Tampa. Die US-Republikaner haben den Multimillionär Mitt Romney offiziell zu ihrem Präsidentschaftskandidaten gekürt. Damit tritt der ehemalige Gouverneur von Massachusetts bei der Wahl am 6. November gegen den Amtsinhaber Barack Obama an. Eine überwältigende Mehrheit von 2.061 der 2.286 Delegierten sprach sich am Dienstagabend bei dem Parteitag in Tampa in Florida für den 65-Jährigen aus, weitere 190 Republikaner stimmten für den radikalliberalen Ron Paul.
Der Parteitag bestimmte den Kongressabgeordneten Paul Ryan als Romneys Vizekandidaten. Die Delegierten sprachen sich per Akklamation für den 42-jährigen Nachwuchsstar der republikanischen Partei aus. Romney hatte den Abgeordneten aus Wisconsin am 11. August als seinen zweiten Mann vorgestellt.
Sein größter politischer Erfolg
Romney erzielte damit im zweiten Anlauf um die Kandidatur seinen bisher größten politischen Erfolg. Vor vier Jahren noch war er Senator John McCain unterlegen, der letztlich gegen Obama verlor. Hinter Romney liegen 15 Monate parteiinterner Wahlkampf. Der Republikaner hatte Anfang Juni 2011 erklärt, dass er sich um das Präsidentenamt bewirbt. In monatelangen, zähen Vorwahlen setzte er sich dieses Jahr gegen rund ein Dutzend parteiinterner Kontrahenten durch. Die meisten hatten im Verlauf des Rennens aufgegeben.
Bei dem Parteitag sorgten Anhänger von Ron Paul und dessen Splittergruppe der Libertarier für Unruhe. Einige Dutzend Parteitagsteilnehmer reagierten vor der entscheidenden Abstimmung mit wütenden Buh-Rufen auf eine Änderung der Parteitagsstatuten, von denen sie sich schwer benachteiligt fühlen.
Jubel und ein Hurrikan
Als feststand, dass Romney die benötigte Delegiertenzahl von mindestens 1.144 erreicht hatte, brach unter der großen Mehrheit der Parteitagsbesuchern lauter Jubel aus. "Mitt, Mitt, Mitt", riefen sie, auf den vielen Bildschirmen in der Halle erschienen Fotos des frisch gekürten Kandidaten und seiner Familie. Obwohl seine Wahl fraglos erwartet worden war, stellte sie doch einen bedeutenden Moment in der US-Geschichte dar. Romney will seine Nominierung zum Abschluss des Parteitags am Donnerstag in einer großen Rede akzeptieren. Jedoch wurde das minuziös geplante Parteitagsspektakel vom gleichzeitig an der benachbarten Golfküste wütenden Hurrikan "Isaac" überschattet.
Washington. Die Demokraten haben Präsident Barack Obama am Donnerstagabend (Ortszeit) zum Wahlsieger im US-Staat Florida erklärt...weiter
Brüssel. Dass Europas Hauptstadt dem Ergebnis der US-Wahlen entgegenfiebert, kann man nicht wirklich behaupten. An diesem Mittwochmorgen um 3...weiter
US-Wahlen laufen häufig nicht so reibungslos, wie man es in Europa gewohnt ist. Denn die Wähler müssen sich oft stundenlang gedulden...weiter
Vice President Biden, Mr. Chief Justice, members of the United States Congress, distinguished guests, and fellow citizens: Each time we gather to...
weiter
Bei der Wahl am 6. November 2012 traten der amtierende Präsident und Vizepräsident, Barack Obama und Joe Biden, für die Demokraten an...
weiter