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Vom 14. Oktober bis 15. November präsentiert die "Szene Wien" das zweite Mal das Salam.Islam Festival. Schwerpunktthemen sind diesmal Minderheiten und die Rolle der moslemischen Frauen. Vor diesem programmatischen Hintergrund gibt es Musik, Tanz und Poesie aus Islamischen Kulturen von hochkarätigen Interpreten. Für die zwei Afrikaner unter Ihnen werden beim "Radio Afrika"-Gewinnspiel Karten verlost.
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Afrika ist am diesjährigen Salam.Islam Festival durch Abdullah Ibrahim, den früher unter dem Namen Dollar Brand weltbekannten Pianisten aus Südafrika, und Oumou Sangaré der herausragenden Vokalistin aus dem westafrikanischen Land Mali vertreten.
Abdullah Ibrahim
Dollar Brand wurde 1934 in Südafrika geboren. Mit 28 verließ er wegen des Apartheid-Systems seine Heimat. In einem Zürcher Jazz-Club entdeckte ihn bald darauf sein großes Vorbild Duke Ellington, der ihm eine Plattenaufnahme in den USA ermöglichte. In den späten 60er Jahre konvertierte er zum Islam und hieß fortan Abdullah Ibrahim. Der langjährige Aktivist gegen den Apartheid und für Demokratie in Südafrika kehrte 1990 nach der Freilassung von Nelson Mandela in seiner Heimat zurück. Bei Abdullah Ibrahim treffen afrikanische Rhythmen auf Melodien schlichter Schönheit, und die weiten Landschaften und Menschen Afrikas verwandeln sich in Klangfarben, die an die Tongemälde Duke Ellingtons erinnern. Im Jahr 2000 gewann er den Preis der Deutschen Schallplattenkritik für "seinen aus südafrikanischen Quellen schöpfenden Beitrag zum Jazz ", wie die Jury meinte.
Oumou Sangaré (Foto)
Die aus dem Mali stammende Oumou Sangaré wurde 1968 geboren. Aus einer Familie von Sängerinnen stammend - sowohl ihre Großmutter als auch ihre Mutter sangen - begann Oumou schon mit fünf Jahren ihre Stimme zu schulen. Und selten hat man eine beeindruckendere Stimme gehört, als die ihre. Mit 21 veröffentlichte sich das bahnbrechende Debut-Album "Moussolou" (Frauen). 200.000 Mal verkauft sie ihr Erstlingswerk allein in Mali.
Oumou wagt, was sich keine Frau vor ihr getraut hat, sie prangert die Praxis der Vielehe im überwiegend muslimischen Mali an. Die interessanteste Erfahrung für die mutige Sängerin dürfte ein Konzert in Swaziland gewesen sein. Direkt vor ihr saß der König des kleinen Landes mit seinen sieben Frauen. Und Oumou sang ihr erstes Lied: "Polygamie ist das schlimmste, was es gibt!" - Der König nahm's gelassen.
2001 erhielt die streitbare Sängerin in Aachen für den IMC-UNESCO-Musikpreis verliehen. Oumou Sangaré ist übrigens verheiratet, und zwar monogam. Und sie ist überzeugte, mit dem Koran bestens vertraute Muslimin.
Mit "Radio Afrika" 2 x 2 Karten gewinnen: Einfach die Antworten auf die Fragen: Wie groß ist Afrika? Wie viele Länder gibt es in Afrika? an inou@afrikanet.info senden.
Informationen zum Salam.Islam Festival unter http:// www.szenewien.com .
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