• vom 20.01.2012, 19:51 Uhr

Hintergrund

Update: 23.01.2012, 15:20 Uhr
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Präsident Obamas Antrittsrede



Barack Obama legt den Amtseid ab.

Barack Obama legt den Amtseid ab.Master Sgt. Cecilio Ricardo, U.S. Air Force, Public Domain Barack Obama legt den Amtseid ab.Master Sgt. Cecilio Ricardo, U.S. Air Force, Public Domain

Was unsere gemeinsame Verteidigung angeht, weisen wir die Wahl zwischen unserer Sicherheit und unseren Idealen zurück. Unsere Gründungsväter, die sich für uns kaum vorstellbaren Gefahren ausgesetzt sahen, entwarfen eine Charta, um Rechtstaatlichkeit und Menschenrechte sicherzustellen, eine Charta, erweitert durch das Blut von Generationen. Diese Ideale erhellen noch immer die Welt, und wir werden sie nicht um der Zweckmäßigkeit willen opfern. Und deshalb für alle anderen Völker und Regierungen, die heute zusehen, für die größten Hauptstädte bis zu dem kleinen Dorf, in dem mein Vater geboren wurde: Wisst, dass Amerika ein Freund jeder Nation und jedes Mannes, jeder Frau und jedes Kindes ist, die eine friedliche und würdevolle Zukunft suchen, und dass wir wieder zur Führung bereitstehen.

Erinnern Sie sich, dass frühere Generationen Faschismus und Kommunismus nicht allein mit Raketen und Panzern überwunden haben, sondern mit stabilen Allianzen und dauerhaften Überzeugungen. Sie haben verstanden, dass unsere Macht allein uns nicht schützen kann oder uns das Recht gibt, zu tun, was wir wollen. Statt dessen wussten sie, dass unsere Macht durch bedachte Anwendung wächst; dass unsere Sicherheit daraus erwächst, dass unser Anliegen gerechtfertigt ist und aus der Kraft unseres Vorbilds, den mäßigenden Eigenschaften von Demut und Zurückhaltung."

Wir sind die Wahrer dieses Erbes. Einmal mehr geleitet von diesen Prinzipien, können wir uns jenen neuen Gefahren stellen, die noch mehr Einsatz fordern - noch mehr Zusammenarbeit und Verständnis der Nationen untereinander. Wir werden verantwortungsvoll damit beginnen, den Irak den Menschen dort zu überlassen und einen hartverdienten Frieden in Afghanistan schmieden. Mit alten Freunden und früheren Feinden werden wir unermüdlich arbeiten, um die nukleare Bedrohung zu verringern und das Phantom eines sich aufheizenden Planeten zurückzudrängen. Wir werden uns nicht für unseren Lebenswandel entschuldigen und bei seiner Verteidigung nicht wanken, und für alle jene, die ihre Ziele durch Terror und das Abschlachten Unschuldiger vorantreiben wollen, wir sagen Euch jetzt, dass unser Geist stärker ist und sich nicht brechen lässt; Ihr könnt uns nicht überdauern, und wir werden Euch besiegen.

Denn wir wissen, dass unser Patchwork-Erbe eine Stärke und keine Schwäche ist. Wir sind eine Nation von Christen und Muslimen, Juden und Hindus - und Nicht-Gläubigen. Wir sind geformt durch jede Sprache und Kultur aus jedem Winkel dieser Erde; und weil wir den bitteren Geschmack des Bürgerkriegs und der Teilung geschmeckt haben, und aus diesem dunklen Kapitel stärker und vereinter hervorgegangen sind, können wir nicht anders als daran glauben, dass alter Hass eines Tages vorbeigeht; dass die Grenzen zwischen den Gruppen bald verschwinden werden; dass, während die Welt immer kleiner wird, unsere gemeinsame Menschlichkeit sich zeigen wird; und dass Amerika seine Rolle spielen muss, um eine neue Ära des Friedens einzuleiten.

An die muslimische Welt - wir suchen einen neuen Weg nach vorn, basierend auf gegenseitigem Interesse und gegenseitigem Respekt. An jene Führer weltweit, die Zwietracht säen wollen oder die Probleme ihrer Gesellschaft dem Westen anlasten - wisst, dass Euer Volk Euch danach beurteilt, was Ihr aufbauen könnt - nicht danach, was Ihr zerstören könnt. An jene, die mit Hilfe von Korruption und Betrug und das Zum-Schweigen-Bringen anderer Meinungen an ihrer Macht festhalten, wisst, dass Ihr auf der falschen Seite der Geschichte steht; dass wir aber die Hand ausstrecken werden, wenn Ihr bereit seid, Eure Faust zu öffnen.




Schlagwörter

Antrittsrede, Barack Obama, USA

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-01-23 14:52:52
Letzte Änderung am 2012-01-23 15:20:19


Mit Cofetti-Regen wurde der Wahlsieg von Barack Obama gefeiert.

Colorado: 9 Wahlmänner - Obama konnte 2008 in dem traditionell republikanisch wählenden Staat überraschend gewinnen. Die Ablehnung der von Washington verordneten Politik trifft zwar Obama stärker als Romney, doch ist die Stimmung eher von Diskussionen über das kleinere Übel denn von Enthusiasmus für einen Kandidaten geprägt. In den Meinungsumfragen liegen die Kandidaten abwechselnd in Führung. Viele Wähler wollen noch überzeugt werden.

Nicht nur Barack Obama und Mitt Romney wollen ins Weiße Haus. Die Grand Old Party hofft auf einen zugkräftigen Herausforderer Obamas. Bis dahin wirbt sie mit etwas angestaubter Grafik.

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