Wiener Festwochen

Kommentar

Performativer Einheitsbrei3

Es war einmal das Sprechtheater, mit richtiger Handlung, echten Figuren, großen Konflikten. Gerade in der eher traditionellen Theaterstadt Wien konnte man es allerorts finden - von der kleinsten Keller- bis zur großen Burgtheaterbühne. Der "performative turn" der 1960er Jahre (!), das postdramatische Theater (noch so ein Schlagwort aus den 1990ern)... weiter




Ritual und Realität: US-Performer Wendell Cooper traktiert in "House of Realness" die Klangschalen. - © Ian Douglas

Performeum-Eröffnung

Wo geht’s hier bitte zur Ekstase?9

  • Wiener Festwochen eröffnen den Spielort Performeum mit Hamam-Zelt, Queer-Club und Party.

Hinter dem Hauptbahnhof, vis à vis des Rotlicht-Etablissements "Claudias Bar", befindet sich in der Laxenburgerstraße 2a der Eingang ins Performeum. Die neue Spielstätte der Wiener Festwochen, ein stimmungsvoller Backsteinbau, ist Veranstaltungsort, Festwochenzentrum und Partyzone. In einer der sonst leer stehenden Fabrikshallen ist ein mobiles... weiter




Ein gequälter König:

Festwochen

Die Hölle auf Erden5

  • Derrick Ryan Claude Mitchells "Promised Ends" als Schaustück gequälter Leiber bei den Festwochen.

Vom Minimalismus, der die Performance-Szene derzeit beherrscht, ist keine Spur. Opulentes Großspektakel ist angesagt: Da hängen unzählige Neonröhren vom Schnürboden, ausgestopfte Häschen liegen eingekuschelt auf Polstern, drei Luster erinnern an Kronen. Inmitten des Requisitenwusts steht eine Art Thron... weiter




Tod der Aufblas-Puppe! Eine Szene aus "Ishvara". - © Zhang Yan

Performance-Kritik

Synkretismus, Baby!10

  • Die neue Festwochen-Ära begann mit "Ishvara": 140 Minuten öde, dröhnende Allerweltskultur.

Spätestens als Tomas Zierhofer-Kin, der neue Intendant der Wiener Festwochen, das Programm seiner ersten Ausgabe vorstellte, wurde Kritik laut. Der Ex-Leiter des avantgardistischen Donaufestivals Krems sei auf dem besten Weg, das Wiener Publikum zu verprellen, hieß es. Immerhin favorisiert Zierhofer-Kin eine intellektualisierte Popkultur... weiter




Jude Law und Halina Reijn in "Obsession". - © Jan Versweyveld

Festwochen

Hypothese und Herrlichkeit

  • Die Wiener Festwochen eröffnen am Freitag. Wegweiser durch ein vielfältiges Programm.

Wo geht’s zum Theater? In der diesjährigen Spielzeit, der ersten unter dem neuen Intendant Tomas Zierhofer-Kin, 48, wird sich dies wohl mancher Festwochenbesucher fragen. Performatives und Clubkulturelles dominieren den Spielplan; das Sprechtheater befindet sich auf dem Rückzug, und das Musiktheater wird zur Experimentierspielwiese... weiter




Feuilleton

Festwochen für Spätentschlossene8

Im Wiener Kulturleben gab es bisher zwei Fixtermine. Den Start des Vorverkaufs der Viennale und den der Festwochen. Die aufgeregte Vorfreude, die einen in jungen Jahren für die Film-Höhepunkte Schlange stehen lässt, legt sich in reiferen Jahren. Irgendwann merkt man ja, dass die Woody Allens und David Lynchs auch regulär ins Kino kommen... weiter




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