• vom 13.05.2014, 13:54 Uhr

Transgender

Update: 13.05.2014, 16:40 Uhr

Diskriminierung

Gewalt gegen Transsexuelle




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (9)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, zel

  • EU-Studie: 67 Prozent halten sexuelle Orientierung geheim.

Vor dem Berliner Brandenburger Tor machen Menschen für die Rechte Homosexueller und Transgender Personen aufmerksam.

Vor dem Berliner Brandenburger Tor machen Menschen für die Rechte Homosexueller und Transgender Personen aufmerksam.© APAweb / EPA, Paul Zinken Vor dem Berliner Brandenburger Tor machen Menschen für die Rechte Homosexueller und Transgender Personen aufmerksam.© APAweb / EPA, Paul Zinken

Wien. Noch vergangene Woche, bevor die Drag-Queen Conchita Wurst für Österreich den 1. Platz beim Euro Vision Song Contest errungen hat, hätte die aktuelle EU-Studie rund um Akzeptanz und Diskriminierung gegenüber Transsexuellen keine hohen Wellen geschlagen. Am Dienstag präsentierte die EU-Grundrechteagentur (European Union Agency For Fundamental Rights, FRA) ihre beunruhigenden Studienergebnisse. Fazit: Es gibt eine hohe Intoleranz gegenüber jugendlichen Transsexuellen. Ein Großteil der Befragten will ihre sexuelle Orientierung in der Schule geheim halten, lautet ein Detailergebnis der im Jahr 2013 angefertigten Studie.

Werbung

Im Fokus der Forscher standen 2013 behandelte Themen, Diskriminierung und rassistische Vorfälle. In allen Mitgliedstaaten seien derartige Vorfälle verzeichnet worden. Transgender-Personen seien "in erhöhtem Maß" Beschimpfungen und sogar Bedrohungen ausgesetzt - betroffen seien vor allem junge Transsexuelle. Es bestehe daher dringender Handlungsbedarf.

Große nationale Unterschiede

In der aktuellen Analyse ermittelte die FRA v.a. zwei Querschnittsthemen: Zum einen herrschen große nationale Unterschiede und zum anderen ist die Gewalterfahrung bei jüngeren LGBT-Personen höher.

In allen Mitgliedstaaten berichteten viele LGBT-Personen, Opfer von Diskriminierung und Hassverbrechen geworden zu sein, wobei es jedoch deutliche nationale Unterschiede gab. Nur in sehr wenigen Ausnahmefällen waren diese nationalen Unterschiede geringfügig; für alle Länder weist die Erhebung negative Erfahrungen in der Schule und hohe Werte in Bezug auf die Nichtmeldung von Hassverbrechen und Vorfällen von Diskriminierung aus.

Beunruhigend sei auch, dass Befragte der Altersklasse der 18- bis 25-Jährigen sich weniger offen als LGBT-Personen zu erkennen als ältere Befragte. 67 Prozent von ihnen verbargen oder verschleierten ihre sexuelle Ausrichtung bzw. Geschlechtsidentität in der Schule. Bei jugendlichen LGBT-Personen lag auch die Wahrscheinlichkeit höher, Opfer von Gewalt oder Drohungen geworden zu sein.

Wurst löst Toleranz-Welle aus

FRA-Direktor Morten Kjaerum sprach von "verstörenden Mustern von Gewalt und Diskriminierung" bei den Untersuchungsergebnissen. Das Ergebnis des Eurovision Song Contests zeige aber "ein Ausmaß von Respekt und Toleranz gegenüber der LGBT-Gemeinschaft, von dem wir hoffen, dass es in ganz Europa weiter wachsen wird".

An der Befragung nahmen EU-weit mehr als 93.000 Personen über 18 Jahre aus der Queer-Szene teil. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie (IDAHOT) wurden weitere Ergebnisse veröffentlicht. Die Hauptaufgabe der FRA besteht seit sieben Jahren im Aufzeigen und Verbessern der Menschenrechtslage in der EU.




1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2014-05-13 14:01:34
Letzte Änderung am 2014-05-13 16:40:36


Traurigschöne Transfrauen von Paris


Werbung




1700 Polizisten belagerten diesen Eingang: Am Ende des Tages wurden 19 Hausbesetzer abgeführt. Der Hausbesitzer wollte jene Punks vertrieben haben, die er einst selbst geholt hatte, um die Altmieter in dem Haus in Wien-Leopoldstadt loszuwerden.

Das Polizeiaufgebot am Einsatzort war mit weit mehr als 1.000 Beamten enorm. Da die Besetzer den Hauseingang massiv verbarrikadiert hatten, gab es für die Exekutive vorerst kaum ein Weiterkommen. 29.072014: Der Kanadier Scott Morgan liegt gut in der Luft bei den Commonwealth Games im schottischen Glasgow.

Ko Murobushi unterrichtet beim Impulstanz die japanische Tanzform Butoh. Seit Oktober erreichten allein aus Mittelamerika mehr als 57.000 unbegleitete Kinder die Grenze. Sie fliehen vor Gewalt, Kriminalität und schlechten wirtschaftlichen Aussichten in ihren Heimatländern.

Werbung