Von 25. Oktober bis 7. November stand Wien ganz im Zeichen des Filmfestivals Viennale. Die Wiener Zeitung begleitete das Festival mit Text-Beiträgen der WZ-Filmexperten Alexandra Zawia und Matthias Greuling.


Viennale 2012

Patty Smith - APAweb /  EPA/GIORGIO BENVENUTI

Erinnerungsabend

Sanfte Gänsehaut mit Patti Smith

  • 50. Viennale mit fünf Songs der Rockikone.

Wien. Müde vom Jetlag, erledigt von den Strapazen, die der Wirbelsturm "Sandy" in New York verursacht hatte, nicht mit ihrem eigenen Equipment, dafür mit großer Dankbarkeit und viel Empathie ausgestattet, beging Patti Smith einen intimen Erinnerungsabend im Wiener Metro Kino. Vor nicht einmal 250 Leuten erzählte sie Anekdoten... weiter




Philipp Hochmair (L) und Rainer Frimmel (R) bei der Vorstellung von "Der Glanz des Tages" in Locarno. - APAweb/EPA/URS FLUEELER

Bärenringer trifft Schauspieler

Tizza Covi, Rainer Frimmel und Walter Saabel über "Der Glanz des Tages"

"Glanz des Tages", der neue Film der österreichischen Regisseure Tizza Covi und Rainer Frimmel gehörte, dieses Jahr zu den besten Beiträgen im diesjährigen Wettbewerb von Locarno. Der Laien-Darsteller Walter Saabel wurde für seine Figur als echter Ex-Zirkus-Bären-Ringer und Messerwerfer mit dem Silbernen Leoparden ausgezeichnet... weiter




Jordan Gelber, Selma Blair und Todd Solondz anlässlich der Premiere von "Dark Horse". - APAweb/EPA/ANDREA MEROLA

Todd Solondz über seinen Film "Dark Horse"

"Das Filmset ist mein Spielplatz"

  • "Ich wusste wirklich nicht, ob ich nach diesem Film jemals wieder Regie führen würde. Ich habe mich dann doch dazu entschlossen, auch weil ich nicht wollte, dass dieser Film das letzte Wort hat."

Der regressierte Mann ist immer für eine Komödie gut, vor allem Regisseuren wie Todd Solondz. In seinem aktuellen Film "Dark Horse" widmet er sich wiederum ganz der traurigen Existenz eines Loners (Jordan Gelber), namens Abe. Aus lauter Angst, erwachsen zu werden, wohnt er mit Mitte 30 immer noch bei seinen Eltern (Mia Farrow und Christopher Walken... weiter




Wenn ein Filmemacher bei einem Biopic allzu große Sympathie für sein Sujet hegt, kann dies für das Werk von Nachteil sein. - APAweb/ANDREAS PESSENLEHNER

Hybrider "Strange Case of Wilhelm Reich" mit Starcast

  • Regisseur Antonin Svoboda nähert sich mit Schauspielern wie Klaus Maria Brandauer und Julia Jentsch mit zu viel Sympathie seinem Sujet

Wien. Wenn ein Filmemacher bei einem Biopic allzu große Sympathie für sein Sujet hegt, kann dies für das Werk von Nachteil sein: Regisseur Antonin Svoboda ist bei seinem neuen Film "The Strange Case of Wilhelm Reich", der am Sonntagabend bei der 50. Viennale seine Uraufführung erlebte, in diese Falle getappt... weiter




Marina Abramović - APAweb/Pessenlehner

Viennale 2012

"Je beschissener die Kindheit, desto besser die Kunst"

  • Matthew Akers Dokumentation "Marina Abramović: The Artist Is Present"

"Ich bin keine Feministin", "Ich werde mich nur noch in Astronauten verlieben", "Je beschissener die Kindheit, desto besser die Kunst" – Marina Abramović ist direkt. Vor allem aber ist die 66-jährige, in Belgrad geborene, Performance-Künstlerin präsent. Mit der Wiener Zeitung sprach sie über Schamanen, Lady Gaga, Schmerz... weiter




Michael Caine hielt Hof im Gartenbau-Kino. Das Publikum bedankte sich mit Standing Ovations. - APAweb / Herbert Neubauer

Der britische Star zu Besuch bei der 50. Viennale

Hollywood-Geschichtsstunde mit Michael Caine

  • Festival-Stargast kam zur Uraufführung der restaurierten Fassung von "Sleuth".

Wien/London. Seine Filmkarriere habe ihn schon "um die ganze Welt gebracht". Rund 50 Jahre nach deren Anfang führte sie Sir Michael Caine als Stargast der 50. Viennale nun auch nach Wien. Freitagabend beehrte der 79-jährige Ausnahmeschauspieler das Gartenbaukino, um der Uraufführung der von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences... weiter




"Ich habe in meiner Arbeit und in meinem Denken nie Kompromisse gemacht. Im täglichen Leben bin ich immer zu Kompromissen bereit, beim Filmemachen nicht." Peter Kubelka - Foto: © Robert Wimmer

"Kino muss schwarz sein"

Peter Kubelka

  • Der Filmemacher und Kunstexperte Peter Kubelka spricht über die Materialität und Körperlichkeit des Mediums Film

"Wiener Zeitung": Herr Kubelka, im Zuge der diesjährigen Viennale wird es am 27. Oktober zur österreichischen Premiere Ihrer neuen filmischen Arbeit "Antiphon" kommen. Das Werk ist als exaktes Gegenstück Ihres 1960 uraufgeführten, rund sechsminütigen Filmes "Arnulf Rainer" konzipiert. Was konkret darf man sich darunter vorstellen bzw... weiter




Wo hört Zivilisation auf? Mads Mikkelsen (l.) in "Die Jagd". - © © Photo by Per Arnesen

Interview

Kult, Kunst und Kindesmissbrauch

  • Der der dänische Regisseur und Bürgerschreck Thomas Vinterberg über Antihelden und Pädophilie.

"Jedesmal, bevor ich einen neuen Film mache, sehe ich mir Ingmar Bergmans ,Fanny und Alexander’ an", sagt der dänische Regisseur Thomas Vinterberg. "Das ist so etwas wie ein Ritual." Mit seinem neuen Film "Die Jagd" setzt er eine Art Antithese zu seinem internationalen Erfolg "Das Fest", mit dem er 1998 in Cannes den Großen Preis der Jury gewonnen... weiter




Takeshi Kitano (65) mag Kettensägen und Holzschnitzen. - © Viennale

Kult gewordenes Multitalent

"Gewalt tut weh"

  • Takeshi Kitano im Interview über seinen Film "Outrage Beyond"

In der Zukunft wartet der Tod - nicht minder abgeklärt blickt die gealterte Mafiageneration in "Outrage: Beyond" auf ihre bisherige Karriere zurück. Mittlerweile zu Managern des Verbrechens aufgestiegen, beschäftigen sich die halb-pensionierten Yakuzas eher gelassen mit dem Nachwuchs: Outrage war einfach gestern... weiter




Hans Hurch (60), seit 15 Jahren Viennale-Direktor. - © Alexander Tuma,

"Kein Funktionär"

  • Viennale-Direktor Hans Hurch über Seidl, Schmied und die Streif in Kitzbühel.

Hans Hurch feiert in diesem Jahr gleich mehrere Jubiläen. Zum Beispiel seinen 60. Geburtstag, vor allem aber die 50. Viennale, die er seit 15 Jahren als Direktor führt. Sein Vertrag wurde unlängst bis 2016 verlängert, dann wird er das Festival 20 Jahre geleitet haben. "Mir ist aber wichtig, dass ich kein Kulturfunktionär werde", sagt Hurch... weiter




Pablo Larraín (36), macht gern politische Filme. - Viennale

Ein Nein zu Pinochet

(az) Mit "No" beschließt der chilenische Regisseur Pablo Larraín seine Trilogie, die er bereits zuvor mit "Post Mortem" und "Tony Manero" einschneidenden Ereignissen in der jüngeren chilenischen Geschichte gewidmet hatte. In diesem Film greift er den lange vorbereiteten Putsch gegen Diktator Augusto Pinochet auf... weiter




Christian Mungiu (44), ist gegen kirchliche Allmacht. - © 2012 Getty Images

"Den Willen niemals unterordnen"

  • Cristian Mungiu über sein Exorzismusdrama "Dupa dealuri".

(greu) "Dupa dealuri" des Rumänen Cristian Mungiu zeigt das Leben in einem orthodoxen Kloster als bedrückenden Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung: Eine junge Frau will ihre Jugendfreundin überreden, das Klosterleben aufzugeben und mit ihr nach Deutschland zu gehen. Doch die Frau wird im Kloster festgehalten und ob ihres widerspenstigen... weiter




Leonardo di Costanzos Jugenddrama "Intervallo" beeindruckte in Venedig. - Tempesta

Im Fokus: Wiens internationales Filmfestival Viennale feiert den Fünfziger

Zum Jubiläum ein Weltfilm-Panorama

  • Das Festivalplakat weist darauf mit fünf Fingern hin, pro Finger ein Jahrzehnt.

Eröffnet wird die Jubiläums-Viennale am Abend des 25. Oktober mit Ben Afflecks Film "Argo" (19.30 und 23.30 Uhr). Die Handlung ist ein Film im Film, den es nie geben wird. Mithilfe dieser im wahrsten Sinne Fiction soll auf dem Höhepunkt der nationalen Revolution Ende 1979 eine versprengte Gruppe von US-Bürgern mit erfundenen Identitäten und... weiter




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