• vom 10.09.2012, 23:04 Uhr

US-Wahl

Update: 11.09.2012, 07:54 Uhr
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US-Wahl: Amtsinhaber liegt in neuer Umfrage vor Republikaner Romney

Obama im Aufwind



  • Demokrat liegt sechs Prozentpunkte vor Romney.

Barack Obama kann sich freuen: Laut neuesten Umfragen liegt der demokratische Amtsinhaber vor seinem republikanischen Herausforderer. - APAweb/Alex Brandon, File/AP/dapd

Barack Obama kann sich freuen: Laut neuesten Umfragen liegt der demokratische Amtsinhaber vor seinem republikanischen Herausforderer. APAweb/Alex Brandon, File/AP/dapd

Washington. Der Parteitag der Demokraten hat US-Präsident Barack Obama nach einer neuen Umfrage eine deutliche Führung vor seinem republikanischen Wahlgegner Mitt Romney beschert. Laut der am Montag veröffentlichten CNN/ORC-Erhebung liegt der Demokrat nun mit sechs Prozentpunkten vorn: Er kommt auf 52 Prozent, Romney auf 46 Prozent. Dem Sender CNN zufolge bedeutet dies für Obama einen Sprung von vier Prozentpunkten nach oben innerhalb von weniger als einer Woche.

Es ist allerdings eher üblich, dass Kandidaten jeweils nach ihren Parteitagen in Umfragen zulegen. Diese Wirkung verpufft dann häufig rasch wieder. Für Romney ist es indessen besorgniserregend, dass er von dem Treffen seiner Republikaner praktisch überhaupt nicht profitiert hat - nicht einmal vorübergehend.

Obama war am vergangenen Mittwoch (Ortszeit) auf dem Parteitag in Charlotte (North Carolina) offiziell zum Präsidentschaftskandidaten gekürt worden und hatte einen Tag später seine Nominierungsrede gehalten. In der Woche davor waren die Republikaner in Tampa (Florida) zusammengekommen, um Romney offiziell ins Rennen zu schicken.

Lehrerstreik lässt Obama um Gewerkschaftsspenden bangen
Zwei Monate vor der US-Präsidentenwahl droht Amtsinhaber Barack Obama wegen eines Streits um Schulreformen die Unterstützung der Gewerkschaften wegzubrechen. In Obamas Wahlheimat Chicago legten am Montag fast 30.000 Lehrer und Angestellte ihre Arbeit an öffentlichen Schulen nieder, nachdem letzte Verhandlungen am Sonntag gescheitert waren.

Von dem ersten Streik seit 25 Jahren im drittgrößten Schulbezirk des Landes waren etwa 350.000 Schüler betroffen. Die Lehrer wollen mit ihrem Protest die umstrittene Schulreform von Bürgermeister Rahm Emanuel, Obamas Ex-Stabschef im Weißen Haus, zu Fall zu bringen.

Obama ist im Wahlkampf stark auf Spenden der traditionell den Demokraten zugeneigten Gewerkschaften angewiesen. Umfragen vom Sonntag zufolge liegt er derzeit mit 47 Prozent vier Punkte vor seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Doch ein längerer Ausstand in Chicago könnte Arbeitnehmervertreter landesweit gegen die Demokraten aufbringen.

Die Gewerkschaften fürchten vor allem, dass Emanuels Unterstützung für sogenannte Vertragsschulen ("charter schools") das öffentliche Schulsystem aushöhlt. Diese Schulen werden aus Steuermitteln finanziert, haben aber mehr Entscheidungsspielraum als staatliche Schulen. Außerdem will Emanuel das desolate Schulsystem der Millionenstadt mit strengeren Bewertungen der Lehrer auf Vordermann bringen. Die US-Regierung unterstützt die Reformvorhaben des Obama-Vertrauten Emanuel. Die Gewerkschaften fordern mehr Geld für die Bildung an öffentlichen Schulen und kleinere Klassen.

Emanuel kritisierte den Streik als unnötig, weil die Verhandlungspartner einer Einigung sehr nahe seien. Die Schulbehörde bot dem Lehrpersonal nach eigenen Angaben im Schnitt 16 Prozent mehr Gehalt über die kommenden vier Jahre an. Das Personal an öffentlichen Schulen in den USA wird generell schlechter bezahlt als etwa in Deutschland.

Einig sind sich die Konfliktparteien in Chicago, dass die Einrichtungen im drittgrößten Schulbezirk der USA verbessert werden müssen. In der Metropole des Mittleren Westens schaffen weniger Schüler öffentlicher High-Schools einen Abschluss als im Landesdurchschnitt, während in den reicheren Vororten Chicagos überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt werden. Die Probleme in Chicago sind damit symptomatisch für die Schwierigkeiten innerstädtischer öffentlicher Schulen in den USA.




Schlagwörter

US-Wahl, Mitt Romney, Barack Obama

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-10 23:05:49
Letzte Änderung am 2012-09-11 07:54:43


Mit Cofetti-Regen wurde der Wahlsieg von Barack Obama gefeiert.

Colorado: 9 Wahlmänner - Obama konnte 2008 in dem traditionell republikanisch wählenden Staat überraschend gewinnen. Die Ablehnung der von Washington verordneten Politik trifft zwar Obama stärker als Romney, doch ist die Stimmung eher von Diskussionen über das kleinere Übel denn von Enthusiasmus für einen Kandidaten geprägt. In den Meinungsumfragen liegen die Kandidaten abwechselnd in Führung. Viele Wähler wollen noch überzeugt werden.

Nicht nur Barack Obama und Mitt Romney wollen ins Weiße Haus. Die Grand Old Party hofft auf einen zugkräftigen Herausforderer Obamas. Bis dahin wirbt sie mit etwas angestaubter Grafik.

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