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10.000 Euro hat Stefan Kraft für den Gewinn von Bronze bei der nordischen Ski-WM ausbezahlt bekommen. Kein schlechter Lohn für verhältnismäßig wenig Arbeit. Sein Sprung zu Edelmetall von der Normalschanze in Falun hat nicht einmal zehn Sekunden gedauert. Der Erstplatzierte Rune Velta aus Norwegen durfte sich sogar über 27.000 Euro freuen und hat damit mehr kassiert als jeder andere Athlet bei dieser Weltmeisterschaft.
Das lässt einen stutzig werden. Denn vergleicht man die Prämien von Velta und Co. mit jenen der Langläufer und Kombinierer, die sich durch Wind und Schnee kämpfen müssen und dabei verausgaben wie sonst nur ein Marathonläufer, so muss man sich die Frage stellen, ob hier das Preisgeld-Leistungsverhältnis noch in Ordnung ist. 15.000 Euro bekommt ein Langläufer für den Gewinn von Gold, 12.500 Euro - weniger als die Hälfte als bei den Skispringern - sind es für die nordischen Kombinierer. Sollte es nicht so sein, dass diese Athleten zumindest dasselbe verdienen? Eine Forderung, der übrigens auch die weiblichen Skispringer etwas abgewinnen könnten, klafft doch hier die Preisgeldlücke noch weiter auseinander, wie das Beispiel Daniela Iraschko-Stolz gezeigt hat. Auch sie war von der Normalschanze in Sekunden zu Bronze gesegelt - und wurde mit der im Vergleich zu Kraft fast lächerlichen Summe von 2800 Euro abgespeist. Das passt vorn und hinten nicht zusammen.
Die Geldgeber, allen voran die FIS, welche die Prämien immer gemeinsam mit dem Veranstalter festlegt, sollten sich hier etwas einfallen lassen und versuchen, eine Annäherung zwischen den Realitäten herzustellen. Der Flug eines Adlers samt Telemark mag vielleicht spektakulärer wirken als das Geschiebe mit Stöcken. Eine höhere Bezahlung rechtfertigt das aber nicht.

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