• vom 06.11.2012, 12:53 Uhr

US-Wahl

Update: 06.11.2012, 23:39 Uhr

USA

USA: Wo sich die Wahl entscheidet


Colorado: 9 Wahlmänner - Obama konnte 2008 in dem traditionell republikanisch wählenden Staat überraschend gewinnen. Die Ablehnung der von Washington verordneten Politik trifft zwar Obama stärker als Romney, doch ist die Stimmung eher von Diskussionen über das kleinere Übel denn von Enthusiasmus für einen Kandidaten geprägt. In den Meinungsumfragen liegen die Kandidaten abwechselnd in Führung. - © Foto: Nicholas A. Tonelli - CC  Florida: 29 Wahlmänner - Schon aufgrund der Zahl der Wahlmänner ist Florida ein Schlüsselstaat. 2000 gewann George W. Bush mit einem Vorsprung von 537 umstrittenen Stimmen und wurde dadurch Präsident. Jeder fünfte Wähler ist ein Hispanic, hat also Wurzeln in Lateinamerika. Die Älteren, die aus Kuba nach Florida kamen, neigen Romney zu, die Jüngeren ziehen Obama vor. Der republikanische Gouverneur Rick Scott ist aufgrund seiner geringen Zustimmung eher ein Nachteil für Romney. Im Mittelpunkt des Wahlkampfes stehen die Arbeitslosigkeit und die zahlreichen Zwangsversteigerungen von Liegenschaften. Der Sunshine State hat mit 17.3% Senioren den höchsten Anteil aller Bundesstaaten. Sie dürften über die von den Republikanern geplanten Kürzungen bei Sozialausgaben und staatlicher Krankenversicherung nicht erfreut sein. - © Foto: James Pace - CC  Iowa: 6 Wahlmänner - Für die rund 15 Prozent der Über-65jährigen sind das Gesundheitssystem und die Krankenversicherung naheliegende Themen. In der Landwirtschaft spielt die Debatte um staatliche Zuschüsse eine wichtige Rolle. - © Foto: Carl Wycoff - CC  Nevada: 6 Wahlmänner
Hinter der Glitzerfassade von Las Vegas schaut es traurig aus. Nevada hat mit 12,4% die höchte Arbeitslosenrate und daraus folgend die höchste Quote an zwangsversteigerten Häusern. Dementsprechend stehen Wirtschaftsfragen im Mittelpunkt des Interesses. Da mehr als ein Viertel der Wähler aus Latein- und Mittelamerika stammen, ist die Immigrationspolitik ebenfalls ein Topthema. - © Foto: Las Vegas von Simeon87 - CC  New Hampshire: 4 Wahlmänner - 2008 siegte Obama hier vor allem aufgrund der Stimmen von Wählerinnen, die gegen den strikten Abtreibungsgegner McCain stimmten. Romney hat sich zwar ebenfalls gegen legale Abtreibungen ausgesprochen, vermeidet das Thema jedoch angelegentlich. Wirtschaftsfragen spielen in dem reichen New England-Staat ausführlich traditionell eine große Rolle. - © Foto: bluepoint - CC  Michigan: 16 Wahlmänner - Michigan ist die Heimat Mitt Romneys, in der sein Vater als Gouverneur in guter Erinnerung ist. Dennoch dürften die aktuellen Erfolge Obamas mehr zählen: Der Präsident kann darauf verweisen, die Autoindustrie durch staatliches Eingreifen 2009 gerettet zu haben - und zwar gegen den Widerstand Romneys und der Republikaner. In Zahlen ausgedrückt sank die Arbeitslosenquote von 14,2% (August 2009) auf immer noch hohe 9.3% (September 2012). - © Foto: Verlassene Packard-Fabrik con Albert Duce - CC  North Carolina: 15 Wahlmänner - In dem traditionell republikanischen Staat konnten nur Jimmy Carter (1976) und Obama (2008) gewinnen. Ausschlaggebend für den äußerst knappen Sieg waren die Stimmen der Afroamerikaner. Nicht nur die rund 10% Arbeitslosen und die 14.6% unter der Armutsgrenze lebenden Wähler erwarten sich von den Kandidaten Rezepte gegen die Wirtschaftskrise. Weitere zentrale Themen im einstigen "Dixie Dynamo" sind die Krankenversicherung und der Zustand der öffentlichen Schulen. Um den Widerstand der baptistischen Gemeinden gegen einen Mormonen zu brechen, holte sich Romney den Segen der Predigerlegende Billy Graham (93). - © Foto: Baptistenkirche von Linuxerist - CC  Ohio: 18 Wahlmänner - Ohio ist jede Menge Aufmerksamkeit sicher; seit 1960 wurde der Sieger in Ohio stets Präsident. Bei den Umfragen wechselt der Führende im Tagesrhythmus. 15.5% der Arbeitnehmer sind gewerkschaftlich organisiert (in Texas sind es nur 5%) und damit den Demokraten zugeneigt. Doch viele Arbeitslose haben den Glauben Obamas Programme verloren. Auch die angeschlagene starke Mittelschicht vermisst Rezepte gegen die Krise. Allerdings sind Wirtschaftsliberale wie Romneys Vizekandidat Paul Ryan für die von Billiglohnländern bedrohten Wähler erst recht nicht akzeptabel. - © Foto: Columbus Skyline von Derek Jensen - CC  Virginia: 6 Wahlmänner - Virginia wählt traditionell die republikanischen Kandidaten. 2008 gewann Obama allerdings mit 53% gegenüber 46% für John McCain. Dass die Schulen des Staates bei Tests äußerst schlecht abschnitten, hatte vor allem die Ablehnung des zentralen Testsystems zur Folge. Arbeitslosigkeit ist hingegen aufgrund der Nachbarschaft zu Washington D.C. kein wichtiges Thema. Allerdings hat sich Romney mit seiner Forderung nach weniger Regierungsbeamten bei Vielen unbeliebt gemacht. - © Foto: Thomas Jeffersons Herrenhaus auf dem Gut Monticello von YF12s - CC  Wisconsin: 10 Wahlmänner - Der als demokratisch geltende Staat hat 2012 mit Scott Walker einen Tea-Party-Republikaner zum Gouverneur gewählt. Wisconsin ist auch die Heimat des Vizekandidaten Paul D. Ryan. Dennoch haben die Republikaner Probleme mit ihrem Wahlkampf. Gouverneur Walker hat sich unter den Arbeitnehmern viele Feinde gemacht, als er die Rechte der Gewerkschaften beschnitt. Und nicht wenige der rund 14 Prozent Senioren dürften Ryans schroffe Sparpläne für Sozial- und Gesundheitsausgaben ins demokratische Lager treiben. - © Foto: Oconto County von Royalbroil 



  • Sehenswert (6)






Die Swing States stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit. Hier haben beide Kandidaten noch Chancen. Welche Motive bewegen die Wähler in Colorado,  Florida, Iowa, Michigan, Nevada, New Hampshire, North Carolina, Ohio, Virginia und Wisconsin?

Werbung




Schlagwörter

USA, Swing States, Florida, Ohio

Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2012-10-25 16:57:47
Letzte Änderung am 2012-11-06 23:39:11

Colorado: 9 Wahlmänner - Obama konnte 2008 in dem traditionell republikanisch wählenden Staat überraschend gewinnen. Die Ablehnung der von Washington verordneten Politik trifft zwar Obama stärker als Romney, doch ist die Stimmung eher von Diskussionen über das kleinere Übel denn von Enthusiasmus für einen Kandidaten geprägt. In den Meinungsumfragen liegen die Kandidaten abwechselnd in Führung.

Viele Wähler wollen noch überzeugt werden. Die Grand Old Party hofft auf einen zugkräftigen Herausforderer Obamas. Bis dahin wirbt sie mit etwas angestaubter Grafik.


Werbung



Barack Obama

President Barack Obama's Inaugural Address 2013

Vice President Biden, Mr. Chief Justice, members of the United States Congress, distinguished guests, and fellow citizens: Each time we gather to... weiter




USA

Präsidentschaftswahl in den USA 2012

US Wahlmänner 2012 - © Gage - Creative Commons Bei der Wahl am 6. November 2012 traten der amtierende Präsident und Vizepräsident, Barack Obama und Joe Biden, für die Demokraten an... weiter





Twitter Wall



Werbung