• vom 27.01.2016, 11:47 Uhr

Zika-Virus

Update: 25.03.2016, 16:18 Uhr

Epidemie

FAQ: Das Zika-Virus




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Von WZOnline/red.

  • Frage und Antwort zur neuen Epidemie.

Das Zika-Virus breitet sich rasant aus. Worum es sich dabei eigentlich handelt, wer gefährdet ist, und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, erfahren Sie hier in einem Überblick:

Wo ist das Virus erstmals aufgetaucht?

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Das Virus wurde 1947 erstmals bei einem Rhesusaffen einer Forschungsstation im Zika Forest in Entebbe in Uganda isoliert. Seither gab es immer wieder Ausbrüche, zuletzt in Brasilien

Vermutlich durch die Reisefreudigkeit aufgrund der Fußballweltmeisterschaft 2014 breitete sich die Krankheit im vergangenen Jahr massenhaft in Lateinamerika aus. Laut US-Gesundheitsbehörde CDC sind in dieser Region 20 Länder von dem Ausbruch betroffen, zudem Samoa und Kap Verde (Stand: 23. Jänner 2015).

Wie wird das Virus übertragen?

Übertragen wird das Virus über Moskitos, wie etwa Aedes aegypti (Gelbfiebermücke), wie sie in Lateinamerika vorkommt, aber auch durch die in Italien, Südfrankreich und in Teilen Spaniens vorkommende Aedes albopictus (Asiatische Tigermücke). Wenn also jemand mit einer Zika-Infektion nach Europa reist und dort von der ansässigen Tigermücke gestochen wird, ist eine weiter Übertragung der Krankheit möglich. Besondere Achtsamkeit ist in der warmen Jahreszeit notwendig.

Anscheinend kann das Virus auch durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Der erste Fall einer solchen Awurde Anfang Februar 2016 vom Gesundheitsamt für die Region Dallasin Texas dokumentiert.

Wer ist gefährdet? Welche Symptome treten auf?

Eine Zika-Infektion ist für gesunde, immunkompetente Menschen unkompliziert. In 60 bis 80 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit atypisch, d.h. der Infizierte bekommt es vermutlich gar nicht mit. Die Symptome können kurzandauernde Fieberschübe, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Hautausschlag sein.

Gefährdet sind Schwangere, warum?

Für Schwangere ist das Zika-Virus jedoch nicht ungefährlich. Eine Infektion vor allem im ersten Trimester der Schwangerschaft könnte zu möglichen Schädelfehlbildungen des Ungeborenen führen. Je nachdem wann und wie heftig die Infektion zuschlägt, kann es zu schweren Behinderungen bzw. zum Tod des Kindes kommen. Frauen in Lateinamerika wurde aufgrund einer möglichen Mikrozephalie bereits davon abgeraten, in den nächsten Jahren schwanger zu werden. Bereits Schwangeren wird abgeraten in betroffene Gebiete zu fahren.

Wie wird das Virus übertragen?

Über weitere Übertragungswege ist wenig bekannt. Die WHO sprach davon, dass das Virus möglicherweise auch von Mensch zu Mensch gelangen kann. Es gab Hinweise, dass der Erreger über Blut übertragbar ist und es wurden Zika-Viren in Samenflüssigkeit nachgewiesen. Möglich soll auch eine Sexualübertragung sein. Dies ist aber bisher noch nicht nachgewiesen worden.

Wie kann man sich schützen?

Bisher existieren weder eine Impfung noch Medikamente zur Krankheitsprävention.



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Dokument erstellt am 2016-01-27 11:47:37
Letzte ─nderung am 2016-03-25 16:18:05


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