Von 23. Oktober bis 6. November stand Wien wieder ganz im Zeichen des Filmfestivals Viennale. Die Wiener Zeitung begleitete das Festival mit Beiträgen der beiden Film-Experten der "Wiener Zeitung", Alexandra Zawia und Matthias Greuling.

Viennale

"The Duke of Burgundy" von Peter Strickland. - © Viennale

Viennale

5 Fragen an...Peter Strickland über "The Duke of Burgundy"7

Leicht (oder auch schwer) anrüchig sind die Filme, zu denen sich der britische Regisseur Peter Strickland hingezogen fühlt. Werke des "Giallo" etwa, dem Subgenre des italienischen Thriller der 1960er und 1970er-Jahre, dem er mit seinem zweiten Langspielfilm "Berberian Sound Studio" geniales Tribut zollte und in dem es um die Vertonung (und später... weiter




Für seine Doku "We Come as Friends" hat Sauper den 29. Friedensfilmpreis 2014 erhalten. - © APAweb / EPA, Inga Kjer

Viennale 2014

5 Fragen an… Hubert Sauper zu "We Come as Friends"11

  • Der österreichische Regisseur auf den Spuren des modernen Kolonialismus.

In einem kleinen Flugzeug, das er selbst gebaut hat, landet der österreichische Regisseur Hubert Sauper in seinem neuen Dokumentarfilm an verschiedenen Orten in Afrika. "We Come as Friends", erklärt er jedesmal, sei es im kleinen Dorf, einem entlegenen Bauernhof, einer halb-verlassenen Ölbohrstelle, einer Fabrik... weiter




 - © Katharina Sartena

Viennale 2014

"Ich sah noch nie so klar wie jetzt"7

  • Kult-Regisseur Abel Ferrara stellt seinen neuen Film "Pasolini" über den italienischen Regie-Künstler vor.

Von Herrn Ferrara kann man fast alles haben. Zum Beispiel, dass er einem ein Ständchen auf der Mundharmonika bringt oder im Interview recht wirre, wenngleich doch schlüssige Antworten parat hat. Leider kein Video gibt es von unserer Begegnung mit Ferrara, als er bei einem Interview in Venedig vor rund zehn Jahren mitten im Satz einfach... weiter




Mathieu Amalric ist es lieber, nur Schauspieler und nicht auch der Regisseur eines Films zu sein. - © APAweb / EPA, Ian Langsdon, picturedesk.com

Viennale

5 Fragen an… Mathieu Amalric über "La Chambre Bleue"5

  • Ein poetischer Blick auf Lust und Besessenheit.

"La Chambre Bleue" ("The Blue Room"), der neue Film des französischen Schauspielers Mathieu Amalric, ist ein beunruhigender psychologischer Thriller und gleichzeitig ein poetischer Blick auf Lust und Besessenheit. "Wiener Zeitung" : Sie sind als Schauspieler sehr stark gebucht - wie schaffen Sie sich Zeit... weiter




Regisseur Lav Diaz spürt jenen sozialen und gesellschaftlichen Entwicklungen nach, die einer Diktatur unmittelbar vorausgehen. - © APAweb / EPA, Urs Flüeler

Viennale

Mula sa kung ano ang noon / From What is Before von Lav Diaz1

Die Auswirkungen einer Diktatur auf ein Land, im Speziellen die Philippinen, sind wesentlicher Bestandteil in der gesamten Arbeit von Lav Diaz. Mit seinem neuen Film "From What is Before" erzählt er eine Chronologie der Unterdrückung; ein langsamer, ein wichtiger, ein eindringlicher Film, der beim Filmfestival in Locarno im August mit dem Goldenen... weiter




Viennale 2014

Filmempfehlungen für die Viennale

  • "Cavalo Dinheiro" von Pedro Costa und "Kommunisten" von Jean Marie Straub.

Der portugiesische Regisseur Pedro Costa kehrt mit "Cavalo Dinheiro" ("Horse Money") zurück zu Ventura, dem kapverdischen Mann aus seinem letzten Film "Juventude Em Marcha" und generell einer metaphorisch zentralen Figur in seinem Werk. Ventura, der einst aus Fontainhas von Soldaten vertrieben wurde, wird von traumatischen Erinnerungen heimgesucht... weiter




Der deutscher Regisseur Dominik Graf über "Die geliebten Schwestern". - © APAweb / EPA, Tim Brakemeier

Viennale 2014

5 Fragen an…Dominik Graf über "Die geliebten Schwestern"4

Sie selbst sagen über diesen Film, in dem Friedrich Schiller im Zentrum steht, dass die Menschen aus der Vergangenheit immer interessanter werden. Wie meinen Sie das? In der Vergangenheit lebten die Menschen mit großen Risken, schon alleine gesundheitlich. Sie dachten in großen Visionen, in gesellschaftlichen Utopien... weiter




Viennale-Tipp

La Chambre Bleue von Mathieu Amalric

(az) George Simenons Romane zwischen Suspense, Thriller und Liebesdrama waren bereits mehrmals die Grundlage für Adaptionen vor allem im französischen Kino. Als eine der ersten versuchten sich etwa Jean Renoir und H. G. Clouzot in den 1930er und 1940er Jahren an Verfilmungen; Adaptionen wie "Monsieur Hire" von Patrice Leconte oder "Red Lights" von... weiter




Filmstill. - © Viennale

Viennale-Tipp

The Tribe4

  • Der Film, in dem nur mit Gebärdensprache kommuniziert wird.

Ein Film komplett ohne Dialoge, in dem aber trotzdem gesprochen, geschrien, diskutiert, verhandelt und verheimlicht wird: "The Tribe" ist der erste Langspielfilm des ukrainischen Regisseurs Myroslav Slaboshpytskiy und er entwickelt sich ausschließlich im Milieu eines Internats für Gehörlose Schüler. Dorthin kommt der junge Sergey und sieht sich... weiter




Die beiden Regierüder Jean-Pierre und Luc Dardenne in Cannes. - © Katharina Sartena

Viennale

5 Fragen an Jean-Pierre und Luc Dardenne8

Die belgischen Regiebrüder gewannen mit ihren stillen, vielschichtigen und oft sozialkritischen Filmen bereits zwei Mal die Goldene Palme von Cannes. In ihrem neuen Film "Deux jours, une nuit", heuer mit dem Drehbuchpreis in Cannes prämiert, schicken sie Marion Cotillard als Fabriksarbeiterin in einen verzweifelten Arbeitskampf: Nur wenn deren... weiter




La princesa de Francia von Matías Piñeiro. - © Viennale

Viennale-Tipp

Liebe, eine Kunst, von Ahnungslosen praktiziert4

  • "The Princess of France" von Matías Piñeiro.

"What is love but a second-hand emotion?", hat Tina Turner gesungen, könnte aber auch von Wilhelm Shakespeare stammen. Liebe, eine Kunst, von Ahnungslosen praktiziert, ist dem jungen argentinischen Regisseur Matías Piñeiro in all seinen bisherigen Arbeiten ein wichtiges Thema, vor allem aber fand er mit "Rosalinda" (2010) und "Viola" (2012) eine... weiter




Bruno Dumont über seinen Film "P'tit Quinquin". - © Viennale

Viennale

5 Fragen an Bruno Dumont über "Le P’tit Quinquin"9

"Wiener Zeitung": Man kann nicht sagen, dass Ihre bisherhigen Filme völlig humorfrei waren, aber so offensichtlich witzig wie in "Le P’tit Quinquin" waren Sie noch nie. Wie kam dieser Wandel - und warum in Form einer Fernsehserie? Bruno Dumont : Ich sehe das als eine natürliche Entwicklung, die in gewisser Weise eine Konsequenz meiner bisherigen... weiter




P'tit Quinquin, Bruno Dumont. - © Viennale

Viennale-Tipp

Brillant: Le P'tit Quinquin von Bruno Dumont7

  • Eine klassische "comédie humaine" mit grotesken Ausformungen und bizarren Widersprüchen.

Irgendwo im sehr ländlichen Boulonnais am Ärmelkanal: In einem verfallenen Bunker aus dem 2. Weltkrieg wird eine tote Kuh gefunden. In der toten Kuh eine tote Frau, zerhackt und ohne Kopf. Also die Frau, nicht die Kuh. "Das ist schon sehr speziell", stellt der bald ermittelnde Kommissar, Le commandant van der Weyden fest und sein zuckendes Auge... weiter




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Versperrte Sicht

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Xavier Dolan inszeniert mit "Mommy" (wieder einmal) ein Mutter-Sohn-Drama. Im Bild Anne Dorval und Antoine Olivier Pilon. - © Filmladen Als Xavier Dolan 2009, im Alter von 20 Jahren, seine ersten Interviews als Regisseur gab, sagte er Dinge wie: "Ich werde berühmt sein... weiter




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Böse Zungen behaupten, Markus Lanz sei als Nachfolger von Thomas Gottschalk ein Griff in die Sch . . . okolade gewesen (hier badet er jedenfalls am 23. März 2013 darin).

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Poesie und Ironie: Peter Zegveld. Moderatorin Verena Scheitz (M.) mit den Preisträgern (v.l.) Otto Jaus, Wolfgang Feistritzer, Werner Schneyder und Andreas Vitásek.


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