
Charlotte/Washington. (aum) Schon der Ort an sich ist eine Kampfansage: Es ist in North Carolina, wo US-Präsident Barack Obama seinen Nominierungsparteitag abhält und sich von seinen Demokraten offiziell ins Rennen um eine zweite Amtszeit schicken lässt. Dabei gilt der Bundesstaat derzeit noch nicht einmal als Swing State, also einer jener entscheidenden Staaten, in denen es bei der Wahl im November ganz knapp hergehen wird. North Carolina wird tendenziell den Republikanern zugerechnet. Doch das stört Obama nicht. Im Gegenteil: Obama will nicht nur verteidigen, er will auch angreifen.
Zu dem dreitägigen Politikspektakel werden rund 35.000 Besucher und 15.000 Journalisten erwartet. Dazu kommen knapp 6000 Parteitagsdelegierte und 10.000 ehrenamtliche Helfer. Als Redner haben die Demokraten das Feinste aufgeboten, das sie an Rhetorik zu bieten haben. Bei der Eröffnung heute, Dienstag, wird die beliebte First Lady, Michelle Obama, in der Time Warner Cable Arena von Charlotte das Feld für ihren Mann bereiten. Mit großer Spannung wird ebenfalls heute die Rede des Bürgermeisters der texanischen Stadt San Antonio, Polit-Jungstar Julián Castro, erwartet. Der 37-Jährige wird als Geheimfavorit für die Rolle als Spitzenmann der Demokraten nach Obama gehandelt. Noch vor acht Jahren war es Obama selbst, der mit einer viel bejubelten Rede auf dem Nominierungsparteitag von John Kerry auf sich aufmerksam machte.
Am Mittwoch wird Bill Clinton für die Wiederwahl Obamas zu werben. Der Ex-Präsident ist nach wie vor einer der beliebtesten Politiker des Landes und wird mit einer boomenden Wirtschaft in Verbindung gebracht. Am Donnerstag schließlich muss Obama selbst die Amerikaner von seinen Qualitäten überzeugen.
Derzeit ist der Präsident noch auf Wahlkampftour, verabsäumte es aber nicht, seinen republikanischen Rivalen, Mitt Romney, anzugreifen, der seinen Nominierungsparteitag letzte Woche hinter sich gebracht hat. Dort habe Romney "nicht eine neue Idee" präsentiert, sagte der Präsident am Sonntag. Sein Programm sei "eher für das vergangene Jahrhundert geeignet".
Damit legt sich Obama die Latte für seine eigene Rede hoch. Denn inzwischen kennen die Amerikaner ihren Präsidenten schon ziemlich gut. Nachdem er sich auf Attacken gegen Romney konzentriert hat, wird nun von Obama etwas Neues erwartet.
Washington. Die Demokraten haben Präsident Barack Obama am Donnerstagabend (Ortszeit) zum Wahlsieger im US-Staat Florida erklärt...weiter
Brüssel. Dass Europas Hauptstadt dem Ergebnis der US-Wahlen entgegenfiebert, kann man nicht wirklich behaupten. An diesem Mittwochmorgen um 3...weiter
US-Wahlen laufen häufig nicht so reibungslos, wie man es in Europa gewohnt ist. Denn die Wähler müssen sich oft stundenlang gedulden...weiter
Vice President Biden, Mr. Chief Justice, members of the United States Congress, distinguished guests, and fellow citizens: Each time we gather to...
weiter
Bei der Wahl am 6. November 2012 traten der amtierende Präsident und Vizepräsident, Barack Obama und Joe Biden, für die Demokraten an...
weiter