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"Der hohe Ölpreis gefährdet uns nicht." | AUA-Chef schließt weitere Kerosin-Zuschläge nicht aus. | Wien. In Bausch und Bogen schaufeln Anleger ihre AUA-Aktien aus den Depots - und das, obwohl Airline-Chef Alfred Ötsch jetzt die ersten Früchte bei der Sanierung der rot-weiß-roten Fluglinie erntet. Seit dem Jahreshoch im April hat sich der Börsenkurs auf 6,20 Euro mehr als halbiert. Die vorangegangenen kräftigen Kursgewinne - nach der Kapitalerhöhung im Herbst 2006 - haben sich damit wieder buchstäblich in Luft aufgelöst.
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Unter den Anlegern grassieren Ängste, dass der hohe Ölpreis die Sanierung der AUA gefährdet. Ötsch dazu: "Unser neues Geschäftsmodell kalkuliert mit hohen Treibstoffkosten - und das funktioniert." Selbst wenn der Ölpreis die Schallmauer von 100 Dollar durchbrechen sollte (und davon geht Ötsch aus), "gefährdet uns das nicht". Sollten durch den Ölpreis zusätzlich Mehrkosten anfallen, würde die AUA dies - wie andere Airlines auch - mit Kerosin-Zuschlägen abfedern, sagte Ötsch bei einem Business-Lunch, zu dem die Raiffeisen Zentralbank geladen hatte.
Angesichts der aktuellen Ölpreis-Hausse ist die Deutsche Lufthansa hier bereits vorgeprescht. Sie hat den Treibstoffzuschlag für Langstrecken-Tickets am gestrigen Donnerstag zum dritten Mal in diesem Jahr angehoben - und zwar um zehn Euro.
Klare Absage an Partner
Den bisherigen Sanierungskurs sieht Ötsch bestätigt. "Unser Konzept greift", wie er abermals betonte. "Wir kehren in die Gewinnzone zurück, und das wird nachhaltig sein." Erklärtes Ziel ist ein dividendenfähiger Gewinn 2009. "Wir brauchen auch keinen Partner, weil wir Synergien in der Star Alliance (Flugverbund internationaler Airlines, Anm.) haben."
Ernsthafte Konkurrenz in den lukrativen Ostmärkten - dorthin drängen vor allem Billigflieger - fürchtet Ötsch "noch lange nicht". Die AUA agiere hier als Netzwerk-Carrier und habe im Wettbewerb so die Nase vorn.
Für die Aktie rührt Ötsch denn auch die Werbetrommel: "Kaufen Sie AUA-Aktien, so günstig werden Sie diese lange nicht mehr bekommen." Er selbst hat am Donnerstag wieder 10.000 Stück zugekauft.
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