Wiener Festwochen

Kommentar

Nicht für alle ein Fest14

Irgendwann ist jede Party vorbei. Als ein solches "Fest", wie Plakate verhießen, verstand das neue Leitungsteam der Wiener Festwochen das Festival vorrangig. Nach dem Fest gibt es eine Rechnung, am Donnerstag kam sie in Form der Zuschauerbilanz. 128.630 Besucher konnten die Festwochen heuer insgesamt verbuchen. Von 41.646 Karten wurden 34... weiter




- © Caroline Moreau

Theaterkritik

Wurm tot, aber glücklich1

  • "Battlefield", ein Stück Hindu-Mythos von Peter Brook bei den Festwochen.

Nur vier Darsteller und kaum Aktion auf der größten Festwochen-Bühne in der Hofreithalle im Museumsquartier. Für viele Gäste eine Enttäuschung. So wenig großes internationales Theater wie heuer fand sich noch nie im Programm. Peter Brook: die letzte Chance. Doch der englische Großmeister in Paris wollte nicht mehr das "Mahabharata" nacherzählen wie... weiter




Theaterkritik

Anus anum amat6

Drei junge Frauen, vier junge Männer gebückt im Kreis gehend oder kriechend, jede oder jeder mit einem Finger im Hintern des Vordermanns beziehungsweise der Vorderfrau. Ein Zirkelspektakel: Anus anum amat. Eine Stunde lang gleitet das hüllenlose, doch theoriebefrachtete Aggregat über den Betonboden. Wie ein "Rattenkönig" - jenem Unglücksfall... weiter




"Ich nenne es Baum": Schöpfung à la "Lady Eats Apple". - © Wagner-Strauss

Theaterkritik

Entstehen und Vergehen

  • Das Paradies ist weg: "Lady Eats Apple" bei den Festwochen.

Wer sich "Lady Eats Apple" im Theater an der Wien anschauen will, der muss erst geboren werden. Was so logisch klingt, hat bei der Festwochen-Produktion des australischen Back to Back Theatres auch eine ganz praktische Komponente. Denn hier muss man durch eine Art aufblasbaren Geburtskanal, der auch ein bisschen an das Calypso-Lachkabinett im... weiter




Performative Versuchsanordnungen mündeten in einen Einheitsbrei. Oben: Szene aus "Die selbsternannte Aristokratie", links: "Ishvara", rechts: "Mondparsifal Alpha 1-8". - © N. Wagner-Strauss, Zhang Yan, Jan Bauer

Festwochenbilanz

Getrübte Beziehungen23

  • Am Wochenende enden die Wiener Festwochen. Vier Gründe, weshalb das Publikum enttäuscht wurde.

Die Beziehung zwischen den Wiener Festwochen und dem Wiener Theaterpublikum ist im Grunde stabil; sie basiert auf einem über Jahrzehnte hinweg gewachsenen Vertrauensverhältnis. Auch wenn es in dieser Verbindung immer wieder zu kleineren oder größeren atmosphärischen Störungen kam, das eine oder andere geladene Gastspiel keineswegs rundum beglückte... weiter




Eine unerwartete Freude: " All the sex I’ve ever had". - © Lucia Eggenhofer

Festwochenbilanz

Sex, Sause und Simmering

  • Es gab sie: im Kunsttheoriejargon-Dickicht versteckte Schätze der Festwochen.

Man erkannte sich untereinander: Menschen, die hinter banalen Alltagserscheinungen tückisch camouflierte "Festwochen"-Projekte vermuteten und die spontan Gender-Sternchen an zufällige Wörter hängten (also Gendersternch*innen) - sie alle hatten das Festwochenprogramm verinnerlicht. Man muss da ehrlich sein: Verstanden hatten die wenigsten... weiter




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