Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl



Am 26. April 1986 lösten ein missglückter Test und Bedienungsfehler im Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl eine Explosion des Reaktors aus. Mehr als 120.000 Menschen erkrankten an den Folgen der Strahlenbelastung. Besonders stark traf es die Bewohner der Stadt Prypjat, die erst mit 36 Stunden Verspätung evakuiert wurden. Generalsekretär Michail GorbatschowUrsache sah die Karastrophe von Tschernobyl als wesentlichen Grund für den Zusammenbruch der Sowjetunion fünf Jahre danach. (Foto: Manfred Werner-Tsui - CC)

Artikel zum Thema

Tschernobyl

30 Jahre nach der Katastrophe3

  • Am 26. April vor 30 Jahren explodierte Reaktorblock 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl.

Wien. Vor genau 30 Jahren, am 26. April 1986, ereignete sich die bisher größte nukleare Katastrophe: Nach einem simulierten Stromausfall schlug die Notabschaltung des Reaktorblocks 4 des Atomkraftwerks Lenin in Tschernobyl fehl - um 1.23 Uhr geriet die Anlage außer Kontrolle und explodierte... weiter




Tschernobyl

Generation Tschernobyl1

  • Für viele jüngere ukrainische Künstler und Intellektuelle ist Tschernobyl der "exotischste Ort der Welt".

Kiew. (n-ost) Eigentlich spricht Nata Zhyzhchenko, die Frontfrau der Band "Onuka" und die erfolgreichste Electro-Musikerin in der Ukraine, auf ihren Konzerten nicht viel zu ihren Fans. Doch bevor sie ihren neuen Track "1986" in Kiew vor einem überfüllten Saal vorstellt... weiter




Komplexitätsforscher Klaus Mainzer. - © Foto: Technische Universität München

Interview

". . . oder wir gehen unter"2

"Wiener Zeitung": Herr Mainzer, der globale Energieverbrauch steigt laut Internationaler Energie Agentur bis 2035 um ein Drittel. Wohin führt der wachsende Energiehunger? Klaus Mainzer: Das hat sich der russische Astrophysiker Nikolai Kardashev schon vor 50 Jahren gefragt... weiter




Tschernobyl

Tschernobyl, ein Wetterleuchten für die Sowjetunion6

  • Die Atomkatastrophe legte die Schwächen des KP-Systems offen und erschütterte das Selbstbild der UdSSR.

Anatoli Stepanowitsch Djatlow war kein Mann, der das Risiko scheute. Der Russe, der 1931 in der Region Krasnojarsk geboren worden war, riss im Alter von 14 Jahren von zu Hause aus. Er studierte in Moskau, wurde Physiker und baute in den 1960er Jahren Atomreaktoren in U-Boote ein... weiter




Sarkophag

Tschernobyl bekommt neuen Sarkophag

Kiew. (leg/apa) 25 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl will die Ukraine im Oktober mit dem Bau eines neuen Sarkophags um den havarierten Reaktor beginnen. Die Regierung in Kiew gab an, dass ihr Spendenzusagen über rund 670 Millionen Euro vorliegen... weiter




Die ukrainische Aktivistinnengruppe "Femen", die schon öfter Nacktheit als Mittel des Protestes benutzt hat, demonstrierte in Kiew gegen Atomkraft und Regierung. Foto: reu

Geberkonferenz in Kiew sagt mehr als eine halbe Milliarde Euro an Hilfen zu, aber das reicht noch nicht

Zu wenig Geld für Tschernobyls neuen Sarkophag

  • Ukraine hatte auf 740 Millionen gehofft.
  • Gigantische Schutzhülle geplant.

Kiew. (gf/apa) Der Stahlbeton hat längst Risse bekommen. Was 1986 hastig um die Ruine von Reaktor 4 errichtet worden war, um die enorme Radioaktivität einzudämmen, hat dem Wetter und der Dauerbestrahlung nicht standgehalten. Der sogenannte Sarkophag des Atomkraftwerks Tschernobyl würde noch 15 Jahre... weiter




Ein Graffito auf der Wand eines Gebäudes in der Geisterstadt Pripyat. Im Hintergrund der Unglücksreaktor von Tschernobyl. - © epa/Sergey Dolzhenko

Dienst am 26. April - ein Liquidatorenschicksal

"Wir sind alle belogen worden"

Kiew. Anatoli Kalyagin ist jemand, den man gemeinhin als "lässigen Typen" bezeichnet. Die graue Mähne zu einem Zopf zusammengebunden, den linken Ellenbogen aufgestützt, immer ein gemütliches Lächeln auf den Lippen, eine Frohnatur eben. Innendrin ist hingegen vieles kaputt, vor allem die Gesundheit... weiter




Auch 25 Jahre nach der Katastrophe sind die Strahlenwerte rund um Tschernobyl noch extrem überhöht. - © epa/Sergey Dolzhenko

Eine Reisereportage der anderen Art

Mit Geigerzähler auf Abenteuertour

  • 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe kann man Tschernobyl als Tourist besuchen

Tschernobyl/Pripyat. Wäre dieses nervöse Piepsen nicht, man könnte sich direkt langweilen. Holprige Straßen, endlose Wälder, alles graubraun in graubraun. Hie und da ein paar Menschenseelen, meist Waldarbeiter. Ein breiter, zäher Fluss, immer wieder monströse Gebäude im Hintergrund; rostig, desolat... weiter




1,5 Millionen leben in damals verstrahlten Gebieten

25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl leben nach Angaben der russischen Regierung mehr als 1,5 Millionen Menschen in damals verstrahlten Gebieten. Diese Menschen verteilten sich auf rund 4.000 Orte, heißt es in einem Ende Jänner in Moskau veröffentlichen Bericht des... weiter




Vierhunderttausend Menschen mussten nach der Reaktorkatastrophe ihre Häuser verlassen. Foto: Knauer

Vor 25 Jahren explodierte das Kernkraftwerk in Tschernobyl, die Folgen sind noch lange nicht bewältigt

Der Sarkophag im Naturschutzgebiet

  • Ein Besuch der evakuierten Stadt Pripjat, nur drei Kilometer vom Unglücksreaktor entfernt.
  • Einige sind in die Sperrzone zurückgekehrt.

Pripjat. Das Schlimmste sind die winzigen Schuhe, die verlassen vor den kleinen Spinden liegen. Die stummen Bilder von der Flucht aus dem Kindergarten bringen die Mägen der Besucher aus dem fernen Westen Europas ins Drehen. Gerade vorher noch waren die Besucher direkt vor dem explodierten Block 4... weiter






Tschernobyl

Neues Leben im Schatten der Katastrophe

Neues Leben im Schatten der Katastrophe Prypjat. Längst blättert die weiße Farbe von den Fensterläden, die der Wind scheppernd gegen die mit Ocker gestrichene Holzwand des einst schmucken...



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AKW

Tschernobyl - damals und heute

akw - © Reuters/Gleb Garanich Am 26. April 1986 explodierte ein Reaktor bei einer Notfallübung im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl. Der AKW-Unfall ging als der bis dahin... weiter






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