• vom 11.10.2012, 09:40 Uhr

US-Wahl

Update: 11.10.2012, 10:00 Uhr
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Republikaner rudert auf konservative Position zurück

Romney will "Anti-Abtreibungs-Präsident" sein



  • Obama hatte bei TV-Duell "einen schlechten Tag".

Der Republikaner Mitt Romney outet sich als Abtreibungsgegner. - APAweb / AP, Evan Vucci

Der Republikaner Mitt Romney outet sich als Abtreibungsgegner. APAweb / AP, Evan Vucci

Washington. Nach moderaten Aussagen zum umstrittenen Thema Abtreibung ist der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney wieder zurückgerudert. Vor Journalisten stellte Romney am Mittwoch auf einer Wahlkampftour durch den Bundesstaat Ohio klar, dass er ein Gegner von Schwangerschaftsabbrüchen sei. "Ich bin ein Anti-Abtreibungs-Kandidat und ich werde ein Anti-Abtreibungs-Präsident sein", sagte er.

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In einem Interview mit der Zeitung "Des Moines Register" hatte Romney am Dienstag versichert, dass er im Fall seines Wahlsieges keine Verschärfung des Abtreibungsrechts anstrebe. "Es gibt nach meiner Kenntnis kein Gesetzesvorhaben zum Thema Abtreibung, das Teil meiner Agenda werden würde", sagte er. Der erzkonservative Flügel der Republikaner hatte den früheren Gouverneur von Massachusetts wegen seiner wechselnden Positionen beim Thema Abtreibung schon immer kritisch beäugt.

In die politische Mitte gerückt
In den vergangenen Tagen war Romney bei einer Reihe von Themen in die politische Mitte gerückt. Im ersten TV-Duell mit Obama bestritt er vehement, Steuersenkungen zugunsten der Reichen durchsetzen zu wollen. Auch in der Einwanderungs- und Gesundheitspolitik trat er gemäßigter auf. Meinungsforscher sehen Romney weniger als vier Wochen vor der Wahl am 6. November im Aufwind.

Obama hatte "einen schlechten Tag"
US-Präsident Barack Obama war nach eigener Einschätzung beim ersten Fernsehduell gegen seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney nicht gut in Form. "Ich hatte eine schlechten Tag", sagte der demokratische Amtsinhaber am Mittwoch dem Fernsehsender ABC mit Blick auf die Fernsehdebatte vor einer Woche. Romney dagegen habe "einen guten Tag" erwischt. Unabhängig von der Tagesform seien die grundsätzlichen inhaltlichen Fragen des Präsidentschaftswahlkampfes aber die gleichen geblieben, betonte Obama.

Der Präsident hatte bei der Fernsehdebatte eher matt gewirkt, Romney konnte nach Ansicht von Experten das erste von insgesamt drei TV-Duellen für sich entscheiden. Auch laut Umfragen siegte der Obama-Herausforderer bei der Debatte, seine Popularitätswerte stiegen anschließend.

Die nächste Debatte zwischen den beiden Politikern steht in der kommenden Woche an. Zuvor treffen am Donnerstagabend (Ortszeit) US-Vizepräsident Joe Biden und der republikanische Vizekandidat Paul Ryan bei ihrer einzigen Fernsehdebatte aufeinander. Bei dem 90-minütigen Duell an einer Hochschule in der Kleinstadt Danville im US-Staat Kentucky soll es um innen- und außenpolitische Themen gehen.




Schlagwörter

Barack Obama, Mitt Romney, US-Wahl

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-11 09:41:05
Letzte Änderung am 2012-10-11 10:00:30


Mit Cofetti-Regen wurde der Wahlsieg von Barack Obama gefeiert.

Colorado: 9 Wahlmänner - Obama konnte 2008 in dem traditionell republikanisch wählenden Staat überraschend gewinnen. Die Ablehnung der von Washington verordneten Politik trifft zwar Obama stärker als Romney, doch ist die Stimmung eher von Diskussionen über das kleinere Übel denn von Enthusiasmus für einen Kandidaten geprägt. In den Meinungsumfragen liegen die Kandidaten abwechselnd in Führung. Viele Wähler wollen noch überzeugt werden.

Nicht nur Barack Obama und Mitt Romney wollen ins Weiße Haus. Die Grand Old Party hofft auf einen zugkräftigen Herausforderer Obamas. Bis dahin wirbt sie mit etwas angestaubter Grafik.

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