Robert Lepage und Ex Machina mit "Playing Cards 1: Spades" bei den Festwochen

Nur ein Kartentrick

Mit kaum etwas hat man einen so reichen Schatz an Sprichwörtern vor sich wie mit einem Packerl Spielkarten. Mit dem Ass im Ärmel sollte man sich mit allen Trümpfen in der Hand am besten nicht in die Karten schauen lassen. Und so weiter. Ja, so eine Überfrachtung mit Allgemeingut kann schnell einmal etwas klischeehaft wirken... weiter




War das noch ich oder war das schon Theater?

Das "Ich" ist ein seltenes Wort in Theaterkritiken, wie es vielleicht auch ein seltenes Wort im Kopf des Zusehers ist, der im dunklen Saal des Theaters aus der Anonymität heraus Schauspielern beim Rezitieren von Texten beiwohnt. Allzu leicht nimmt man den distanzierten Blick ein, zieht eine imaginäre... weiter




Festwochen: Ein Auftragskiller sitzt in Los Patschos

Es ist ein bisschen wie mit den Krautfleckerln von der Tante Jolesch. Warum war diese Premiere noch einmal so wichtig? Richtig: Weil die (scheidende) Leitung der Wiener Festwochen auch heuer mit Opern geizt. Während ein Füllhorn an Premieren auf Theaterfreunde niederprasselt, muss sich der Musikfan mit vier Produktionen bescheiden... weiter




Redaktionssitzung mit Doris Arztmann (l.), Silke Graf. - Wagner-Strauss

"Die schwarze Botin": Festwochen-Rückblick auf den Feminismus

Frauen- oder Pfauenschrei?

Selbstmusealisierung? 1987 stellte die Zeitschrift "Die Schwarze Botin" (Westberlin-Wien-Paris) nach elf Jahren und 33 Nummern feministischen Frontdiensts ihr Erscheinen ein. Die Wiener Festwochen holten nun gut ein Dutzend Mitschreiberinnen von damals zu öffentlichen Redaktionssitzungen. Die allerletzte Nummer und ein vorzeigbares Abendprogramm... weiter




Sind Nachrichten bühnentauglich? Regisseur Nicholas Stemann wagt mit seinem Ensemble einen Bühnenversuch: Aktuelles Tagesgeschehen findet im sogenannten "Nachrichtentheater" Eingang. - Bardel

Wiener Festwochen

Wechselrahmen der Zeit

  • Nicolas Stemanns "Wirklichkeitsmaschine" auf der Suche nach Wahrheit.

Mut ist Nicolas Stemanns "Nachrichtentheater" gewiss nicht abzusprechen. 120 Stunden hindurch campierte er mit seinem Team - Schauspieler, Musiker, Autoren - in der E-Halle des Museumsquartiers. Informationen über das Weltgeschehen bezog die "Kommune der Wahrheit" ausschließlich aus den ununterbrochen herein strömenden Meldungen der Massenmedien... weiter




Schauspielhaus

Toller Pappkamerad

Er ist etwa 50 Zentimeter groß, hat dürre Arme und Beine, die kaum einen Augenblick still stehen, sein Bauch ist mit Watte ausgestopft, sein Kopf aus Pappkarton geformt, er hat einen langen Bart, eine scharfe Hakennase und große Ohren. Üblicherweise tritt er nur bei Kindergeburtstagen auf, was ihm mächtig auf die Nerven geht... weiter




Ein frömmelnder Heuchler schleicht sich in das Vertrauen eines alten Patriarchen und versucht, sich alles anzueignen, was diesem teuer ist: Frau, Haus und Tochter. Abgespielt hatte sich das Ganze in der Wohnküche eines Landhauses, auf den Brettern des Akademietheaters. Im Bild: Gert Voss (r.) als "Orgon", Edith Clever (m.) als "Dorine" und Adina Vetter als "Marianne". - APA/HERBERT NEUBAUER

"Tartuffe" in Bildern

In jedem Winkel ein Herrgott

Hochkarätiges Schauspielertheater: Luc Bondy bot mit seiner letzten Regie als Intendant der Wiener Festwochen Theater in Hochglanz. Siehe die Theaterkritik: Fatale Männerfreundschaft - Ein Festwochen-Höhepunkt: Luc Bondys ... weiter




Verhängnisvolle Verbindung : Tartuffe (Joachim Meyerhoff) und Orgon (Gert Voss). - Ruth Walz

Ein Festwochen-Höhepunkt: Luc Bondys "Tartuffe"-Inszenierung

Fatale Männerfreundschaft

Während die Zuschauer Platz nehmen, werden auf der offenen Bühne im Haus von Monsieur Orgon bereits die Vorbereitungen zum Familienfrühstück an einer aus praktikablen weißen Tischen zusammengestellten Tafel getroffen. In gutbürgerlichen Wohlstand signalisierenden, architektonisch verwinkelten Mehrzweckraum (Bühne: Richard Peduzzi)... weiter




Abgesang auf die Ehe: Elsie de Brauw und Steven van Watermeulen. - Phile Deprez

Wiener Festwochen

Späte Antworten

  • Gastspiel der Münchner Kammerspiele im Theater Akzent.

Am Silvesterabend 1999 hat er seinen Koffer gepackt und ohne weitere Erklärung das Haus verlassen. Sie hat ihn nicht zurückgehalten. Nun stehen sie einander zum ersten Mal seit beinahe zehn Jahren wieder gegenüber, in einem menschenleeren, mit Holztribünen bestückten Gebäude (Bühne: Leo de Nijs), auf dem Friedhof, wo ihr Sohn begraben ist... weiter




Strahlende Töne, rollende Augen: Marina Prudenskaya als Zigeunerin Azucena - oder Wunderland-Figur. - apa/Hans Klaus Techt

"Trovatore"-Parodie

Graf Luna im Plunderland

  • Die Festwochen zu Giuseppe Verdis 200. Geburtstag

"Bist du vom Himmel herabgestiegen?" Diesmal ganz sicher nicht: Die Hofdame in Nöten erblickt den Retter ausnahmsweise auf dem Boden: Verdis Troubadour muss sich erst aus einer Falltür herausschälen, bevor er sich im kargen Raum aufbauen kann. Und wirklich bedrohlich ist Manrico auch dann nicht anzusehen, ebenso wenig wie sein Widersacher Graf Luna... weiter




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Im Jahr 2012 stand "A Chorus Line " beim "Theaterfestes NÖ 2012" in Stockerau auf dem Plan, doch nun sattelt die Stadt vom Musical auf das kostengünstigere Sprechtheater um. - APA/NATALIE BAUER
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Ja, noch heute zählt die Workshop-Einlage zu den Fixelementen eines Bobby-McFerrin-Konzerts, und der Star macht - don’t worry, be happy! - zu wirklich jeder Talentprobe gute Miene. - APA/HERBERT NEUBAUER Da soll noch einer sagen, die hiesige Bevölkerung ginge ungern aus sich heraus. Mikrofonausgabe!, schon rauscht die Damenwelt in hellen Scharen zur...weiter

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20130618stock - APA/NATALIE BAUER St. Pölten/Wien.Dunkle Wolken türmen sich auf dem Festivalhimmel zwar nicht. Ganz sorgenfrei sind die Sommertheatermacher von Niederösterreich aber... weiter




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