Salzburger Festspiele

Eine Operntotenmesse: Jubel für Daniel Barenboim. - © Wolfgang Lienbacher

Alexander Pereiras erster Festspielsommer

Draußen Sibirien, drinnen Lindenbaum-Blüte

  • Letzte Glanzlichter in Salzburg.
  • Programm für 2013 weitgehend bekannt.

Salzburg. "Na, i ziag das Winterzeug no nicht an": Mutig, was man zuletzt so hörte in der Mozartstadt. Dort herrschte am Wochenende nämlich ein gefühlter Temperaturengleichstand mit Nowosibirsk. Salzburg, kurz vor Festspielschluss: Die Frisur saß, dank dem Novemberregen fast wie angegossen. Da wusste man wieder: Auch Festspielhausdächer wurden... weiter




Alexander Pereira wird mit Freundin Daniela de Souza tanzend das Festival beschließen. - © EPA

Weniger ist doch mehr

  • Salzburger Festspiele: Auslastung sank auf 90 Prozent - trotz Zuschauerrekord.

Salzburg. Die Auslastung der Salzburger Festspiele 2012 ist gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 90 Prozent gesunken. Diese niedrigste Auslastung seit 13 Jahren hat das Direktorium der Festspiele am Freitag bei seiner Bilanz-Pressekonferenz bekannt gegeben. Insgesamt sind 240.000 Besucher in 251 regulären Veranstaltungen gekommen... weiter




Konzert: Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst

Ausgeschlafene Orchesterpracht

(krie) Eine Nacht ausschlafen hat dem Cleveland Orchestra gut getan. Am Mittwoch spielte es in Salzburg wie ausgewechselt und wurde dem Ruf gerecht, das im Idiom "europäischste" US-Orchester zu sein. So viel Wärme plötzlich in Smetanas Tondichtung "Tábor". In den beiden Konzerten waren alle Teile des Zyklus "Ma Vlást" ("Mein Vaterland") zu hören... weiter




Shakespeare koreanisch: Die Performer von Group Tuida zeigen den Hamlet-Stoff als Tragödie und Burleske. - Wolfgang Kirchner

Theater: Hamlet Cantabile bei den Salzburger Festspielen

Kryptoreligiöses Karaoke

Und nochmal Shakespeare bei den Salzburger Festspielen, nochmal in hübsch-heiterer Verulkung. Da mag man sich auf die Schenkel klopfen, wenn "Hamlet" in ein Straßentheater-Musical verwandelt wird. Seit 2005 tingelt die Performance Group Tuida aus Südkorea mit "Hamlet Cantabile" herum, die Festspiele sind also wieder mal flott am Ball... weiter




Sir Simon Rattle dirigierte die Berliner Philharmoniker in Salzburg. - APAweb/Winfried Rothermel/dapd

Salzburger Festspiele: Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle und Wiener Philharmoniker unter Bernhard Haitink

Bombastische Aufgedrehtheit und Seelengleichheit

Da war doch was mit Lutoslawski! Neben Heinz Holliger auch so ein deklarierter Schwerpunkt-Komponist bei den Salzburger Festspielen, allerdings bisher mehr in Apothekerdosis verabreicht. Am Sonntag, mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle, aber gleich eine ganze Symphonie. In der Dritten Symphonie von Lustoslawski werden alle... weiter




In Irina Brooks Inszenierung von Shakespeares "Sturm" ist der zaubermächtige Prospero (Renato Giuliani, rechts, mit "Ferdinand" Bart David Soroczynski) kein vertriebener Mailänder Herzog, sondern ein neapolitanischer Restaurantbesitzer mit Meisterkochhaube. - APAweb / Susi Berger / Pressefoto Neumayr

Unterhaltungszauber aus dem Spaghetti-Topf

  • Shakespeares "Sturm" kurz und französisch bei den Salzburger Festspielen.

Auf fünf Akteure und sieben Rollen hat Peter Brooks nachrückende Tochter Irina Shakespeares figurenreichen "Sturm" zum 100-Minuten-Lüfterl eingedampft. Darin ist der zaubermächtige Prospero kein vertriebener Mailänder Herzog, sondern ein neapolitanischer Restaurantbesitzer mit Meisterkochhaube. Auf einer einsamen Insel gestrandet... weiter




Faszinierend brillant: Cecilia Bartoli als Cleopatra. - H. J. Michel

Lernen, die Bombe zu lieben?

Krokodil ohne Schwanz (hier sparen die Salzburger Festspiele wirklich an der falschen Stelle). EU-Kommissars-Puppe schlampig einbalsamiert (dass eine ägyptische Mumie weder Blut noch Innereien zum Ausweiden hat, hätten die Dramaturgen wirklich herausfinden können). Bombe mit Sexbombe drauf. - Georg Friedrich Händels Oper "Giulio Cesare in Egitto"... weiter




Charismatisch: Brigitte Hobmeier als Kathrin und Stefan Kurt in der Rolle des Peter. - © APA/NEUMAYR/SUSI BERGER

Uraufführung von Händl Klaus’ "Meine Bienen" bei den Salzburger Festspielen

Wort-Geklingel mit Franui

Haben wir es mit einem Parzifal zu tun, mit einem Jung-Siegfried gar? Der reine Tor, der seine Wurzeln nicht kennt, der angehalten ist, nicht zu fragen und der doch aufbrechen muss, um Gewissheit zu bekommen: In archaische Seelengefilde führt uns Händl Klaus in seinem bei den Salzburger Festspielen uraufgeführten neuen Stück - und ist doch mehr als... weiter




Tage des (musikalischen) Glamours: Anna Netrebko und Piotr Becza a in der szenisch glanzlosen "La bohème" der Salzburger Festspiele. - © APA/BARBARA GINDL

Salzburger Festspiele: Bilanz der Opernpremieren

Opernfülle mit Problemzonen

  • Viele Opernpremieren, wenig volle Erfolge zu Beginn der Ära Pereira.

Salzburg. Gäbe es das Fahrverbot in der Salzburger Hofstallgasse nicht, die Autofahrer hätten am Dienstagmorgen Merkwürdiges erschaut. Kein Glamour-Remmidemmi freilich. Um acht Uhr morgens geruhen die Festspielgäste, sich noch in den Laken zu aalen. Und der glänzende Tross der Sponsor-Karossen wird auch erst wieder am Abend anrollen... weiter




Marathon-Mann: Heinz Holliger in Salzburg. - © Wolfgang Lienbacher

Lust und Unlust am heißesten Tag

Auf den Pulten: Die Noten von Mozarts "Gran Partita". An den Pulten: Bläser und ein Kontrabass der Wiener Philharmoniker, die das Stück (natürlich) wundersam zu spielen verstünden, wenn man sie ließe. Aber am Pult: Heinz Holliger. Nun ist gegen Holliger als Mozart-Dirigent grundsätzlich nichts einzuwenden... weiter




Tenor Kaufmann als Baccus in Richard Strauss' Oper "Ariadne auf Naxos". - APAweb / Kerstin Joensson

Sängerschutz bei den Salzburger Festspielen

"Zu laut, zu früh und zu viel"

  • Stimmarzt Josef Schlömicher-Thier plaudert aus dem Nähkästchen: "Viele Sänger überfordert" .

Salzburg. Tenor Jonas Kaufmann singt die Partie des "Rodolfo" für seinen Kollegen Piotr Beczala vom Bühnenrand aus. Dieser spielt die tragende Rolle in "La Boheme" zwar, aber singen kann er keinen Ton mehr - eine kurzfristig ausgebrochene Luftröhrenentzündung hat das unmöglich gemacht. Ein ähnliches Schicksal ereilte "Don Camillo" Kostas... weiter




Wilde Heuschlacht: Laura Aikin (l.) als Marie und Daniel Brenna als Edelmann Desportes. - © APA/BARBARA GINDL

"Die Soldaten", ein Opernerfolg bei den Salzburger Festspielen

Von Hengsten und Hurenmachern

Wie ist es möglich, dass Pferde bei Zwölftonmusik nicht durchgehen? Auch für solche Fragen war Zeit bei einer Pressekonferenz am Premierentag, auch darauf bekam man Antwort, ja sogar zwei Dressurtricks mit auf den Weg. Da meinte Regisseur Alvis Hermanis, die Tiere seien schon vor langer Zeit mit den harschen Klängen beschallt worden: Abstumpfung... weiter




Gisele Vienne erhält die heurige YDP-Auszeichnung. - © APA/HERBERT NEUBAUER

Trotz herber Kritiken

  • Salzburger Festspiele: Young Directors Project-Preis geht an Gisele Vienne.

Salzburg. Die Gewinnerin des Young Directors Award 2012 der Salzburger Festspiele heißt Gisele Vienne. Die Französin bekam die Auszeichnung für ihre beiden Arbeiten "Eternelle Idole" und "This Is How You Will Disappear". Der Preis ist mit 10.000 Euro und einer Füllfeder von Sponsor Montblanc dotiert... weiter




Holzklötzchen sind ausreichend: Tristan Vogt der Thalias Kompagnons. - Wolfgang Kirchner

Franz Kafkas "Schloss" als "Machtspielchen" mit Puppen

Die kafkaeske Bosheit im charmanten Diminutiv

Braucht es zum Puppenspiel technischer Raffinesse, müssen feinmechanisch gefinkelte Wunderwerke in Gang gesetzt werden, um der Fantasie der Zuseher auf die Sprünge zu helfen? Nein, grob beschnitzte Holzklötzchen tun es genau so. Kafkas "Schloss", die Satire auf Macht durch Bürokratie: Das ist die zweite Produktion der Thalias Kompagnons bei den... weiter




Miniszenen in Methaphernbrühe: "This Is How You Will Disappear" von Gisèle Vienne. - S. Durand/DACM

Young Directors Project

Salzburger Festspiele: Schall und Rauch

  • Gisele Vienne führt bei den Salzburger Festspielen aufs Eis und dann in den Wald

Wenn man an einem Hochsommer-Nachmittag bei rund 30 Grad in die Eishalle strebt, um dort ein Stück über die Einsamkeit einer Kunsteisläuferin vorgeführt zu bekommen: Kann schon sein, dass einem da das rechte Problembewusstsein abhanden kommt. Die französische Theatermacherin Gisèle Vienne ist derzeit mit zwei Produktionen zum Young Directors... weiter




Überlebenskampf des Pianisten Daniel Barenboim

Seit 60 Jahren tritt Daniel Barenboim nun schon in Salzburg auf. Denkmälern eignet nach so vielen Jahrzehnten eine gewisse Patina. Die kann veredeln, aber gelegentlich deckt sie auch Kostbares zu. In einem Pressegespräch anlässlich des Konzerts mit dem West-Eastern Divan Orchestra vor zwei Wochen war auch die Rede von Barenboims dreiteiligem Zyklus... weiter




Konzert der Wiener Philharmoniker bei den Salzburger Festspielen

Aus dem spirituellen Kochtopf

Die Hirtenszene aus der "Symphonie fantastique", weitgehend notengetreu in den Instrumenten und darüber der fromme Messtext aus dem Gloria, "Gratias agimus tibi"! Dem 21-jährigen Hector Berlioz war’s in der "Messe solennelle" einen Versuch wert. Der Jungspund mit romantisch überhitztem Schnellkochtopf-Gemüt hat einen spirituellen Eintopf angerührt... weiter




Heinz Holliger "Musiker in residence" bei den Salzburger Festspielen

Leistungsschau des Salzburger Residenzmusikers

(r. k.) Dirigent, Komponist, Oboist - in einer deutschen Zeitung hieß es, Heinz Holliger sei nicht bloß Composer in residence bei den Salzburger Festspielen, sondern "Musiker in residence". Stimmt, wie sich dieser Tage zeigte, etwa in der Mozart-Matinee, in der Holligers "Janus", eine Antwort auf Mozarts "Sinfonia concertante", uraufgeführt wurde... weiter




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Kein Engel, sondern Justin:  Ein Countdown auf dem Bühnen-Screen kündigte gegen 21.00 Uhr den  Pop- und Social Media-Stars an, rund 14.000 Fans kreischten  im Minutentakt  Das Museumsquartier war am Sonntag Schauplatz der weltweiten Live-Premiere des 13. Albums "Delta Machine" der britischen Synthie-Popper "Depeche Mode".


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