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Der bei Komorn in der heutigen Slowakei, geborene Theodor
Körner wählte wie sein Vater die militärische Laufbahn und
avancierte zum k.u.k. Oberst und Generalstabschef der 1. Isonzo-Armee.
Nach Ende des ersten Weltkrieges war Theodor Körner ab 1918 als
Amtsleiter des Staatsamtes für Heerwesen maßgeblich am Aufbau des
österreichischen Bundesheeres beteiligt. 1924 wurde er als General
pensioniert, nachdem er bei der Wiederaufstellung eines republikanischen Heeres
maßgeblich mitgewirkt hatte. In der Folgezeit widmete er sich neben
seiner Funktion als sozialistischer Abgeordneter der Stadt Wien und als
Mitglied des Bundesrates der Parteiarbeit; er war auch Berater des
Republikanischen Schutzbundes.
Im Februar 1934 plädierte Körner gegen einen gewaltsamen Widerstand der SDAP gegen die austrofaschistische
Diktatur. Nach dem gescheiterten Februaraufstand 1934 gegen die Regierung
Dollfuß und dem Verbot der SPÖ wurde
Theodor Körner inhaftiert, ebenso nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 auf
Adolf Hitler.
1945 wurde er Bürgermeister von Wien und bekleidete
dieses Amt bis zu seiner Wahl als erster direkt vom Volk gewählter
Bundespräsident am 27. Mai 1951.
Als Staatsoberhaupt förderte
er die Zusammenarbeit zwischen den Großparteien und verhinderte 1953 den
von Teilen der ÖVP gewünschten Eintritt des VdU (Vorgängerpartei
der FPÖ) in eine Konzentrationsregierung.
Theodor Körner starb
kurz vor dem Auslaufen seiner ersten Amtsperiode als Bundespräsident am 4.
Jänner 1957.
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