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Dieser oft diskutierten Frage ging der WDR im Montag-Report "Der Vorkoster" auf den Grund. Immerhin verzehrt jeder von uns im Durchschnitt neun Kilo Schokolade im Jahr - das sind drei Kilo Fett und fünfeinhalb Kilo Zucker. Sternekoch Björn Freitag wollte als Vorkoster zunächst von einem preisgekrönten Chocolatier wissen, was denn eigentlich in echte Schokolade alles hinein darf oder soll. Kakaomasse, Kakaobutter und Zucker, so die verblüffend kurze Antwort. Und eventuell Milchpulver für Vollmilchschokolade.
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Ein Testkauf im Supermarkt ergab nicht nur enorme Preisdifferenzen von 35 Cent bis acht Euro pro 100 Gramm. Als Inhaltsstoffe fanden sich auf vielen Produktpackungen neben genannten Grundsubstanzen auch Butterreinfett, Sojalecithin, Emulgatoren und Milchzucker. Wie eine Ernährungsexpertin erklärte, werden Fette als Emulgatoren in der Massenfertigung verwendet, um die Schokolade leichter maschinell verarbeitbar zu machen, ähnlich wie die berüchtigten Transfette. Aber auch nicht nützlich, zumindest nicht für den Verbraucher. Nachweislich "gesund" sind in der Schokolade nur die in der Kakaobohne enthaltenen Polyphenole, weil sie die Blutgefäße erweitern - allerdings nur wenige Stunden. Um dauerhafte Wirkung zu erzielen, müsste man regelmäßig kleine Dosen stark kakaohältiger Sorten essen, also Dunkel- oder Bitterschokolade mit 70 Prozent Kakaoanteil. Die bei uns viel beliebtere Milchschokolade hat, neben genannten Fett-Zusätzen, aber meist nur 30 Prozent Kakao. Dafür kann der Kunde zwischen "reiner Alpenmilch" und "Edel-Vollmilch" (Packungsaufschriften) wählen, wobei den Unterschied auf Anfrage nicht einmal die Hersteller erklären konnten.
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