• vom 19.04.2012, 15:54 Uhr

Sudan

Update: 19.04.2012, 15:55 Uhr
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Sudans Präsident droht dem Süden mit Krieg



  • Bashir kündigt Rückeroberung von umstrittenem Ölfeld an.

Khartum. Sudans Präsident Omar Hassan al-Bashir hat dem seit fast einem Jahr unabhängigen Nachbarn Südsudan mit Krieg gedroht. Auf einer Kundgebung in der Provinz Nordkordofan sagte Bashir: "Die Leute haben nichts gelernt, und wir werden ihnen eine letzte Lektion erteilen, und zwar mit Gewalt." "Wir werden ihnen keinen Zentimeter unseres Landes überlassen", fügte er hinzu: "Wer auch immer seine Hand nach dem Sudan ausstreckt - wir werden sie abschneiden."

Der Südsudan hat sich im vergangenen Jahr mit Billigung Bashirs abgespalten und einen eigenen Staat gebildet. Grundlage dafür ist ein Friedensvertrag von 2005. Seitdem eskalieren allerdings die Spannungen zwischen den beiden Staaten, angefacht von Gebietsstreitigkeiten, ethnischen Vorurteilen und dem Streit um die Ölreserven im Grenzgebiet.

In der vergangenen Woche besetzte der Südsudan das zwischen beiden Seiten umstrittene Ölfeld Heglig. Das Land beansprucht das Gebiet und will sich erst zurückziehen, wenn die Vereinten Nationen neutrale Truppen dort stationiert haben.

China besorgt

Bashir kündigte an, er werde Heglig zurückerobern. Damit allein werde der Konflikt aber nicht gelöst. "Heglig ist nicht das Ende, sondern der Anfang", sagt er. Am Vortag war Bashir noch weiter gegangen. Da hatte er gesagt, er werde den Südsudan von dessen Herrschern befreien. In dem Land regiert die Volksbefreiungsbewegung Sudans, die einen jahrelangen Guerillakrieg gegen die Regierung in Karthum geführt hatte.

Die Großmächte forderten beide Staaten zur Zurückhaltung auf. Sie sollten die Kämpfe einstellen und an den Verhandlungstisch zurückkehren. Auch China, einer der größten Investoren in beiden Ländern, äußerte "ernsthafte Sorge" angesichts der Spannungen und mahnte zur Ruhe.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-19 15:55:50
Letzte Änderung am 2012-04-19 15:55:58


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