Reden statt Raunzen ist die heimliche Agenda der Wiener Charta: Das Projekt will die Bürger der Stadt zusammenbringen, um Grundsätze und Spielregeln für ein gedeihliches Zusammenleben zu erörtern. Auch die "Wiener Zeitung" ist offizieller Partner der "Wiener Charta" und wird unter anderem die Themen "jüdisches Leben in Wien" und "Radfahren in der Stadt" begleiten.


  • vom 27.11.2012, 17:31 Uhr

Wiener Charta

Update: 27.11.2012, 18:40 Uhr

Michael Häupl

Nicht das Ergebnis war das Ziel, sondern der Prozess




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Von Christian Rösner

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© Stefan Joham © Stefan Joham

Die Ergebnisse der Wiener Charta mögen für manche dürftig ausgefallen sein - zumal Bürgermeister Michael Häupl zu Beginn des Jahres "Klare Antworten" und "Wiener Positionen zum Zusammenleben" angekündigt hatte.

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Allerdings war nie das Ergebnis das Ziel der Charta, sondern der Prozess - immerhin wurden gemäß dem Motto "durch’s Reden kommen die Leut’ zam" 8500 Menschen dazu gebracht, in 651 Gruppen über das gemeinsame Zusammenleben in der Stadt zu diskutieren. Damit handelt es sich um den größten Dialogprozess von Bürgern, den es je in Europa gegeben hat - mit dem Ziel, die Menschen in der Stadt einander näher zu bringen.

Dass die FPÖ von einem "Treppenwitz" spricht und meint, dass sogar die Fahrgastordnung der Wiener Linien umfangreicher ist, erzeugt genau das Gegenteil: Es hetzt die Menschen gegeneinander auf. Und wenn die ÖVP die Charta als ein "Papier voller Floskeln" bezeichnet, hat sie nicht verstanden, dass ein gemeinsamer Dialog - im Sinne der Demokratie - mehr ist als "nur" Ergebnisse zu bekommen. Vielleicht ist es ja nur ein reflexartiges "Dagegenreden", das in der Natur einer Opposition liegen muss. Es entspricht aber genau jenem Verhalten, dem man mit der Charta entgegenwirken will.




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Dokument erstellt am 2012-11-27 18:38:09
Letzte Änderung am 2012-11-27 18:40:50


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