Von 23. Oktober bis 6. November steht Wien ganz im Zeichen des Filmfestivals Viennale. Die Wiener Zeitung begleitet das Festival mit Beiträgen der beiden Film-Experten der "Wiener Zeitung", Alexandra Zawia und Matthias Greuling.


Viennale

Maidan, Fußball und Nick Cave2

  • Tipps aus dem Viennale-Dokumentarfilmprogramm

20.000 Days on Earth. Nick Cave, Nick Cave, Nick Cave. Muss man mehr sagen? Doch, denn diese Dokumentation von Ian Forsyth und Jane Pollard über den apokalyptischen Rock-Poeten Nick Cave ist nicht die übliche Art von Musikdoku, in der man ein wenig Konzert-Material hier und ein paar talking heads da präsentiert bekommt... weiter




Mortensen kommt nicht zu seinem Tribute nach Wien. - © K. Sartena

Viggo Mortensen

Viggo Mortensen3

(az) Unweigerlich sehe ich Viggo Mortensen jedes Mal nackt vor mir. In meiner Erinnerung nämlich an die legendäre Kampfszene aus David Cronenbergs "Eastern Promises", in der Mortensen in einem Badehaus nackt mit zwei russischen Gangstern ringt (einer davon gespielt von Vincent Cassel). Dieser Szene geht ein langer Spannungsaufbau voraus... weiter




Scopitones zeigten nach Münzeinwurf kurze 16mm-Musikstücke, die Vorläufer der Musikvideos. - © Viennale

16mm Film

16 Millimeter Freiheit1

  • Die Viennale zeigt "Revolutionen in 16mm". Ohne das Filmformat sähe die Filmgeschichte anders aus.

Die Filmgeschichte war immer auch eine Geschichte des Formalen, der Filmformate und ihrer Ästhetiken. Ein früher Stummfilm sah dank niedriger Bildfrequenzen und langsamen Schwarzweiß-Materials deutlich anders aus als ein früher Farbton-Film wie der in Technicolor schillernde "Robin Hood" von 1938. Ein rauer... weiter




Tipps

3D, Selbstmord und Slow Cinema2

  • Tipps aus dem Viennale-Spielfilmprogramm.

Adieu au langage. Mit 83 Jahren ist Godard nicht zu alt, um seinen ersten Film in 3D zu machen, und es wäre nicht Godard, würde er damit nicht wieder etwas Einzigartiges, sogar Neues schaffen. Im Grunde geht hier ein Mann (er) mit seinem Hund spazieren. Dabei überlappen Erinnerungen, Ereignisse, Anekdoten, Theorien und Thesen zu Kultur, Literatur... weiter




Eröffnet die Viennale 2014: Jessica Hausners Liebes- und Selbstmord-Drama "Amour Fou", das in Cannes Premiere hatte. - © Stadtkino Filmverleih

Viennale

Feuer und Name1

  • Sie ist kein "Best of"-Festival im herkömmlichen Sinne. Am 23. Oktober startet die Viennale.

Ein loderndes Feuer zeigt das diesjährige Sujet der Viennale, was einige schnell als "Sparflamme" interpretierten, schließlich bringe das Festival in seiner 52. Ausgabe "gar keinen Stargast" und ein Kino hat man auch verloren. Nach der Schließung des Stadtkinos am Schwarzenbergplatz hat das Festival zwar den neuen Eric-Pleskow-Saal im... weiter




Kommentar

Im cineastischen Feinkostladen2

Das ging flott: In den ersten beiden Vorverkaufstagen hat die Viennale bereits 42.000 Tickets verkauft - ein absoluter Rekord. 75 der insgesamt 391 Vorstellungen sind ausverkauft. Das liegt aber auch daran, dass man durch den Wegfall des ehemaligen Spielorts am Schwarzenbergplatz über einen Saal weniger verfügt und der neu errichtete... weiter




Viennale

Viennale bringt 160 neue Spiel- und Dokumentarfilme5

Wien. Das Viennale-Programm ist präsentiert, und schon beginnen bei den eifrigsten Viennale-Besuchern die Koordinationen für unzählige Kinovorstellungen. Festival-Chef Hans Hurch zeigt in diesem Jahr rund 160 neue Spiel- und Dokumentarfilme aus aller Welt, die er bei den wichtigsten Festivals - von Cannes bis Venedig - aufgespürt hat: Darunter sind... weiter




Western-Idyll: John Wayne in Fords "The Horse Soldiers". - © Filmmuseum

John Ford

Mister Ford nahm den Zug14

  • Das Österreichische Filmmuseum zeigt ab 16. Oktober die "Viennale"-Retrospektive über John Ford.

Wien. Wer von Western spricht, spricht von John Ford. Die Filme dieses Großmeisters und selbst ernannten "Director of Westerns" haben das amerikanischste aller Filmgenres maßgeblich geprägt. Wie kein anderer Regisseur hat Ford in den sechs Jahrzehnten seiner Karriere und in den rund 140 Spielfilmarbeiten akribisch daran gearbeitet... weiter




epa03938446 US actor/cast member Will Ferrell poses for photographers prior to the screening of 'Anchorman: The Legend of Ron Burgundy' at the Vienna International Film Festival, or Viennale, in Vienna, Austria, 06 November 2013. The movie was presented as part of a tribute to Ferrell at the Viennale that runs until 06 November.  EPA/GEORG HOCHMUTH - © APAweb, Georg Hochmuth

Nachlese 2013

51. Viennale endete mit glücklichem Leiter und gut gelauntem Stargast1

  • Hans Hurch: "Ich habe selten so viele ehrliche und gute Reaktionen bekommen.

Wien. "Das Beste kommt zum Schluss", weiß auch Viennale-Direktor Hans Hurch. Und so mussten erst die knapp zwei Wochen des 51. Wiener Filmfestivals vorübergehen, bis Stargast Will Ferrell anlässlich des ihm gewidmeten Tributes am Mittwochabend seine Aufwartung machte. Vor dem Abschlussfilm "Locke" von Steven Knight inklusive Preisverleihung gab... weiter




Es geht in den Filmen von Asghar Farhadi meist um die Familie, so auch in "Le Passé". - © Carole Bethuel

Nachlese 2013

"Vergangenheit existiert nicht"4

  • Der neue Film des Oscar-Preisträgers Asghar Farhadi bei der Viennale.

Wien. Für "Nader und Simin - eine Trennung" war der iranische Filmemacher Asghar Farhadi 2011 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet worden. Mit seinem neuen Film, "Le Passé", ist es wieder eine Familie im Kern, die als Katalysator für seine Verhandlung von zwischenmenschlicher Dynamik dient... weiter






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Vater und Sohn sind in "Like Father, Like Son" nicht aus demselben Fleisch und Blut - nach der Geburt lag eine Verwechslung vor. - © Thimfilm Sehr, sehr leicht könnte eine Geschichte über zwei Babys, die bei der Geburt vertauscht wurden und sechs Jahre danach plötzlich aus ihren Familien... weiter




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Liebesspiele: Beatrice (Amy Acker aus der Serie "Angel") und Benedikt (Alexis Denisof aus "Buffy") zanken sich gern. - © Polyfilm Gleich vorweg: Die Liebe kommt in "Viel Lärm um Nichts" nicht unbedingt gut weg, aber das wissen Shakespeare-Kenner natürlich... weiter




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Aktstudie, 1882/83, Musée Toulouse-Lautrec, Albi In Florenz. © Clet Abraham

<span style="font-weight: bold;">World Press Photo des Jahres 2013</span>: John Stanmeyer, Afrikanische Migranten an der Küste von Djibouti, 2013, VII für National Geographic. Was hindert den Menschen eigentlich daran, die Funktionalität des Menschen chirurgisch zu erhöhen? So lautet lapidar die Frage bei der Arbeit von Agi Haines (UK) "Transfigurations". (Honorary Mention Interactive Art).


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