• vom 18.09.2012, 21:27 Uhr

US-Wahl

Update: 18.09.2012, 21:47 Uhr
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Heimlich bei Veranstaltung im Mai gedreht

Video-Mitschnitte machen Romney zu schaffen



  • Republikaner zog über Obama-Anhänger her und sprach Palästinensern Willen zum Frieden ab.
  • Obamas Regierung nutzt Video für Attacke auf Herausforderer.

Heimlich gedrehte Video-Mitschnitte von einer Spendengala haben den US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney innenpolitisch in Bedrängnis gebracht

Heimlich gedrehte Video-Mitschnitte von einer Spendengala haben den US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney innenpolitisch in Bedrängnis gebrachtAPAweb/Charles Dharapak/AP/dapd Heimlich gedrehte Video-Mitschnitte von einer Spendengala haben den US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney innenpolitisch in Bedrängnis gebrachtAPAweb/Charles Dharapak/AP/dapd

Washington. Heimlich gedrehte Video-Mitschnitte von einer Spendengala haben den US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney innenpolitisch in Bedrängnis gebracht. In den im Internet veröffentlichten Aufnahmen zieht der Multimillionär während der exklusiven Wahlkampfveranstaltung im Mai massiv über die Anhänger von Amtsinhaber Barack Obama her. Zudem äußerte er die Einschätzung, dass die Palästinenser keinen Frieden wollten und es deshalb im Konflikt mit Israel auch keine Lösung geben könne. Das Obama-Lager kritisierte den Republikaner massiv für seine Äußerungen.

"Es sind 47 Prozent, die zu ihm (Obama) halten, die abhängig sind von der Regierung, die sich als Opfer sehen und die glauben, dass die Regierung sich um sie kümmern muss", sagt Romney in dem mit versteckter Kamera gedrehten Mitschnitt abfällig. "Es ist nicht mein Job, mir um diese Leute Sorgen zu machen", fügte er mit Blick auf die Anhänger Obamas hinzu. "Ich werde sie nie davon überzeugen, dass sie selbst Verantwortung übernehmen und sich um ihr Leben kümmern sollten." Er müsse sich vielmehr um die "fünf bis zehn Prozent" der Wähler in der Mitte Gedanken machen, die sich noch nicht auf einen Kandidaten für den Urnengang am 6. November festgelegt hätten.

"47 Prozent der Amerikaner zahlen keine Steuern"
An einer anderen Stelle in dem Film, den das linksgerichtete US-Magazin "Mother Jones" am Montag auf seine Website stellte, behauptet Romney: "47 Prozent der Amerikaner zahlen keine Steuern." Der vermögende Ex-Gouverneur von Massachusetts und Mitbegründer der Beteiligungsgesellschaft Bain Capital steht in der Kritik, nicht transparent genug über seine Steuerzahlungen Auskunft zu geben und selbst von Steuervorteilen zu profitieren, in deren Genuss vor allem Wohlhabende kommen.

Dem Obama-Lager lieferten die Aussagen eine Steilvorlage. "Es ist schockierend, dass ein US-Präsidentschaftskandidat hinter verschlossenen Türen vor einer Gruppe wohlhabender Spender erklärt, die Hälfte des amerikanischen Volks sehe sich als Opfer", erklärte Obamas Wahlkampfleiter Jim Messina. "Es ist schwierig, als Präsident aller Amerikaner zu dienen, wenn man verächtlich die Hälfte der Nation abgeschrieben hat." Obamas Berater versuchen ohnehin schon, Romney als elitären Superreichen anzuprangern, der die Sorgen und Nöte der Amerikaner in Zeiten der Wirtschaftskrise und hoher Arbeitslosigkeit nicht versteht.




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Mitt Romney, Barack Obama

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-18 21:32:00
Letzte Änderung am 2012-09-18 21:47:18


Mit Cofetti-Regen wurde der Wahlsieg von Barack Obama gefeiert.

Colorado: 9 Wahlmänner - Obama konnte 2008 in dem traditionell republikanisch wählenden Staat überraschend gewinnen. Die Ablehnung der von Washington verordneten Politik trifft zwar Obama stärker als Romney, doch ist die Stimmung eher von Diskussionen über das kleinere Übel denn von Enthusiasmus für einen Kandidaten geprägt. In den Meinungsumfragen liegen die Kandidaten abwechselnd in Führung. Viele Wähler wollen noch überzeugt werden.

Nicht nur Barack Obama und Mitt Romney wollen ins Weiße Haus. Die Grand Old Party hofft auf einen zugkräftigen Herausforderer Obamas. Bis dahin wirbt sie mit etwas angestaubter Grafik.

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Obama Inauguration - apaWeb / Reuters Vice President Biden, Mr. Chief Justice, members of the United States Congress, distinguished guests, and fellow citizens: Each time we gather to... weiter




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US Wahlmänner 2012 - Gage - Creative Commons Bei der Wahl am 6. November 2012 traten der amtierende Präsident und Vizepräsident, Barack Obama und Joe Biden, für die Demokraten an... weiter



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