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Konjunktur zieht im 4. Quartal 2007 um 14,1 Prozent an. | Wachstum für Gesamtjahr beträgt mehr als 10 Prozent. | Pressburg. Die slowakische Wirtschaft ist besser in Form als jemals zuvor. Das Statistische Amt des Nachbarlandes vermeldete gleich zwei Rekorde: ein Plus von 14,1 Prozent für das abgelaufene 4. Quartal und eines von 10,3 Prozent für das Gesamtjahr 2007 - das sind die bisher größten volkswirtschaftlichen Sprünge in der Geschichte des jungen Staates. Die Slowakei hat damit nicht nur in der Region die Nase vorn, sondern ist auch im EU-Vergleich spitze. Für die Ökonomen sind all das vor allem mit Blick auf die für Januar 2009 geplante Euro-Einführung erfreuliche Neuigkeiten.
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Die Slowakei habe nämlich trotz der Preisschwankungen für Öl und Lebensmittel bewiesen, dass sie bei Inflation und Preisstabilität die Maastricht-Kriterien erfülle, so der einhellige Tenor in Pressburg nach Bekanntgabe der aktuellen Zahlen.
Euro bereits ab 2009?
Und doch müssen sich die Slowaken zumindest noch einige Monate gedulden, bis Brüssel ihnen grünes Licht für die Einführung der Gemeinschaftswährung gibt. Die Slowakische Nationalbank (NBS) rechnet jedenfalls frühestens im Mai mit einer offiziellen Entscheidung. Trotzdem geben sich Spitzenpolitiker und Topmanager zumindest in der Öffentlichkeit so, als sei der Euro zum nächsten Jahresbeginn für die Slowaken schon eine ausgemachte Sache. Vor kurzem unterzeichneten etwa die Sozialpartner des Landes eine Erklärung, mit der sie ihren Willen zu einem gemeinsamen sozialverträgliches Vorgehen bei der Euro-Einführung zum Ausdruck bringen.
Verzögerungen über den 1. Jänner 2009 würden allerdings auch erhebliche wirtschaftliche Nachteile für die Slowakei bedeuten. Nach NBS-Berechnungen dürfte der Außenhandel nämlich nach Einführung des Euro noch einmal stark zulegen. Im Übrigen geht die Nationalbank von einem deutlichen Anstieg bei den für das Land immer noch überlebenswichtigen Auslandsinvestitionen aus, gerade auch vor dem Hintergrund, dass in den meisten Nachbarstaaten der Euro erst später eingeführt werden soll.
In diesem Zusammenhang verweisen die Ökonomen darauf, dass wegen der überaus starken slowakischen Krone mittelfristig bei etlichen exportorientierten heimischen Unternehmen - die meisten von ihnen liefern in die EU - sogar die Gefahr von Betriebsschließungen drohe.
Vorsichtige Prognose
Langfristig gehen die Ökonomen davon aus, dass die Zeit des Rekordwachstums vorbei ist und wollen die Bevölkerung mit konservativen Schätzungen auf mögliche Krisen vorbereiten. Für die kommenden 20 Jahre erwarten sie nur ein durchschnittliches Wachstum von 0,7 Prozent pro Jahr. Der Lebensstandard wird über einen Zeitraum von 20 Jahren um rund 20 Prozent verbessern. Die Haushaltseinkommen steigen innerhalb von 10 Jahren um 4,6 Prozent, innerhalb von 20 Jahren um 9,8 Prozent. Diese Annahmen gelten allerdings in erster Linie für Singles und Familienhaushalte mit Doppelverdienern. Profitieren von der Euro-Einführung sollen auch die Pensionisten, deren Bezüge in der Slowakei an die Inflationsrate gekoppelt sind. Da bei der Inflationsrate in der Eurozone Schwankungen von ein bis vier Prozent zu erwarten seien, stünden sich die Pensionisten dann voraussichtlich besser als heute.
In Bezug auf Arbeitslose geht die NBS von folgender Annahme aus: Der Staat habe nach Einführung des Euro genügend Spielraum, um die Sozialausgaben um 7 Prozent zu erhöhen. Das lässt schon allein wegen der noch hohen Arbeitslosenquote in der Slowakei aufhorchen.

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