• vom 18.08.2016, 13:58 Uhr

Zika-Virus

Update: 23.08.2016, 14:02 Uhr

Zika

Zika-Virus kann auch Gehirne Erwachsener angreifen




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZOnline, APA

  • Studie: Für Lernen und Erinnerung zuständige Zellen betroffen.

Miami. Das Zika-Virus kann sich nicht nur schädlich auf Ungeborene, sondern auch auf das Gehirn von Erwachsenen auswirken. Das geht aus einer am Donnerstag in der US-Fachzeitschrift "Cell Stem Cell" veröffentlichten Studie hervor, die sich auf Experimente an Mäusen stützt. Demnach können erwachsene Zellen, die für Lernen und Erinnerung zuständig sind, durch das Virus zerstört werden.

Bisher war vor allem bekannt, dass das Virus bei Babys zu Mikrozephalie führen kann. Eine der Ko-Autorinnen der Studie, Sujan Shresta vom kalifornischen La Jolla Institute of Allergy and Immunology, sagte, Forscher wüssten, dass Zika für die frühe Entwicklung des Gehirns "katastrophal" sein könne.

Mit dem Virus infizierte Erwachsene wiesen aber häufig keine Symptome außer Beschwerden wie Hautausschlag, Gliederschmerzen und rote Augen auf. Die Auswirkung des Virus auf das erwachsene Hirn sei "subtiler". "Wir wissen jetzt, auf was wir uns einstellen müssen", sagte Shresta.

Die Forscher konzentrierten sich auf die frühen Formen von Gehirnzellen, aus denen Neuronen werden. Diese erwiesen sich als äußerst anfällig für das Zika-Virus, allerdings nur in zwei Teilen des Gehirns. Shresta zufolge lässt sich damit möglicherweise erklären, dass bei einigen mit dem Zika-Virus infizierten Patienten später das Guillain-Barre-Syndrom auftaucht. Dabei handelt es sich um eine sehr seltene Erkrankung des peripheren Nervensystems, die zu akuter neuromuskulärer Lähmung führen kann.





Schlagwörter

Zika

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2016-08-23 14:00:08
Letzte ńnderung am 2016-08-23 14:02:20



Medizin

Zika-Virus ein möglicher Wirkstoff gegen Krebs

Patienten mit Gehirntumoren könnte Zika helfen. - © Fotolia/Kateryna_Kon St. Louis/Wien. Das Zika-Virus ist dafür bekannt, dass es im Gehirn von Ungeborenen verheerende Schäden hervorruft... weiter




Virologie

Zika könnte gefährlicher werden

New York/Wien. Für Lebewesen, die bereits mit einem Erreger aus der Gruppe der Flaviviren infiziert waren, könnte das Zika-Virus gefährlicher sein als... weiter




Gesundheit

Zika kennt noch mehr Wege in Embryonen-Gehirne

Wien.(est) Zika kennt offenbar mehr als nur einen Weg in die Gehirne von Embryonen im Mutterleib, berichten US-Forscher... weiter




Medizin

Mehr Einblick in Zika-Effekte

Chicago/Wien. (gral) Gleich drei neue Studien über die Auswirkungen des Zika-Ausbruchs in Brasilien geben einen näheren Einblick in die Wirkungsweise... weiter




Infektionen

Neuer Antikörper neutralisiert Zika-Virus

Nashville/Wien. (gral) US-Forscher haben einen menschlichen monoklonalen Antikörper isoliert, der im Mausmodell eine Zika-Infektion "merkbar... weiter




Virus

Tränen voller Zika

St. Louis/Wien. Die Übertragungswege des Zika-Virus sind nach wie vor nicht vollständig geklärt. Dennoch scheint sich das mysteriöse Puzzle nach und... weiter




Zika

Ein Drittel aller Länder gefährdet

Mückenschwärme lassen sich nur durch Kleidung oder Anti-Mücken-Sprays abhalten. - © Getty Images/Galan Paris/Miami/Wien. (gral) Gerade für Schwangere, aber auch Frauen mit Kinderwunsch scheint eine harte Zeit hereinzubrechen... weiter




Impfstoffforschung

Zika-Forschung mit Präzision

©Foto Andi Bruckner - © Valneva Wien. Nur durch eine Schleuse mit Zugangsberechtigung und mit entsprechender Schutzbekleidung darf jener Raum im dritten Stock der österreichischen... weiter




Mückenschutz im Test

Chemischer Mückenschutz wirkt am besten

Insektensprays werden auch als Schutz vor einer Ansteckung mit Zika empfohlen. - © fotolia/Calado Wien. Welches Mittel wirkt am besten gegen hungrige, aggressive Stechmücken? Dieser Frage geht die Biologin Ulla Obermayr nach... weiter




Gesundheit

Impfstoff macht Affen immun gegen Zika

Boston/Wien. (gral) Auf der Suche nach einem Impfstoff gegen das Zika-Virus sind Forscher einen wichtigen Schritt weiter gekommen... weiter




Zika-Virus

Olympische Tigermücken

"Xö, Zika", oder "Raus, Zika", ist seit dem Karneval auf Plakaten in Rio zu lesen. - © afp/chiba Je feuchter der Sommer, desto üppiger ist die Gelsenplage - heuer haben Stechmücken Hochsaison. Die Stiche sind lästig... weiter




Zika-Virus

Forscher befürchten fast 100 Millionen Zika-Infizierte

Rio de Janeiro/Paris. 93,4 Millionen Menschen könnten sich bis zum Ende des aktuellen Ausbruchs mit dem Zika-Virus infizieren... weiter




Epidemie

Zika-Höhepunkt überschritten

London/Wien. In drei Wochen werden in Rio de Janeiro die Olympischen Sommerspiele 2016 eröffnet. Einige Sportler erregen dort aber wohl nicht wegen... weiter





Werbung



Twitter Wall



Werbung


Werbung