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Rudolf Sallinger, gelernter Steinmetzmeister, übernahm ab
1945 Funktionen in verschiedenen Berufsorganisationen. 1953 wurde ihm die
Leitung des Wirtschaftsförderungsinstituts der Wiener Handelskammer
übertragen. In der Folge ließ Sallinger das heutige
Wifi-Gebäude am Wiener Währinger Gürtel errichten. Das 1963
eröffnete Insitut zählt damals zu den modernsten Aus- und
Fortbildungsstätten im europäischen Raum.
Am 14. Februar 1963
wurde Sallinger zum Nachfolger des inzwischen verstorbenen Altbundeskanzlers
Julius Raab zum neuen Präsidenten der Bundeskammer der gewerblichen
Wirtschaft gewählt. Sallinger stand 26 Jahre lang an der Spitze dieser
gesetzlichen Interessensvertretung der österreichischen Unternehmer und
erwarb sich auch große Verdienste beim Aufbau der weltumspannenden
Außenhandelsorganisation der Bundeswirtschaftskammer.
Als
Kammerpräsident war Sallinger neben dem damaligen
ÖGB-Präsidenten Anton Benya
eine der tragenden Säulen der österreichischen Sozialpartnerschaft.
Kritik hagelte es für Sallinger u. a. bei der Auseinandersetzung
um das umstrittene Donaukraftwerk Hainburg, in der sowohl er als auch Benya
wenig Verständnis für die Belange des Umweltschutzes erkennen
ließen.
1989 trat Sallinger altersbedingt den Rückszug aus
seinen Funktionen an. Er übergab Leopold Maderthaner den Vorsitz des
ÖVP-Wirtschaftsbundes und seinen Sitz im Nationalrat. Im Dezember 1990
nahm er schließlich auch Abschied als Bundeskammerpräsident.
Rudolf Sallinger starb am 7. März
1992.
Sallinger-Preis: In Erinnerung an wird jährlich der
Rudolf Sallinger-Preis für wissenschaftliche Publikationen ausgeschrieben,
die geeignet sind, zu einem besseren Verständis der Probleme des
Mittelstandes zu führen und die Gedanken der Selbstständigkeit und
des partnerschaftlichen Zusammenwirkens der Menschen zu fördern. |