Arthur Schnitzlers Roman "Der Weg ins Freie" (1908) handelt von einem jungen Baron, Georg von Wergenthin, der sich selbst als Komponisten versteht, dessen Arbeiten aber merkwürdigerweise häufig in den Anfängen stecken bleiben. Georg hat ein Verhältnis mit der kleinbürgerlichen Musiklehrerin Anna Rosner... weiter
Im April 1987 veranstaltete die Kulturabteilung der Stadt Wien unter dem Titel "Die Stadt und die Wissenschaft" ein programmatisches Symposium. Der deutsche Soziologe René König, ein Großer seines Faches, hielt einen viel beachteten Festvortrag zum Thema "Wissenschaft für die Großstadt". Ermuntert durch das rege Interesse... weiter
"Wiener Zeitung": Herr Kohl, Ihr jüngstes Buch, "Mutter gesucht", schildert die Suche dreier Schwestern - Tania, Iris und Tamara - nach ihrer Mutter, von der sie als Säugling bzw. als Kleinkind weggelegt worden waren. Eine der drei Schwestern, Tamara, ist Ihre Adoptivtochter. Was bewog Sie, diese Geschichte öffentlich zu machen? Walter Kohl:... weiter
Im Jänner 1946 klagte der in Österreich stationierte sowjetische Leutnant Michail M. ilcov, die Sowjetunion würde Europa niemals "ein- und überholen". In Österreich gebe es in jedem Haus Strom, während die Dörfer in seiner Heimat vermutlich nie elektrifiziert würden. Desillusioniert konstatierte der 27-Jährige, in Österreich "gibt es Lüster... weiter
"Ich habe mir den Wahlspruch zu eigen gemacht: ,Die beste Regierung ist die, welche am wenigsten regiert. . . . Wenn er verwirklicht wird, dann läuft es darauf hinaus: ,Die beste Regierung ist die, welche gar nicht regiert." Mit diesen Worten beginnt Henry David Thoreau seinen Aufsatz "Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat"... weiter
Es ist im Endeffekt zweitrangig, warum sich ein Künstler aus der Öffentlichkeit zurückzieht - ob er sich dadurch auf perfid-raffinierte Weise interessant machen will, ob er an einer ausgeprägten Soziophobie leidet, oder ob er einfach "in Ruhe gelassen" werden will. Fakt ist: Dies ist eine Art der Existenz... weiter