Von 23. Oktober bis 6. November steht Wien ganz im Zeichen des Filmfestivals Viennale. Die Wiener Zeitung begleitet das Festival mit Beiträgen der beiden Film-Experten der "Wiener Zeitung", Alexandra Zawia und Matthias Greuling.


Viennale 2014

Filmempfehlungen für die Viennale

  • "Cavalo Dinheiro" von Pedro Costa und "Kommunisten" von Jean Marie Straub.

Der portugiesische Regisseur Pedro Costa kehrt mit "Cavalo Dinheiro" ("Horse Money") zurück zu Ventura, dem kapverdischen Mann aus seinem letzten Film "Juventude Em Marcha" und generell einer metaphorisch zentralen Figur in seinem Werk. Ventura, der einst aus Fontainhas von Soldaten vertrieben wurde, wird von traumatischen Erinnerungen heimgesucht... weiter




Der deutscher Regisseur Dominik Graf über "Die geliebten Schwestern". - © APAweb / EPA, Tim Brakemeier

Viennale 2014

5 Fragen an…Dominik Graf über "Die geliebten Schwestern"

Sie selbst sagen über diesen Film, in dem Friedrich Schiller im Zentrum steht, dass die Menschen aus der Vergangenheit immer interessanter werden. Wie meinen Sie das? In der Vergangenheit lebten die Menschen mit großen Risken, schon alleine gesundheitlich. Sie dachten in großen Visionen, in gesellschaftlichen Utopien... weiter




Viennale-Tipp

La Chambre Bleue von Mathieu Amalric

(az) George Simenons Romane zwischen Suspense, Thriller und Liebesdrama waren bereits mehrmals die Grundlage für Adaptionen vor allem im französischen Kino. Als eine der ersten versuchten sich etwa Jean Renoir und H. G. Clouzot in den 1930er und 1940er Jahren an Verfilmungen; Adaptionen wie "Monsieur Hire" von Patrice Leconte oder "Red Lights" von... weiter




Filmstill. - © Viennale

Viennale-Tipp

The Tribe2

  • Der Film, in dem nur mit Gebärdensprache kommuniziert wird.

Ein Film komplett ohne Dialoge, in dem aber trotzdem gesprochen, geschrien, diskutiert, verhandelt und verheimlicht wird: "The Tribe" ist der erste Langspielfilm des ukrainischen Regisseurs Myroslav Slaboshpytskiy und er entwickelt sich ausschließlich im Milieu eines Internats für Gehörlose Schüler. Dorthin kommt der junge Sergey und sieht sich... weiter




Die beiden Regierüder Jean-Pierre und Luc Dardenne in Cannes. - © Katharina Sartena

Viennale

5 Fragen an Jean-Pierre und Luc Dardenne8

Die belgischen Regiebrüder gewannen mit ihren stillen, vielschichtigen und oft sozialkritischen Filmen bereits zwei Mal die Goldene Palme von Cannes. In ihrem neuen Film "Deux jours, une nuit", heuer mit dem Drehbuchpreis in Cannes prämiert, schicken sie Marion Cotillard als Fabriksarbeiterin in einen verzweifelten Arbeitskampf: Nur wenn deren... weiter




La princesa de Francia von Matías Piñeiro. - © Viennale

Viennale-Tipp

Liebe, eine Kunst, von Ahnungslosen praktiziert2

  • "The Princess of France" von Matías Piñeiro.

"What is love but a second-hand emotion?", hat Tina Turner gesungen, könnte aber auch von Wilhelm Shakespeare stammen. Liebe, eine Kunst, von Ahnungslosen praktiziert, ist dem jungen argentinischen Regisseur Matías Piñeiro in all seinen bisherigen Arbeiten ein wichtiges Thema, vor allem aber fand er mit "Rosalinda" (2010) und "Viola" (2012) eine... weiter




Bruno Dumont über seinen Film "P'tit Quinquin". - © Viennale

Viennale

5 Fragen an Bruno Dumont über "Le P’tit Quinquin"6

"Wiener Zeitung": Man kann nicht sagen, dass Ihre bisherhigen Filme völlig humorfrei waren, aber so offensichtlich witzig wie in "Le P’tit Quinquin" waren Sie noch nie. Wie kam dieser Wandel - und warum in Form einer Fernsehserie? Bruno Dumont : Ich sehe das als eine natürliche Entwicklung, die in gewisser Weise eine Konsequenz meiner bisherigen... weiter




P'tit Quinquin, Bruno Dumont. - © Viennale

Viennale-Tipp

Brillant: Le P'tit Quinquin von Bruno Dumont5

  • Eine klassische "comédie humaine" mit grotesken Ausformungen und bizarren Widersprüchen.

Irgendwo im sehr ländlichen Boulonnais am Ärmelkanal: In einem verfallenen Bunker aus dem 2. Weltkrieg wird eine tote Kuh gefunden. In der toten Kuh eine tote Frau, zerhackt und ohne Kopf. Also die Frau, nicht die Kuh. "Das ist schon sehr speziell", stellt der bald ermittelnde Kommissar, Le commandant van der Weyden fest und sein zuckendes Auge... weiter




Kristen Stewart mit Juliette Binoche (l.) in Olivier Assayas’ Viennale-Beitrag "Clouds of Sils Maria" - ein Höhepunkt des Festivals. - © Viennale

Viennale

Große Museen und kleine Vögel5

  • Viennale-Filmtipps fürs Wochenende.

Wien. Die 52. Viennale hat begonnen, und gleich am ersten Wochenende gibt es bei Wiens größtem Filmfestival etliche Highlights zu sehen, zum Beispiel eine ganze Reihe spannender Dokus: So untersucht Frederick Wiseman ("Crazy Horse") in seiner neuen Arbeit "National Gallery" (25. Okt., 14 Uhr, Gartenbau) das titelgebende Londoner Großmuseum... weiter




Timbuktu - © <a href="http://www.viennale.at/de/film/timbuktu" target="_blank">http://www.viennale.at/de/film/timbuktu</a>

Filmempfehlung

Die afrikanische Zivilgesellschaft im Fokus5

  • "TIMBUKTU" von Abderrahmane Sissako thematisiert islamischen Fundamentalismus

Eine Siedlung im Irgendwo, in der Wüste Mali. Unwirklich scheint der Ort, friedlich, in in der Hitze flirrend und seltsam entrückt. Bevor es Nacht wird, stapft ein vermummter Mann durch die schmalen Straßen zwischen den niedrigen, weißen Lehmbauten und schreit Verhaltensregeln in ein Megafon. Die Bewohner des Ortes ducken sich, flüstern... weiter




Hans Hurch (links) mit Überraschungsgast Abbas Kiarostami. Der Iraner gilt als Superstar des Kunstfilms und war für Jessica Hausner "die größte Inspiration". - © Katharina Sartena

Viennale 2014

Kinoheißhunger mit Stargästen17

  • Mit viel heimischer Prominenz wurde am Donnerstag Abend im Wiener Gartenbaukino die Viennale eröffnet - und kritische Worte über kleinkarierte Kulturstreitereien gab es auch.

Von einer "Spar-Viennale" war die Rede, als Hans Hurch kürzlich zugab, dass Viggo Mortensen, sein Wunsch-Gast für 2014, der Filmschau leider doch fernbleiben würde. Kein Stargast, keine Gala, so mancher Glossist verortete gar schon eine Viennale in der Krise. Davon konnte am Donnerstag Abend im Wiener Gartenbaukino (und beim anschließenden Empfang... weiter




Mit dem Kammerspiel "Amour Fou" startet heuer die Viennale. - © Amour Fou

Interview

Fünf Fragen an Jessica Hausner3

  • Wahre Liebe, ein Missverständnis: Die österreichische Regisseurin im Interview.

Als erste österreichische Regisseurin seit fünf Jahren eröffnet Jessica Hausner mit ihrem Film "Amour Fou" heute Abend die 52. Viennale, eine verdiente Anerkennung für eine bemerkenswerte Arbeit und eine hervorragende Filmemacherin. "Amour Fou" ist die absurde Chronik der Planung des Doppelselbstmords des Dichters Heinrich von Kleist und seiner... weiter




Kommentar

Die in der Sandkiste sitzen20

Hans Hurch bricht in der aktuellen "Falter"-Ausgabe eine Lanze für Filmarchiv-Chef Ernst Kieninger und dessen neu gestaltetes Metrokino. Zugleich geht Hurch in einer "Wutrede" auf heimische Filmkritiker los, die seiner Meinung nach allzu unkritisch nach dem Mund von Filmmuseum-Direktor Alexander Horwath schrieben... weiter




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Zwei Tage eine Nacht

Einsames Massenschicksal

Sandra (Marion Cotillard) ist auf die Solidarität ihrer Arbeitskollegen angewiesen, die sie sich erst mühsam erkämpfen muss. - © Thimfilm An diese Formulierung hat man sich längst gewöhnt, denn man kennt sie aus dem Radio, dem Fernsehen, der Zeitung: "Firma X streicht 1200 Stellen... weiter




Like Father Like Son

Unaufdringlich eindringlich

Vater und Sohn sind in "Like Father, Like Son" nicht aus demselben Fleisch und Blut - nach der Geburt lag eine Verwechslung vor. - © Thimfilm Sehr, sehr leicht könnte eine Geschichte über zwei Babys, die bei der Geburt vertauscht wurden und sechs Jahre danach plötzlich aus ihren Familien... weiter




Viel Lärm um nichts

Sieben Gründe für Shakespeare

Liebesspiele: Beatrice (Amy Acker aus der Serie "Angel") und Benedikt (Alexis Denisof aus "Buffy") zanken sich gern. - © Polyfilm Gleich vorweg: Die Liebe kommt in "Viel Lärm um Nichts" nicht unbedingt gut weg, aber das wissen Shakespeare-Kenner natürlich... weiter






Victor Noir war ein französischer Journalist und Gegner Napoleon Bonapartes. Er wurde <span class="st">1870 </span>von Prinz Pierre Napoleon Bonaparte, einem Großneffen Napoleon Bonapartes, erschossen.

Diego Velazquez im KHM. Die Ausstellung "Velazquez" läuft von 28. Oktober bis 15. Februar 2015 im Kunsthistorischen Museum in Wien. Die Arbeiten von Banksy beschäftigen sich immer wieder mit aktuellen, sozialkritischen Themen. Hier bezieht er den öffentlichen Raum in das Bild mit ein.

Aktstudie, 1882/83, Musée Toulouse-Lautrec, Albi In Florenz. © Clet Abraham


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