• vom 29.08.2012, 07:01 Uhr

US-Wahl

Update: 11.09.2012, 14:30 Uhr
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Romneys Ehefrau: "Ihr könnt Mitt vertrauen"

US-Republikaner küren Romney offiziell zum Obama-Herausforderer



  • Ex-Gouverneur kann nun gegen Amtsinhaber Obama antreten.
  • Feststimmung bei Parteitag und Proteste von Ron-Paul-Anhängern.

Die US-Republikaner haben den Multimillionär Mitt Romney offiziell zu ihrem Präsidentschaftskandidaten gekürt. - APAweb/J. Scott Applewhite/AP/dapd

Die US-Republikaner haben den Multimillionär Mitt Romney offiziell zu ihrem Präsidentschaftskandidaten gekürt. APAweb/J. Scott Applewhite/AP/dapd

Tampa. Die US-Republikaner haben den Multimillionär Mitt Romney offiziell zu ihrem Präsidentschaftskandidaten gekürt. Damit tritt der ehemalige Gouverneur von Massachusetts bei der Wahl am 6. November gegen den Amtsinhaber Barack Obama an. Eine überwältigende Mehrheit von 2.061 der 2.286 Delegierten sprach sich am Dienstagabend bei dem Parteitag in Tampa in Florida für den 65-Jährigen aus, weitere 190 Republikaner stimmten für den radikalliberalen Ron Paul.

Der Parteitag bestimmte den Kongressabgeordneten Paul Ryan als Romneys Vizekandidaten. Die Delegierten sprachen sich per Akklamation für den 42-jährigen Nachwuchsstar der republikanischen Partei aus. Romney hatte den Abgeordneten aus Wisconsin am 11. August als seinen zweiten Mann vorgestellt.


Sein größter politischer Erfolg
Romney erzielte damit im zweiten Anlauf um die Kandidatur seinen bisher größten politischen Erfolg. Vor vier Jahren noch war er Senator John McCain unterlegen, der letztlich gegen Obama verlor. Hinter Romney liegen 15 Monate parteiinterner Wahlkampf. Der Republikaner hatte Anfang Juni 2011 erklärt, dass er sich um das Präsidentenamt bewirbt. In monatelangen, zähen Vorwahlen setzte er sich dieses Jahr gegen rund ein Dutzend parteiinterner Kontrahenten durch. Die meisten hatten im Verlauf des Rennens aufgegeben.

Bei dem Parteitag sorgten Anhänger von Ron Paul und dessen Splittergruppe der Libertarier für Unruhe. Einige Dutzend Parteitagsteilnehmer reagierten vor der entscheidenden Abstimmung mit wütenden Buh-Rufen auf eine Änderung der Parteitagsstatuten, von denen sie sich schwer benachteiligt fühlen.


Jubel und ein Hurrikan
Als feststand, dass Romney die benötigte Delegiertenzahl von mindestens 1.144 erreicht hatte, brach unter der großen Mehrheit der Parteitagsbesuchern lauter Jubel aus. "Mitt, Mitt, Mitt", riefen sie, auf den vielen Bildschirmen in der Halle erschienen Fotos des frisch gekürten Kandidaten und seiner Familie. Obwohl seine Wahl fraglos erwartet worden war, stellte sie doch einen bedeutenden Moment in der US-Geschichte dar. Romney will seine Nominierung zum Abschluss des Parteitags am Donnerstag in einer großen Rede akzeptieren. Jedoch wurde das minuziös geplante Parteitagsspektakel vom gleichzeitig an der benachbarten Golfküste wütenden Hurrikan "Isaac" überschattet.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-29 07:05:33
Letzte Änderung am 2012-09-11 14:30:47


Mit Cofetti-Regen wurde der Wahlsieg von Barack Obama gefeiert.

Colorado: 9 Wahlmänner - Obama konnte 2008 in dem traditionell republikanisch wählenden Staat überraschend gewinnen. Die Ablehnung der von Washington verordneten Politik trifft zwar Obama stärker als Romney, doch ist die Stimmung eher von Diskussionen über das kleinere Übel denn von Enthusiasmus für einen Kandidaten geprägt. In den Meinungsumfragen liegen die Kandidaten abwechselnd in Führung. Viele Wähler wollen noch überzeugt werden.

Nicht nur Barack Obama und Mitt Romney wollen ins Weiße Haus. Die Grand Old Party hofft auf einen zugkräftigen Herausforderer Obamas. Bis dahin wirbt sie mit etwas angestaubter Grafik.

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