• vom 07.09.2012, 16:11 Uhr

US-Wahl

Update: 08.09.2012, 13:00 Uhr
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Nach Nominierungsparteitag Beliebtheitsanstieg des US-Präsidenten erwartet

Obama in der Favoritenrolle


Von Alexander U. Mathé

  • Herausforderer Romney konnte seinen Auftritt nicht optimal nutzen.

Washington/Wien. Barack Obama ist der Favorit. Nicht erst seit seiner Rede am Nominierungsparteitag der Demokraten. Der US-Präsident und Präsidentschaftskandidat für die Wahl am 6. November liegt seit Monaten in den Umfragen vor seinem republikanischen Rivalen Mitt Romney. Diese Woche hat Romney zwar aufgeschlossen und liegt nun mit Obama Kopf an Kopf, doch die Parteitagsrede verleiht den Zustimmungswerten üblicherweise einen signifikanten Schub. Dass Obama somit Romney schon bald davonziehen wird, scheint vorprogrammiert zu sein. Umso mehr, als die Republikaner bereits letzte Woche ihren Parteitag gefeiert haben und ihr Spitzenkandidat schon von dem "Convention"-Bonus profitiert. Noch dazu schaffte es Romney im Umfrageschnitt lediglich 1,3 Prozentpunkte zuzulegen, was ein außerordentlich niedriger Wert für dieses Ereignis ist. Obama dürfte also sogar ordentlich davonziehen.


© The credit "GRAPHIC NEWS" must appear with all uses of this graphic. © The credit "GRAPHIC NEWS" must appear with all uses of this graphic.

Die Zeitung "The New York Times" geht davon aus, dass - statistisch gesehen -Romney um ungefähr vier Prozentpunkte über seinem Endwert liegt und folgert, dass Obamas Chancen, die Wahl zu gewinnen, bei rund 75 Prozent liegen. Immerhin wird das Hoch nach dem Nominierungsparteitag als Zenit eines Kandidaten gewertet.

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Die Favoritenrolle Obamas zeigt sich auch an den Wahlmännern, den Repräsentanten der einzelnen Bundesstaaten, die im Endeffekt den Präsidenten wählen. Deren Anzahl variiert von Bundesstaat zu Bundesstaat. 270 von ihnen braucht ein Kandidat für den Sieg. Konservativen Schätzungen zufolge hat Obama 196 von ihnen bereits fix in der Tasche, Romney lediglich 170. Tendenziell kommen beim Demokraten noch 41 dazu, beim Republikaner 36. Bleiben noch die Swing States, also jene Staaten, in denen die Einwohner einmal mehrheitlich für den republikanischen Kandidaten stimmen, und dann wieder für den demokratischen, und das Ergebnis somit nicht vorher absehbar ist. Florida und Ohio gehören dabei traditionell zu den wichtigsten, weil die meisten Wahlmänner stellenden, Swing States. Auf diese Staaten wird sich der Wahlkampfeinsatz der Kandidaten konzentrieren, weshalb sie auch Battleground States genannt werden.

Viel, wenn nicht alles, wird für Obama von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängen. Die Republikaner werfen Obama vor, dass sich die Situation unter Obama verschlimmert habe. Die USA haben eine Staatsverschuldung von mehr als 16 Billionen Dollar. Die Arbeitslosenrate lag zuletzt bei 8,3 Prozent. Heute, Freitag, werden die aktuellen Daten veröffentlicht. Um seiner Favoritenrolle gerecht zu werden, wird Obama auf bessere Zahlen hoffen.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-07 16:18:04
Letzte Änderung am 2012-09-08 13:00:20


Mit Cofetti-Regen wurde der Wahlsieg von Barack Obama gefeiert.

Colorado: 9 Wahlmänner - Obama konnte 2008 in dem traditionell republikanisch wählenden Staat überraschend gewinnen. Die Ablehnung der von Washington verordneten Politik trifft zwar Obama stärker als Romney, doch ist die Stimmung eher von Diskussionen über das kleinere Übel denn von Enthusiasmus für einen Kandidaten geprägt. In den Meinungsumfragen liegen die Kandidaten abwechselnd in Führung. Viele Wähler wollen noch überzeugt werden.

Nicht nur Barack Obama und Mitt Romney wollen ins Weiße Haus. Die Grand Old Party hofft auf einen zugkräftigen Herausforderer Obamas. Bis dahin wirbt sie mit etwas angestaubter Grafik.

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