Washington. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat mit einer Aussage über "Aktenordner voller Frauen" für Erheiterung im Internet gesorgt. Bei der Debatte mit Amtsinhaber Barack Obama am Dienstagabend (Ortszeit) sprach Romney über Chancengleichheit und erzählte, wie er als Gouverneur des Staates Massachusetts Frauen in sein Kabinett aufnehmen wollte. Dabei habe er zahlreiche Dossiers über Kandidatinnen erhalten. Für die Auswahl seien bei ihm "binders full of women" (zu Deutsch: ganze Ordner voller Frauen) gelandet, sagte der fünffache Familienvater Romney.
Die missratene Formulierung wurde zu einem sofortigen Hit im Internet. Manche Nutzer sprachen von Macho-Gehabe des Republikaners. Innerhalb weniger Stunden waren die "Ordner" das am dritthäufigsten gesuchte Thema auf Google. Postwendend fanden erste Parodien eines Frauen in Aktenordner steckenden Romney ihren Weg in die sozialen Netzwerke von Facebook und Twitter. "Das muss die Love-Story von Mitt und Ann Romney gewesen sein", ätzte etwa eine Twitter-Userin.
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