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Weitere Vorwürfe gegen Gewog-Geschäftsführer Karl Wurm.
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Wien. Die Kritik an Gewog-Geschäftsführer Karl Wurm reißt nicht ab: Der Josefstädter Bezirksrat Christoph Ulbrich wirft Wurm vor, sich eine "ungewöhnlich große" Dachgeschoßwohnung "zu einem sehr niedrigen, und jedenfalls nicht marktüblichen Preis" an sich selbst verkauft zu haben.
Während Wurm auf die Wohnbauförderung vertraglich verzichtete, aber trotzdem nur 1757 Euro pro Quadratmeter bezahlt hatte, mussten die Käufer der anderen geförderten Wohnungen 2184,25 Euro pro Quadratmeter hinblättern, kritisiert Ulbrich.
"Das wird alles komplett falsch dargestellt", wehrt sich Wurm am Mittwoch gegenüber der "Wiener Zeitung". Die betreffende Adresse sei eine Mietkauf-Anlage gewesen, mit Ausnahme einer freifinanzierten Wohnung, die er sich 2003 zu einem damals marktüblichen Preis gekauft habe.
Das Problem ist laut Wurm, dass er erst 2011 ins Grundbuch eingetragen wurde und so der Eindruck entstanden ist, er sei gegenüber jenen bevorzugt worden, deren Mietkaufübertragung erst 2013 stattgefunden hat.
"Tatsache ist aber, dass ich bereits 2003 gekauft habe und die anderen erst 2013 - dazwischen hat es einen gewaltigen Boom bei den Immopreisen gegeben. Das erklärt den Preisunterschied." Dass Wurm auf den Verträgen als Käufer und als Verkäufer aufscheint, sei nichts Rechtswidriges und dem Umstand geschuldet, dass er Geschäftsführer der Genossenschaft ist. "Dazu gibt es einen Aufsichtsratsbeschluss plus Notariatsakt", sagt Wurm - der im Übrigen schon vorher in Kritik geraten war, weil er als Gewog-Chef und Obmann des Verbands gemeinnütziger Bauvereinigungen eigentlich die Interessen des sozialen Wohnbaus vertreten sollte, sich aber gleichzeitig Wohnungen in Häusern gekauft hat, die seine Firma profitorientiert gebaut hatte und er sie nun zum Teil leer stehen lässt.
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