Theodor Körner: Bundespräsident von 1951 bis1957
Theodor Körner

Lebensdaten

Aufzählung Geboren am 24. April 1873 in Uj-Szöny (Ungarn), General und Politiker (SDAP, SPÖ)
Aufzählung 1918 Abteilungsleiter im Staatsamt für Heereswesen
Aufzählung 1924 wegen kritischer Haltung als General pensioniert
Aufzählung 1924 Beitritt zur SDAP, Mitglied der Zentralleitung des Republikanischen Schutzbunds
Aufzählung 1924-1934 Mitglied des Bundesrates
Aufzählung 1934 und 1944 inhaftiert
Aufzählung 1945-1951 Bürgermeister von Wien und Abgeordneter zum Nationalrat
Aufzählung 1951-1957 Bundespräsident
Aufzählung Gestorben am 4. Jänner 1957
 

Links

Aufzählung Theodor-Körner-Fonds
Aufzählung Kurzbiographie (Hofburg)
 

Literatur

Aufzählung Friedrich Weissensteiner (Hg.): Die österreichischen Bundespräsidenten. Leben und Werk, Österreichischer Bundesverlag, Wien 1982
 

Der bei Komorn in der heutigen Slowakei, geborene Theodor Körner wählte wie sein Vater die militärische Laufbahn und avancierte zum k.u.k. Oberst und Generalstabschef der 1. Isonzo-Armee.

Nach Ende des ersten Weltkrieges war Theodor Körner ab 1918 als Amtsleiter des Staatsamtes für Heerwesen maßgeblich am Aufbau des österreichischen Bundesheeres beteiligt. 1924 wurde er als General pensioniert, nachdem er bei der Wiederaufstellung eines republikanischen Heeres maßgeblich mitgewirkt hatte. In der Folgezeit widmete er sich neben seiner Funktion als sozialistischer Abgeordneter der Stadt Wien und als Mitglied des Bundesrates der Parteiarbeit; er war auch Berater des Republikanischen Schutzbundes.

Im Februar 1934 plädierte Körner gegen einen gewaltsamen Widerstand der SDAP gegen die austrofaschistische Diktatur. Nach dem gescheiterten Februaraufstand 1934 gegen die Regierung Dollfuß und dem Verbot der SPÖ wurde Theodor Körner inhaftiert, ebenso nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler.

1945 wurde er Bürgermeister von Wien und bekleidete dieses Amt bis zu seiner Wahl als erster direkt vom Volk gewählter Bundespräsident am 27. Mai 1951.

Als Staatsoberhaupt förderte er die Zusammenarbeit zwischen den Großparteien und verhinderte 1953 den von Teilen der ÖVP gewünschten Eintritt des VdU (Vorgängerpartei der FPÖ) in eine Konzentrationsregierung.

Theodor Körner starb kurz vor dem Auslaufen seiner ersten Amtsperiode als Bundespräsident am 4. Jänner 1957.

Verweis Österreichs Kanzler und Präsidenten