• vom 05.09.2012, 07:18 Uhr

US-Wahl

Update: 05.09.2012, 13:56 Uhr
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Michelle Obama warb beim Parteitag der Demokraten für Wiederwahl ihres Mannes

Der große Auftritt der First Lady



  • Obama wird am Mittwochabend nominiert.

First Lady Michelle Obama konnte in Charlotte die Delegierten des demokratischen Parteitages begeistern.

First Lady Michelle Obama konnte in Charlotte die Delegierten des demokratischen Parteitages begeistern.APAweb / AP, Jae C. Hong First Lady Michelle Obama konnte in Charlotte die Delegierten des demokratischen Parteitages begeistern.APAweb / AP, Jae C. Hong

Charlotte. Mit einer von Anhängern gefeierten Rede hat sich die amerikanische First Lady Michelle Obama für die Wiederwahl ihres Ehemannes stark gemacht. Präsident Barack Obama verdiene eine zweite Amtszeit, weil er den Kampf sozialer Probleme nicht als Politik ansehe, sondern als persönliche Aufgabe, rief die 48-Jährige am Dienstagabend (Ortszeit) jubelnden Delegierten beim Parteitag der Demokraten in Charlotte (North Carolina) zu. Der Auftritt der beliebten Präsidenten-Gattin zur besten TV-Sendezeit sollte Obama wichtige Sympathiepunkte für die Wahl am 6. November einbringen.

"Er erinnert mich daran, dass wir ein langes Spiel angehen, und der Wechsel ist schwer und langsam - und kann nie sofort passiert. Aber letztendlich schaffen wir ihn. Das gelingt uns immer", so Michelle Obama, die damit auf die Enttäuschung mancher Wähler über die Politik des US-Präsidenten einging.

"Wir müssen noch einmal zusammenkommen und zusammenstehen für den Mann, dem wir vertrauen können, dass er dieses Land weiter nach vorn bringt", sagte Michelle Obama am Ende ihrer emotionalen Rede, in der sie tief in die Familiengeschichte eintauchte. "Wenn es darum geht, unsere Wirtschaft wieder aufzubauen, dann denkt Barack an Leute wie meinen Vater und seine Großmutter", sagte sie und verwies auf die bescheidenen Verhältnisse, in denen beide aufwuchsen. Sie setzte damit einen Kontrapunkt zum republikanischen Herausforderer Mitt Romney, der Spross eines erfolgreichen Geschäftsmanns ist.

Antwort auf Rede von Ann Romney

Michelle Obamas Ansprache war seit Tagen mit Spannung erwartet worden, nachdem in der vergangenen Woche Ann Romney bei dem Parteitag der Republikaner auf der emotionalen Ebene vorgelegt hatte. In einer hochgelobten Rede stellte auch sie ihren 65 Jahre alten Mann als treu sorgenden Familienvater dar. Michelle Obama lobte die Werte ihres Mannes ebenso umfassend.

Wie zuvor Ann Romney stellte Michelle Obama auch ihre persönliche Beziehung zu ihrem Gatten in den Mittelpunkt ihrer Rede. Die Erfahrung der Präsidentschaft habe sie noch enger zusammengeführt. "Ich hätte nicht gedacht, dass das möglich ist, aber heute liebe ich meinen Mann sogar noch mehr als vor vier Jahren", sagte sie. Das liege auch daran, dass sie in der Zeit viel über ihn gelernt habe. "Ich habe aus erster Hand erfahren, dass Präsident zu sein Dich nicht verändert - es zeigt, wer Du bist." Obama schaute die Rede mit seinen Töchtern Malia und Sasha vor dem Fernseher im Weißen Haus.

Obama soll am Mittwochabend nominiert werden

Der dreitägige Parteitag ist am Dienstag mit fast 50 Reden eröffnet worden. Am Mittwochabend wollen die knapp 6.000 Delegierten Obama offiziell als ihren Kandidaten aufstellen. Die Nominierungsrede wird der Ex-Präsident Bill Clinton halten. Obamas große Antrittsrede folgt am Donnerstag. Ziel des medienwirksamen Parteitages ist es, die Weichen für die Wiederwahl zu stellen. Für Romney hatte das in der vergangenen Woche laut einer am Dienstag veröffentlichten Gallup-Umfrage nicht funktioniert. Ihr zufolge kommt Romney auf 46 Prozent Zustimmung, Obama auf 47. Noch eine Woche zuvor habe Romney einen hauchdünnen Vorsprung gehabt.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-05 07:34:16
Letzte Änderung am 2012-09-05 13:56:01


Mit Cofetti-Regen wurde der Wahlsieg von Barack Obama gefeiert.

Colorado: 9 Wahlmänner - Obama konnte 2008 in dem traditionell republikanisch wählenden Staat überraschend gewinnen. Die Ablehnung der von Washington verordneten Politik trifft zwar Obama stärker als Romney, doch ist die Stimmung eher von Diskussionen über das kleinere Übel denn von Enthusiasmus für einen Kandidaten geprägt. In den Meinungsumfragen liegen die Kandidaten abwechselnd in Führung. Viele Wähler wollen noch überzeugt werden.

Nicht nur Barack Obama und Mitt Romney wollen ins Weiße Haus. Die Grand Old Party hofft auf einen zugkräftigen Herausforderer Obamas. Bis dahin wirbt sie mit etwas angestaubter Grafik.

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US Wahlmänner 2012 - Gage - Creative Commons Bei der Wahl am 6. November 2012 traten der amtierende Präsident und Vizepräsident, Barack Obama und Joe Biden, für die Demokraten an... weiter



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