Seelisch kriegsversehrt 1916 aus Galizien heimgekehrt in das bald von den Siegermächten konstruierte Königreich Jugoslawien, in Zagreb als linker Schriftsteller Chronist des Untergangs des Habsburgerreichs, als früher Freund Titos im kommunistischen Nachkriegs-Jugoslawien mit Ehren überhäufter Staatsdichter... weiter
"Ich erfand Geschichten und gelangte durch sie zur Realität", stellte einst der französische Filmemacher Jean-Luc Godard fest: "Aber hinter der Realität ist wieder Fiktion." Das Vexierspiel zwischen Faktischem und Fiktivem nimmt auch der argentinische Theatermacher Mariano Pensotti zum Ausgangspunkt für sein jüngstes Stück "Cineastas" (Filmemacher)... weiter
"Wiener Zeitung": Ihre Installationen während der Festwochen sind Teil des Projekts "Unruhe der Form", das sich mit Fragen des politischen Subjekts und Widerstand beschäftigt. Welche Rolle spielt die Kunst? Schorsch Kamerun: Kunst kann kaum politisch verändern. Kunst kann thematisieren und Dinge bewusst machen, begleiten oder aufzeigen... weiter
Christoph Marthaler hat es sich selbst, seinem Ensemble und seinem Publikum mit seinem ästhetisch kaum überbietbaren Theater noch nie bequem gemacht. Aufrüttelnd und unbequem in vielerlei Hinsicht ist auch sein jüngstes Musik-Theater-Projekt "Letzte Tage", das, als Auftragswerk der Wiener Festwochen im historischen Sitzungssaal des Parlamentes... weiter
In Paris war "Le Retour" die Einstandsinszenierung als neuer Spielleiter des Odéon Theatre, in Wien ist sie nun das Abschiedsgastspiel des langjährigen Festwochen-Indentanten: Luc Bondys schillernd-schäbige Fassung von Harold Pinters frühem Meisterwerk "Die Heimkehr". Die Londoner Uraufführung anno 1965 geriet zum Schocker... weiter
Für Oliver Frljić, Autor, Regisseur und Schauspieler aus Zagreb, ist die altbekannte Frage, ob Theater gesellschaftsverändernd wirken könne, auch im Zeitalter der Postdramatik immer noch aktuell. Zwar glaubt er nicht an "Veränderungen auf einer makropolitischen Ebene", möchte aber, wie im Programmfolder zu seiner im "brut" gezeigten... weiter
Eine Ente ist das erste, was man sieht. Eine elegante, langhalsige Ente, mittel-aufgeregt flatternd. Dann ist es wieder finster. Und danach merkt man bald, dass diese "Wildente" einen weiten Weg von Ibsens Nest zurückgelegt hat. Spätestens, wenn Haakon Werle sagt, er wisse, dass er erblinde, weil er einen "fucking schwarzen Punkt in seinem... weiter
"Wiener Zeitung": In Luc Bondys "Tartuffe"-Inszenierung, die am 28. Mai im Akademietheater Premiere feiert, spielen Sie Elmire. Ihren Ehemann Orgon verkörpert Gert Voss, der vor drei Jahren seinen 70. Geburtstag feierte. Worin liegt der Reiz des hohen Altersunterschieds? Johanna Wokalek: Diese Ehe verläuft sicher nicht so... weiter
Es gehört zu den Stärken Anna Maria Krassniggs, unbekannte Autoren oder nahezu vergessene Texte für die Bühne zu entdecken. Jüngstes Fundstück der Theatermacherin und Regie-Professorin: Robert Neumanns (1897-1975) Nachkriegsroman "Die Kinder von Wien", der nun adaptiert und inszeniert von Krassnigg als Festwochen-Koproduktion in der weitläufigen... weiter
Mit "La casa della fuerza", einer Performance über physische und psychische Gewalt gegen Frauen, setzte die spanische Theatermacherin Angélica Liddell im Vorjahr einen eindrucksvollen Schlusspunkt unter das Schauspielangebot der Wiener Festwochen. Um Gewalt, Liebessehnsucht und Verlustängste geht es auch in ihrer neuen... weiter
Bei der Begegnung mit CocoRosie war dem Autor dieser Zeilen fast zumute wie im STS-Hit "Fürstenfeld" dem Steirerbua angesichts eines Szene-Girls im...
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An Gottfried Helnwein schieden sich schon in Wien um 1970/80 die Geister: Manche, wie Rudolf Hausner, der ihn als seinen Nachfolger an der Akademie...
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Ein Entkommen gibt es nicht, schon gar nicht für Veranstalter: Ein jedes Opernhaus, so scheints, steht im 200...
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Cannes. Niemals passiert es, dass das Wettbewerbsprogramm eines Filmfestivals ausschließlich exzellente Filme vereint...
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