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Kurt Schuschnigg wurde am 14. Dezember 1897 in Riva del Garda
geboren. 1922 ließ Schuschnigg sich als Rechtsanwalt in Innsbruck
nieder.
Von 1927 bis 1933 war er Abgeordneter der Christlichsozialen
Partei im österreichischen Nationalrat und von 1932 bis 1934 Justiz- und
Unterrichtsminister unter Bundeskanzler Engelbert
Dollfuß.
Nach dessen Ermordung am 25. Juli 1934 wurde
Schuschnigg Bundeskanzler und amtierte gleichzeitig bis 1936 als
Unterrichtsminister und bis 1938 als Außenminister. Schuschnigg setzte
die autoritäre Staatsführung von Engelbert Dollfuß fort,
festigte die Bindung an das Italien Mussolinis und propagierte Österreich
als "zweiten deutschen Staat".
Nach Ausschaltung der Heimwehr wurde
Schuschnigg 1936 Bundesführer der Vaterländischen Front, der von
Dollfuß gegründeten konservativen Sammelbewegung. Schuschnigg
versuchte durch das Juliabkommen 1936 und das Berchtesgadener Abkommen vom 12.
Februar 1938 die Unabhängigkeit Österreichs zu sichern.
Am 9.
März 1938 setzte er für den 13. März eine Volksabstimmung
über den Erhalt der Eigenstaatlichkeit Österreichs an. Am 11.
März 1938 trat er unter starkem Druck Nazideutschlands zurück.
Arthur Seyß-Inquart, Schuschniggs
Nachfolger als Bundeskanzler, vollzog den Anschluss Österreichs an das
Deutsche Reich. Mit dem Einmarsch deutscher Truppe fand die Volksabstimmung
unter gänzlich anderen Vorzeichen statt.
Kurt Schuschnigg wurde
inhaftiert und blieb bis Ende des Zweiten Weltkrieges in Haft. 1948 wanderte er
in die USA aus, und war von 1948 bis 1967 Professor für Staatsrecht an der
Universität St. Louis/Missouri. 1956 und 1957 lehrte er auch an der
Universität von Los Angeles. 1967 kehrte Schuschnigg nach Tirol
zurück.
Kurt Schuschnigg starb am 18. November 1977 in Mutters bei
Innsbruck.
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