Khartum. Der Sudan und der neu gegründete Südsudan kommen einander näher: Die beiden Länder haben sich auf die Öffnung von zehn Grenzübergängen geeinigt. Damit sollten die Reisemöglichkeiten und der Austausch zwischen den Nachbarstaaten erleichtert werden, erklärte der sudanesische Verteidigungsminister Abderrahim Mohammed Hussein in Khartum.
Es ist dies endlich eine Annäherung zwischen den beiden Staaten, die in zähen Verhandlungen stecken, seitdem der Südsudan am Anfang Juli seine Unabhängigkeit erklärt hat. Viele Fragen sind noch ungeklärt, so wurde über die zukünftige Verteilung der Öleinnahmen noch nicht endgültig entschieden. Die meisten Ölfelder sind im Südsudan, die Pipelines laufen aber durch den Sudan.
In den vergangenen Wochen gab es zwischen den beiden Staaten auch immer wieder Konflikte um die Grenzregionen. Zuletzt hatte der Südsudan der Regierung in Khartum gar vorgeworfen, Hilfslieferungen für den neuen Staat zu blockieren. Beide Seiten verständigten sich nun darauf, sich im kommenden Monat zu treffen, um die genaue Lage der Grenzübergänge festzulegen. Bereits Ende Juli waren beide Länder grundsätzlich übereingekommen, die Stationierung von 300 äthiopischen UNO-Soldaten zur Überwachung ihrer gemeinsamen Grenze zuzulassen.
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