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"Was sammeln Sie selbst an bildender Kunst?", wurde Hans Peter Haselsteiner vor ein paar Jahren von der "Kleinen Zeitung" gefragt. Er antwortete: "Alles, was mir gefällt und wofür ich noch Platz habe." Nun, das Platzproblem hat sich jetzt erledigt: Zum Unterstellen wird sich ein Winkerl finden in der Sammlung Essl - jetzt, wo Haselsteiner sie gerettet hat. Über eine Stiftung übernimmt der Industrielle 60 Prozent der ins Trudeln geratenen Kunstsammlung des Baumax-Gründers. Der Deal bringt den Gläubigerbanken mehr als 100 Millionen Euro. Die ganze Sammlung war zuletzt noch auf einen Buchwert von 85 Millionen Euro geschätzt worden - als Essl an die Republik verkaufen wollte, diese aber nicht angebissen hat.
Noch einmal 50 Millionen könnten dann im Oktober bei einer Versteigerung in London von einzelnen Werken aus dem Bestand hereinkommen.
Es ist durchaus erfreulich, dass zumindest die österreichischen Werke der Sammlung als Gesamtheit zusammenbleiben. Es wäre schade gewesen, wäre dieser Querschnitt durch die österreichische Kunst des 20. Jahrhunderts filetiert worden wäre. Auch wenn Kritiker über den tatsächlichen repräsentativen Wert der Sammlung gern die Nase rümpften, was immer ein wenig kleinlich war.
Es ist aber auch begrüßenswert, dass diese Rettungsaktion einer privaten Sammlung durch ein privates Geschäft zustande gekommen ist - ohne politische Subvention.
Und dass sich Haselsteiner nur - gemäß seiner Parteifarbe - Bilder mit pinkem Pinselstrich ausgesucht habe, ist lediglich ein böses Gerücht.
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