Podcast"Wir haben ein Kommunikationsproblem", stellte der Geschäftsführer des Fachverbands der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) am Dienstag bei einer Pressekonferenz fest. Der Großteil der Wintersportgäste in Österreich sei zwar zufrieden, allerdings werden die Aufstiegshilfen oft als teuer empfunden und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis in der Gastronomie wird häufig kritisiert.
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Weltweit gibt es rund 60 Millionen Skifahrer. Österreich liegt mit etwa 46 Millionen Skifahrertagen pro Jahr mit Frankreich an der Spitze der Wintersportdestinationen in Europa.
Das Erlebnis "Berg im Winter" wird vor allem von der Gastronomie und den Pistenverhältnissen geprägt, so die Ergebnisse einer Studie des Marktforschungsunternehmens Manova, die vom Fachverband der Seilbahnen in Auftrag gegeben wurde. Das Wintersport-Erlebnis hängt demnach zu 45% von den Dienstleistungen der Seilbahnen ab, denn diese sind nicht nur für die Aufstiegshilfen verantwortlich, sondern auch für den Pistenverlauf, die Beschneiung, die Präparierung der Piste, die Lawinensicherung und vieles mehr. "Aber anscheinend haben wir es nicht geschafft zu kommunizieren, was die Liftkarte an Leistungen umfasst", so Wolf, denn der Preis dafür wird oft als zu teuer empfunden. Zufrieden zeigen sich die KundInnen laut Studie mit den Öffnungs- und Betriebszeiten sowie der Sicherheit und dem Komfort der Lifte. Auch die Pisten werden positiv bewertet. Diesbezüglich fühlen sich die Seilbahnen in ihrer Investitionpolitik bestätigt. Die Hälfte des jährlichen Investitionsvolumens von 387 Mill. Euro (Bilanzjahr 2000/2001) fließt in die Verbesserung und Modernisierung der Aufstiegshilfen, von denen es derzeit in Österreich 3.170 gibt.
Eher nicht zufrieden sind die WintersportlerInnen mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis der Gastronomie. Dieses Verhältnis müsse verbessert werden, so Wolf: "Erforderlichenfalls müssen die Seilbahnen gastronomische Leitbetriebe in den Skigebieten etablieren". Die Situation der Seilbahn-Unternehmen in Österreich stellt sich jedenfalls nicht allzu rosig dar: "Etwa 50% der Unternehmen haben betriebswirtschaftliche Probleme", so Wolf, nur etwa 20% gehe es "gut", dem Rest "so mittel". Neben einem hohen Konkurrenzdruck mache der Branche auch ein stagnierender Skifahrermarkt zu schaffen. Besonderes Augenmerk sollte daher in Zukunft auf Kindern und Jugendliche gelegt werden. Als Ziele für die Seilbahnen definierte Wolf eine höhere Auslastung und mehr Rationalität. Niemand könne alles anbieten, sinnvoll sei daher eine Spezialisierung einzelner Skigebiete auf bestimmte Kundensegmente und Angebote.
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