• vom 03.09.2012, 18:46 Uhr

US-Wahl

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In North Carolina beginnt der Nominierungsparteitag der US-Demokraten

Obama bläst zum Angriff



  • Augenmerk am ersten Tag auf
  • First Lady und Jungstar Julián Castro.


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Charlotte/Washington. (aum) Schon der Ort an sich ist eine Kampfansage: Es ist in North Carolina, wo US-Präsident Barack Obama seinen Nominierungsparteitag abhält und sich von seinen Demokraten offiziell ins Rennen um eine zweite Amtszeit schicken lässt. Dabei gilt der Bundesstaat derzeit noch nicht einmal als Swing State, also einer jener entscheidenden Staaten, in denen es bei der Wahl im November ganz knapp hergehen wird. North Carolina wird tendenziell den Republikanern zugerechnet. Doch das stört Obama nicht. Im Gegenteil: Obama will nicht nur verteidigen, er will auch angreifen.

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Zu dem dreitägigen Politikspektakel werden rund 35.000 Besucher und 15.000 Journalisten erwartet. Dazu kommen knapp 6000 Parteitagsdelegierte und 10.000 ehrenamtliche Helfer. Als Redner haben die Demokraten das Feinste aufgeboten, das sie an Rhetorik zu bieten haben. Bei der Eröffnung heute, Dienstag, wird die beliebte First Lady, Michelle Obama, in der Time Warner Cable Arena von Charlotte das Feld für ihren Mann bereiten. Mit großer Spannung wird ebenfalls heute die Rede des Bürgermeisters der texanischen Stadt San Antonio, Polit-Jungstar Julián Castro, erwartet. Der 37-Jährige wird als Geheimfavorit für die Rolle als Spitzenmann der Demokraten nach Obama gehandelt. Noch vor acht Jahren war es Obama selbst, der mit einer viel bejubelten Rede auf dem Nominierungsparteitag von John Kerry auf sich aufmerksam machte.

Am Mittwoch wird Bill Clinton für die Wiederwahl Obamas zu werben. Der Ex-Präsident ist nach wie vor einer der beliebtesten Politiker des Landes und wird mit einer boomenden Wirtschaft in Verbindung gebracht. Am Donnerstag schließlich muss Obama selbst die Amerikaner von seinen Qualitäten überzeugen.

Derzeit ist der Präsident noch auf Wahlkampftour, verabsäumte es aber nicht, seinen republikanischen Rivalen, Mitt Romney, anzugreifen, der seinen Nominierungsparteitag letzte Woche hinter sich gebracht hat. Dort habe Romney "nicht eine neue Idee" präsentiert, sagte der Präsident am Sonntag. Sein Programm sei "eher für das vergangene Jahrhundert geeignet".

Damit legt sich Obama die Latte für seine eigene Rede hoch. Denn inzwischen kennen die Amerikaner ihren Präsidenten schon ziemlich gut. Nachdem er sich auf Attacken gegen Romney konzentriert hat, wird nun von Obama etwas Neues erwartet.




Schlagwörter

USA, Barack Obama

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-03 18:51:06


Mit Cofetti-Regen wurde der Wahlsieg von Barack Obama gefeiert.

Colorado: 9 Wahlmänner - Obama konnte 2008 in dem traditionell republikanisch wählenden Staat überraschend gewinnen. Die Ablehnung der von Washington verordneten Politik trifft zwar Obama stärker als Romney, doch ist die Stimmung eher von Diskussionen über das kleinere Übel denn von Enthusiasmus für einen Kandidaten geprägt. In den Meinungsumfragen liegen die Kandidaten abwechselnd in Führung. Viele Wähler wollen noch überzeugt werden.

Nicht nur Barack Obama und Mitt Romney wollen ins Weiße Haus. Die Grand Old Party hofft auf einen zugkräftigen Herausforderer Obamas. Bis dahin wirbt sie mit etwas angestaubter Grafik.

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