• vom 25.03.2012, 08:23 Uhr

US-Wahl

Update: 02.04.2012, 14:10 Uhr
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Haushoher Sieg für erzkonservativen Ex-Senator

Santorum besiegt Romney bei US-Vorwahl in Louisiana



Washington/New Orleans. Das Hin und Her bei den US-Republikanern im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur hält an: Bei den Vorwahlen im US-Südstaat Louisiana am Samstag konnte der erzkonservative Ex-Senator Rick Santorum einen haushohen Sieg einfahren, nachdem wenige Tage zuvor sein in Führung liegender Hauptwidersacher Mitt Romney in Illinois abgeräumt hatte. Nach Angaben des Senders Fox News kam Santorum nach Auszählung von fast 60 Prozent der Stimmen auf 49 Prozent, Romney auf 26 Prozent.

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Allerdings hatten Experten einem Sieg Santorums in Louisiana von vornherein nur begrenzte Bedeutung beigemessen. Romney, ehemaliger Gouverneur von Massachusetts, hat mittlerweile mehr als doppelt so viele Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag Ende August gesammelt wie sein Widersacher. In Louisiana ging es am Samstag nur um weitere 20 Delegierte, die zudem dem Wahlergebnis entsprechend auf die Kandidaten verteilt wurden - zu wenig also für Santorum, um sich Romney enger an die Fersen zu heften.

Dennoch gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass der ehemalige Senator aus Pennsylvania ans Aufgeben denkt. Experten erwarten daher eine endgültige Entscheidung über den Herausforderer von Amtsinhaber Barack Obama bei der Präsidentenwahl im November frühestens im Juni.

Romney: Im Schneckentempo Richtung Nominierung
Für Romney bedeutet dies, dass er weiterhin die Nominierung nur im Kriechtempo ansteuern kann. Nach einer Schätzung des Senders CNN vor der Vorwahl in Louisiana lag er zwar mit 529 Delegiertenstimmen klar vor Santorum mit 249 Stimmen, aber er ist immer noch weit von der magischen Zahl 1.144 entfernt: So viele Stimmen benötigt er für die Nominierung.

Die beiden weiteren Mitbewerber, Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich und der Abgeordnete Ron Paul, hinken weit abgeschlagen hinterher. Gingrich musste sich auch in Louisiana mit dem dritten Platz begnügen (16 Prozent), Paul bildete das Schlusslicht.

Anfang April finden die Republikaner-Vorwahlen in Wisconsin, Maryland und der Hauptstadt Washington DC statt. Außerdem gibt es in den kommenden Monaten noch Vorwahlen in den bevölkerungsreichen Bundesstaaten New York, Texas und Kalifornien. Romney hat die Unterstützung des Partei-Establishments, insbesondere die wertkonservativen Anhänger der Republikaner konnte der frühere Gouverneur bisher aber noch nicht überzeugen.

Mit dem Sieg in Louisiana hat Santorum insgesamt elf Wahlerfolge für sich verbuchen können, Romney gewann 21 Vorwahlen. "Die Menschen von Louisiana haben eine eindeutige Botschaft übermittelt - dieses Rennen ist noch längst nicht entschieden", erklärte Santorum nach Bekanntgabe des Ergebnisses.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-02 14:10:34
Letzte Änderung am 2012-04-02 14:10:51


Mit Cofetti-Regen wurde der Wahlsieg von Barack Obama gefeiert.

Colorado: 9 Wahlmänner - Obama konnte 2008 in dem traditionell republikanisch wählenden Staat überraschend gewinnen. Die Ablehnung der von Washington verordneten Politik trifft zwar Obama stärker als Romney, doch ist die Stimmung eher von Diskussionen über das kleinere Übel denn von Enthusiasmus für einen Kandidaten geprägt. In den Meinungsumfragen liegen die Kandidaten abwechselnd in Führung. Viele Wähler wollen noch überzeugt werden.

Nicht nur Barack Obama und Mitt Romney wollen ins Weiße Haus. Die Grand Old Party hofft auf einen zugkräftigen Herausforderer Obamas. Bis dahin wirbt sie mit etwas angestaubter Grafik.

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