Weihnachtstexte

Joachim Ringelnatz

Schenken

Schenke groß oder klein, aber immer gediegen. Wenn die Bedachten die Gaben wiegen, sei Dein Gewissen rein. Schenke herzlich und frei. Schenke dabei, was in Dir wohnt an Meinung, Geschmack und Humor, so dass die eigene Freude zuvor Dich reichlich... weiter




Joseph von Eichendorff

Weihnachten4

Markt und Straßen steh'n verlassen, Still erleuchtet jedes Haus, Sinnend geh’ ich durch die Gassen, Alles sieht so festlich aus. An den Fenstern haben Frauen Buntes Spielzeug fromm geschmückt, Tausend Kindlein steh'n und schauen... weiter




Kurt Tucholsky

Großstadt Weihnachten

Nun senkt sich wieder auf die heim'schen Fluren die Weihenacht! die Weihenacht! Was die Mamas bepackt nach Hause fuhren, wir kriegens jetzo freundlich dargebracht. Der Asphalt glitscht. Kann Emil das gebrauchen... weiter




Joachim Ringelnatz

Vorfreude auf Weihnachten2

Ein Kind — von einem Schiefertafel-Schwämmchen Umhüpft — rennt froh durch mein Gemüt. Bald ist es Weihnacht! — Wenn der Christbaum blüht, Dann blüht er Flämmchen. Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmt Uns mild... weiter




Theodor Fontane

Weihnachten

Noch einmal ein Weihnachtsfest, Immer kleiner wird der Rest, Aber nehm ich so die Summe, Alles Grade, alles Krumme, Alles Falsche, alles Rechte, Alles Gute, alles Schlechte - Rechnet sich aus all dem Braus Doch ein richtig Leben heraus... weiter




Johann Wolfgang von Goethe

Christgeschenk

Mein süßes Liebchen! Hier in Schachtelwänden Gar mannigfalt geformte Süßigkeiten. Die Früchte sind es heil'ger Weihnachtszeiten, Gebackne nur, den Kindern auszuspenden! Dir möcht ich dann mit süßem Redewenden Poetisch Zuckerbrot zum Fest bereiten;... weiter




Theodor Storm

Weihnachtslied3

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte Ein milder Stern herniederlacht; Vom Tannenwalde steigen Düfte Und hauchen durch die Winterlüfte, Und kerzenhelle wird die Nacht. Mir ist das Herz so froh erschrocken, Das ist die liebe Weihnachtszeit... weiter




Clemens von Brentano

Wiegenlied

Hier unterm Turme hier wehet kein Wind, hier betet die Mutter und wieget ihr Kind, und hat von der Wiege zur Krippe ein Band von Glaube und Hoffnung und Liebe gespannt. Weit über die Meere die Sehnsucht sie spinnt... weiter




Rainer Maria Rilke

Es treibt der Wind3

Es treibt der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirt, und manche Tanne ahnt, wie balde sie fromm und lichterheilig wird, und lauscht hinaus, den weißen Wegen streckt sie die Zweige hin - bereit... weiter




Robert Reinick

Die Nacht vor dem Heiligen Abend

Die Nacht vor dem Heiligen Abend da liegen die Kinder im Traum. Sie träumen von schönen Sachen und von dem Weihnachtsbaum. Und während sie schlafen und träumen wird es am Himmel klar- und durch den Himmel fliegen zwei Englein-wunderbar... weiter




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