• vom 22.10.2012, 07:29 Uhr

US-Wahl

Update: 22.10.2012, 07:36 Uhr
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Obama und Romney bereiten sich auf letztes Fernsehduell vor

"Panda-Knuddler" vor "Drachentöter": China favorisiert Obama



  • Außenpolitische Debatte findet genau 15 Tage vor US-Wahl statt.
  • Für die meisten Palästinenser ist Obama das kleinere Übel.

"Panda-Knuddler" vor "Drachentöter": Im letzten Duell von Obama und Romney geht es um die Außenpolitik.

"Panda-Knuddler" vor "Drachentöter": Im letzten Duell von Obama und Romney geht es um die Außenpolitik.APAweb/REUTERS/Jim Young "Panda-Knuddler" vor "Drachentöter": Im letzten Duell von Obama und Romney geht es um die Außenpolitik.APAweb/REUTERS/Jim Young

Washington. Vor ihrem letzten Fernsehduell haben sich US-Präsident Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney zu letzten Vorbereitungen zurückgezogen. Der Wahlkampf ruhte am Wochenende weitgehend, während die beiden Kandidaten an ihren Argumenten für die außenpolitische Debatte feilten.

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  Der Auftritt in Boca Raton im US-Staat Florida am (heutigen) Montag ist die letzte große Möglichkeit für Obama und Romney, vor einem Millionenpublikum ihre Führungsqualitäten anzupreisen. Obama hatte sich bereits am Freitag mit seinen wichtigsten Beratern auf seinen Urlaubssitz Camp David zurückgezogen.

  Romney, der auch vor den beiden vorangegangenen Debatten viel Zeit in die Vorbereitung investiert hatte, verbrachte das Wochenende in Florida. Das 90-minütige Duell findet genau 15 Tage vor der US-Wahl statt, doch in vielen der wahlentscheidenden Staaten hat die vorzeitige Stimmabgabe bereits begonnen. Laut einer am Sonntag von NBC News und dem "Wall Street Journal" veröffentlichten Umfrage lagen Romney und Obama bei Wählern, die wahrscheinlich zur Wahl gehen wollen, gleichauf bei 47 Prozent.


China wäre ein Sieg von Amtsinhaber Barack Obama bei den US-Präsidentschaftswahlen am liebsten. Allen Spannungen zum Trotz hat sich das Verhältnis zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Erde gar nicht so schlecht entwickelt, wie chinesische Experten anmerken. Hauptstreitpunkte für die USA sind aber das Handelsdefizit der USA und die Marktbarrieren in China.

  Der Vorwurf, dass China seine Währung unterbewerte, um seine Exporte zu verbilligen, hat eigentlich an Brisanz verloren. Seit 2005 hat der Yuan um 30 Prozent zugelegt. Obamas republikanischer Herausforderer Romney will China trotzdem "am ersten Tag im Amt" als Währungsmanipulator einstufen. Das hätte Strafzölle zur Folge. Romney profiliert sich auf diese Weise als "Drachentöter" und bringt Obama als "Panda-Knuddler" unter Druck.

  Beide Handelsnationen sind voneinander abhängig. China ist größter ausländischer Kreditgeber der hoch verschuldeten USA. Die USA wiederum brauchen die Kooperation der Vetomacht China im Weltsicherheitsrat bei der Lösung von Krisen weltweit - sei es in Syrien, seien es die Atomstreitigkeiten mit dem Iran oder Nordkorea.

  Misstrauisch unterstellt Peking den USA, den Aufstieg Chinas zur asiatischen Großmacht verhindern zu wollen. Während die Amerikaner über die Modernisierung des chinesischen Militärs besorgt sind, fühlen sich die Chinesen durch die verstärkte US-Militärpräsenz im Pazifik bedroht. Vom nächsten US-Präsidenten erhoffen sie sich, dass er sich aus Chinas Territorialkonflikten mit seinen Nachbarn um Inseln und Rohstoffe im Ost- und Südchinesischen Meer heraushält.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-22 07:32:30
Letzte Änderung am 2012-10-22 07:36:10


Mit Cofetti-Regen wurde der Wahlsieg von Barack Obama gefeiert.

Colorado: 9 Wahlmänner - Obama konnte 2008 in dem traditionell republikanisch wählenden Staat überraschend gewinnen. Die Ablehnung der von Washington verordneten Politik trifft zwar Obama stärker als Romney, doch ist die Stimmung eher von Diskussionen über das kleinere Übel denn von Enthusiasmus für einen Kandidaten geprägt. In den Meinungsumfragen liegen die Kandidaten abwechselnd in Führung. Viele Wähler wollen noch überzeugt werden.

Nicht nur Barack Obama und Mitt Romney wollen ins Weiße Haus. Die Grand Old Party hofft auf einen zugkräftigen Herausforderer Obamas. Bis dahin wirbt sie mit etwas angestaubter Grafik.

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