004 übernahm der gelernte Buchhändler den Fraktionsvorsitz der Sozialisten, 2012 wurde er Präsident des Europaparlaments. Schulz ist verheiratet und hat zwei Kinder. Migranten, die ihre Flucht aus Honduras mit dem Verlust von Extremitäten bezahlten. Den Zug, mit dem sie in die USA gelangen, bezeichnen sie als "La Bestia" (Die Bestie), da es hier oft zu bestialisichen Übergriffen an Einwanderern kommt.

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