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Politstreit um die Styrian Spirit

Von WZ Online

Politik

Am Wochenende warfen einander Landespolitiker vor, an der Insolvenz der Fluglinie Styrian Spirit schuld zu sein. Die Kärntner Tourismusholding (KTH) unterstellte der SPÖ Steiermark, ein "politisches Spiel" gegen Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) getrieben zu haben. Die Kärntner ÖVP meinte, das BZÖ versuche, "aus dieser wirtschaftspolitischen Fehlentscheidung eine Geschichte der Verfolgten zu machen".


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KTH-Aufsichtsratschef Sepp Bucher zog die Gutachten in Zweifel, auf deren Grundlage die Grazer Stadtwerke ein Engagement bei der Styrian Spirit abgesagt hatten. Gleichzeitig erklärte er, das Unternehmen selbst sei "nicht mehr zu retten". Die KTH ist über das Land zu 42 Prozent an der Styrian Spirit beteiligt.

"Haarsträubende Ausreden" und eine "verzweifelte Suche nach anderen Schuldigen" ortet hingegen die Kärntner ÖVP nach dem Crash der Fluglinie. Das BZÖ versuche, "aus dieser wirtschaftspolitischen Fehlentscheidung eine Geschichte der Verfolgten zu machen", so ÖVP-Obmann Josef Martinz. Nach Ansicht der ÖVP hat die Kärntner BZÖ-SPÖ-Koalition das Geld für die Styrian "zum Fenster hinausgeworfen" und sei "sehenden Auges in den Abgrund gesprungen."

Die Kärntner SPÖ sorgt sich um den Flughafen Klagenfurt und forderte ein Konzept für dessen weitere Entwicklung. Der Grüne Landessprecher Rolf Holub hatte schon am Freitag erklärt, die Causa Styrian Spirit sei ein "Paradebeispiel dafür, wie Haider mit den Finanzen des Landes umgeht". Von Seiten der Kärntner FPÖ kam am Samstag Kritik an Haiders "verantwortungslosen Einstellung zum Steuergeld", er solle als Finanzreferent zurücktreten.